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Hygieneartikel

Königs Wusterhausen: Kostenlose Tampons und Binden für Gesamtschule beschlossen

Tampons soll es an der Königs Wusterhausener Gesamtschule bald kostenlose für Schülerinnen und Personal geben.

Tampons soll es an der Königs Wusterhausener Gesamtschule bald kostenlose für Schülerinnen und Personal geben.

Königs Wusterhausen. Kostenlose Binden und Tampons soll es nun auch für die Schülerinnen der Gesamtschule in Königs Wusterhausen geben. Dazu haben sich die Stadtverordneten auf ihrer Sitzung am Dienstagabend bekannt. Die SVV befürwortete einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion. Die Kosten dafür werden auf rund 10.000 Euro pro Jahr geschätzt.

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Das Projekt soll erst einmal ein Jahr laufen. Im nächsten Winter sollen sich die Stadtverordneten erneut mit dem Thema befassen und darüber entscheiden, ob das Angebot – vielleicht in anderer Form – auch auf die Grundschulen der Stadt ausgeweistet werden kann.

Linke wollen Menstruationsprodukte in allen öffentlichen Gebäuden

Damit ist das Thema der kostenlosen Menstruationsprodukte aber in der Stadtpolitik noch nicht abgeschlossen, denn die Linken hatten ebenfalls einen Antrag eingebracht, der ein vergleichares Angebot in sämtlichen öffentlichen Gebäuden der Stadt vorsieht. Über diesen Antrag konnte aber am Dienstag nicht entschieden werden, weil bislang nicht definiert ist, welche Gebäude darunter fallen. Entsprechend ist auch unklar, was eine Ausstattung aller öffentlichen Gebäude mit entsprechenden Spendern kosten könnte. Deshalb wurde dieser Antrag noch einmal in die Fachausschüsse verwiesen.

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Das Thema der kostenlose Monatshygiene war in diesem Jahr schon in mehreren Kommunen Thema. Wildau hatte als erstes Tampons und Binden für die Ludwig-Witthöft-Oberschule beschlossen. Der Kreistag hatte anschließend ein Pilotprojekt gestartet, bei dem zunächst für zwei Jahre Tampon-Spender auf den Damentoiletten in den Gymnasien und in einigen Behörden angebracht werden sollen. Andere Städte in Brandenburg haben die Debatte ebenfalls teils hitzig geführt. Die Argumentationslinien verlaufen in den Debatten oftmals ähnlich, da machte auch die Sitzung der Königs Wusterhausener Stadtverordneten am Dienstag keine Ausnahme.

Uhlworm: „Gerecht, wenn Gesellschaft Mehrbelastung für Frauen ausgleicht“

Birgit Uhlworm (UBL/UFL) befürwortete das Anbringen der Spender in allen öffentlichen Einrichtungen als grundsätzlichen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit. „Die Kosten für Monatshygiene haben nur Frauen zu tragen. Deshalb ist es gerecht, wenn die Gesellschaft das zumindest teilweise ausgleicht“, sagte sie. Anne Müller von den Linken führte auch die Scham an, die gerade jüngere Frauen hätten, wenn sie nach Tampons fragen müssen.

Ute Zube, Vorsitzende der Fraktion Stimme für KW, argumentierte dagegen. „Für mich stellt sich die frage, ob wir keine anderen Probleme haben. Bislang ging es doch auch“, so Zube.

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Zuletzt hatte auch der Jugendbeirat die Anschaffung von Spendern für Tampons und Binden für die Königs Wusterhausener Gesamtschule befürwortet.

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