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Königs Wusterhausen

Stadt hat bald wieder eine Gesamtschule

Die Herder-Oberschule in der Erich-Weinert-Straße Königs Wusterhausen wird ab dem Schuljahr 2019/2020 Sitz der neuen Gesamtschule. Die beiden Oberschulen der Stadt werden aufgelöst.

Die Herder-Oberschule in der Erich-Weinert-Straße Königs Wusterhausen wird ab dem Schuljahr 2019/2020 Sitz der neuen Gesamtschule. Die beiden Oberschulen der Stadt werden aufgelöst.

Königs Wusterhausen. Aus zwei mach eins. Die beiden Oberschulen in Königs Wusterhausen fusionieren zur neuen Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Zum neuen Schuljahr im August wird sie im Gebäude der Herder-Oberschule in der Erich-Weinert-Straße ihren Betrieb aufnehmen. Vorher sind aber noch einige Hausaufgaben zu erledigen.

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Denn die neue Schule steht derzeit noch ohne Lehrerkollegium da, wie Schulleiter Erik Dorow von der Bredow-Oberschule kürzlich im Bildungsausschuss des Königs Wusterhausener Stadtrates berichtete. Die Umsetzungsanträge der Lehrer für die Gesamtschule würden durch das Schulamt erst noch bearbeitet. Das soll ab Februar geschehen. „Wer mitarbeiten wird, ist momentan noch offen.“

Die Bredow-Oberschule in der Rosa-Luxemburg-Straße steht ab August leer. Pläne für eine künftige Nutzung des Gebäudes stellte die Stadt noch nicht vor.

Die Bredow-Oberschule in der Rosa-Luxemburg-Straße steht ab August leer. Pläne für eine künftige Nutzung des Gebäudes stellte die Stadt noch nicht vor.

Die Schulleiter-Stelle ist ebenfalls noch unbesetzt. Die Ausschreibung muss laut Dorow wiederholt werden, weil keine Frau unter den Bewerbern war. Es gab nur Männer. Zur Wiederholung wäre es auch gekommen, wenn sich nur Frauen beworben hätten. „Wir bedauern das, weil wir mit den Vorbereitungen weiter in der Warteschleife sind“, sagte er. Fest stehe bisher nur, dass die Leiterin der Herder-Oberschule die Vize-Chefin der neuen Gesamtschule werden wird.

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Personalfragen zum Schulstart geklärt

Doch alle Personalfragen würden bis zum Schulstart geklärt sein. „Es wird ein arbeitsfähiges Kollegium und eine Schulleitung geben“, sagte Dorow im Ausschuss. Nicht voran kommen die Vorbereitungen für das künftige Schulprofil. Ein gemeinsame Arbeitsgruppe von Lehrern hatte bereits daran gearbeitet. Die Stadt Königs Wusterhausen als Schulträger hatte das beauftragt. Doch wie die zuständige Fachbereichsleiterin Ria von Schrötter im Ausschuss sagte, haben die bisherigen Vorarbeiten keine Gültigkeit. Das Profil kann laut Gesetz nur von den Gremien der künftigen Gesamtschule erstellt werden.

Das soll im Laufe des kommenden Schuljahres geschehen. Eine Richtung zeichnet sich schon ab. In der Gesamtschule soll ein besonderer Wert auf die berufliche Bildung gelegt werden. So könnte die praktische Arbeit der Schüler in schuleigenen Werkstätten, die ein Markenzeichen der Bredow-Schule sind, in der Gesamtschule fortgeführt werden. „Wir können aber jetzt noch nicht sagen, ob das so sein wird“, sagte Erik Dorow. „Ein fertiges Konzept kann im Moment niemand liefern.“ Für die Ausstattung der Schule stehen im Stadthaushalt für dieses Jahr 900000 Euro bereit.

Trotzdem wissen Eltern und Grundschüler, was sie erwartet. Das Unterrichtsprogramm einer Gesamtschule mit 13-jährigem Abitur stehe fest und müsse erfüllt werden, sagte Dorow.

Abendschule zieht auf den Funkerberg

Ein großes Fragezeichen war bislang der Verbleib der Schule des Zweiten Bildungsweges, ZBW, die noch in der Herder-Schule untergebracht ist. Träger ist der Landkreis. Sie soll ins frühere Tagungshotel auf dem Funkerberg umziehen, das der Kreis gekauft hat. Sprecher Bernhard Schulz sagte auf MAZ-Anfrage, dass nach derzeitigen Stand der ZBW-Unterricht dort im neuen Schuljahr beginnen kann. „Die Bauarbeiten zur Umnutzung des Objektes als neues Domizil für die ZBW laufen derzeit planmäßig.“ Der Kreis investiert voraussichtlich rund sechs Millionen Euro.

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Die Modalitäten und der Zeitplan des Auszug der ZBW aus der Herder-Oberschule würden in Kürze mit der Stadtverwaltung besprochen. Die Herder-Schule war schon einmal eine Gesamtschule. Der Betrieb wurde 2006 eingestellt, weil es zu wenige Anmeldungen gab.

Von Frank Pawlowski

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