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Königs Wusterhausen

Schon wieder Streit, schon wieder Parkplätze

Der neue Gebäudeteil des FWG (im Bild links) soll aufgestockt werden. Für eine Genehmigung fordert die Stadt Parkplätze.

Der neue Gebäudeteil des FWG (im Bild links) soll aufgestockt werden. Für eine Genehmigung fordert die Stadt Parkplätze.

Königs Wusterhausen. Schon wieder gibt es Zoff in Königs Wusterhausen um eine geplante Baustelle des Landkreises. Die Kreisverwaltung plant, das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium zu modernisieren und zu vergrößern. Für eine Zustimmung fordert die Stadt das, worüber es schon beim Jobcenterneubau Stress gab: Parkplätze. Doch beim Landkreis denkt man nicht daran.

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Das Königs Wusterhausener Bauamt beruft sich auf die städtische Stellplatzsatzung. Nach der müssen bei der Errichtung von Gebäuden, die An- und Abreiseverkehr nach sich ziehen, grundsätzlich Parkplätze nachgewiesen werden. Und weil Parkplätze im Umfeld der Schule ohnehin knapp sind, werde diese Forderung auch auf den alten Gebäudeteil ausgeweitet, heißt es aus dem Bauamt. Der Kreis soll pro Klasse zwei Parkplätze auf dem Grundstück oder in unmittelbarer Nähe der Schule nachweisen. Grob gerechnet ergibt das 60 Parkplätze.

Weder Schüler- noch Lehrerzahl erhöht sich

Darauf will man sich beim Landkreis aber nicht einlassen. „Wenn wir neu bauen oder die Schule grundsätzlich erweitern würden, dann wäre das notwendig“, sagt der für das Gebäudemanagement zuständige Amtsleiter Dietmar Licht. Das habe der Landkreis aber nicht vor. Nach den Planungen des Kreises soll das Gymnasium zwar einen größeren Speisesaal, zusätzliche Toiletten, besser ausgestattete Fachkabinette und im neueren Gebäudeteil auch ein zusätzliches Geschoss mit fünf neuen Unterrichtsräumen bekommen.

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„Dadurch erhöht sich aber weder die Zahl der Schüler noch die der Lehrer“, sagt Dietmar Licht. Es sollen künftig sogar etwas weniger Schüler am FWG unterrichtet werden als bisher, nur unter besseren Bedingungen. Von einer Schulerweiterung könne daher keine Rede sein. „Deshalb sind aus unserer Sicht auch keine Stellplätze erforderlich“, so Licht.

Parkhaus könnte aufgestockt werden

In den Fokus gerät bei diesem Streit auch wieder das geplante Parkhaus am Jobcenter-Neubau. Auch dort wollte der Landkreis eigentlich keine neuen Stellplätze errichten, beugte sich dann aber dem Druck aus der Stadt und willigte in den Bau eines Parkhauses ein. Bislang ist dort von mindestens 170 Stellplätzen die Rede.

Es könnten am Ende aber noch deutlich mehr werden. Zum einen hatte die Stadt zugesagt, sich mit der Finanzierung weiterer Stellflächen am Bau zu beteiligen. Zum anderen drängt die Stadt nun darauf, dass der Landkreis auch 60 Parkplätze für das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in das Parkhaus integriert.

Zur Wirtschaftlichkeit verpflichtet

Darauf will man sich beim Landkreis aber ohne Weiteres nicht einlassen. „Wir sind zur Wirtschaftlichkeit verpflichtet“, sagt Dietmar Licht. „Wenn wir nicht durch Vorgaben oder Satzungen gezwungen sind, Stellflächen zu errichten, tun wir das nicht freiwillig.“

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An einer dritten strittigen Baustelle des Landkreises scheint es aber vorwärts zu gehen. Für das ehemalige Commundo-Hotel auf dem Funkerberg, das der Kreis zur Schule des zweiten Bildungswegs umbauen will, werde demnächst die Baugenehmigung erteilt, heißt es beim Landkreis. Auch dort hatte die Stadt Königs Wusterhausen ihr Veto eingelegt und gefordert, dass der Kreis auch die Zufahrtskreuzung ausbaut. Dafür sei die Stadt aber selbst verantwortlich, heißt es beim Landkreis.

Von Oliver Fischer

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