Politik

Königs Wusterhausen: Stadt hisst Flagge gegen Gewalt an Frauen

Hissen der Fahne gegen Gewalt vor der Kreisverwaltung in Königs Wusterhausen

Hissen der Fahne gegen Gewalt vor der Kreisverwaltung in Königs Wusterhausen

Königs Wusterhausen. Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Mit dem Hissen der Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ setzten zahlreiche Kommunen im Landkreis ein Zeichen. So auch am Freitagvormittag vor der Kreisverwaltung in der Königs Wusterhausener Brückenstraße. „Ich bin stolz, dass so viele da sind und ein Zeichen setzen“, sagt Elke Voigt, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises.

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Frauenhaus in LDS rund um die Uhr geöffnet

„Wir wollen die Folgen geschlechtsbedingter Gewalt nicht nur verwalten, wir wollen, dass sie gar nicht mehr stattfindet. Dafür müssen alle ihren Teil dazu tun“, so Elke Voigt. Jede dritte Frau erlebt in ihrem Leben Gewalt. Meistens sieht man sie nicht, sind es doch nicht immer nur blaue Flecken im Gesicht. Gewalt drückt sich aus in Beleidigungen, Beschimpfungen, Demütigungen, in Kontrolle und Abhängigkeit. Frauen erleben Gewalt zu Hause, in der Arbeit, auf der Straße. „Es ist wichtig über Gewalt zu sprechen und sie sichtbar zu machen“, erklärt Elke Voigt. Der Landkreis Dahme-Spreewald ist der einzige im Land Brandenburg, der eine Frauenhaus bereitstellt und rund um die Uhr steht dort für Betroffene ein Ansprechpartner zur Verfügung.

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„Schön, dass Sie hier sind, aber noch schöner wäre es, es gebe die Gewalt nicht und es ist wichtig, daran zu erinnern“, sagt Georg Hanke, Vorsitzender des Kreistages. „Stündlich werden 13 Frauen angegriffen, das ist eine schreckliche Zahl“, sagt Landtagsabgeordnete Tina Fischer. Es sei wichtig darüber zu sprechen und dass die Frauen wissen, sie sind nicht alleine.

Land plant zahlreiche Gesetzesänderungen

„Es ist wichtig, dieses Zeichen heute hier zu setzen, aber es darf nicht nur heute Thema sein, es muss uns das ganze Jahr begleiten“ erklärt Landtagsabgeordneter Björn Lakenmacher und informiert, dass das Land umfangreiche Gesetzesänderungen zum Thema Gewalt plant.

Erinnerung an den Mut von Frauen im Iran

„Gewalt gegen Frauen ist ein Thema, das uns sehr beschäftigt. Danke an den Kreis, der mit dem Frauenhaus viel leistet“, erklärt Landtagsabgeordneter Ludwig Scheetz. Er erinnert aber auch daran, dass es ein internationales Thema ist, gerade auch im Iran. „Ich denke, wir haben hier noch eine Menge zu tun und sind alle in der Verantwortung, die Entwicklung zu stoppen“.

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Gerade während Corona hat die Zahl der häuslichen Gewalttaten stark zugenommen. Das kann Susanne Heinrich, Präventionsbeauftragte der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald, bestätigen: „In den Jahren 2020/21 hatten wir einen großen Anstieg, wie auch in diesem Jahr“.

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