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Auf öffentlicher Toilette

Zwei Männer sollen 15-Jährige missbraucht haben

In dieser Toilette auf der Mühleninsel in Königs Wusterhausen soll die 15-Jährige vergewaltigt worden sein.

In dieser Toilette auf der Mühleninsel in Königs Wusterhausen soll die 15-Jährige vergewaltigt worden sein.

Königs Wusterhausen. In der öffentlichen Toilette auf der Mühleninsel in Königs Wusterhausen sollen zwei Männer ein 15-jähriges Mädchen aus Königs Wusterhausen missbraucht haben. Die Polizei hat einen 21 Jahre alten afghanischen Asylbewerber als Tatverdächtigen festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft. Nach dem zweiten Tatverdächtigen wird gefahndet.

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Kannten sich Opfer und Verdächtige?

Die Polizei hielt sich zu dem Tathergang bedeckt und verwies auf den besonderen Schutz des jugendlichen Opfers. Das Mädchen sei „zu sexuellen Handlungen genötigt“ worden, teilte die Polizei mit. Die Ermittler können „nicht ausschließen“, dass sich die Tatverdächtigen und die 15-Jährige aus Königs Wusterhausen bereits kannten, wie es lediglich hieß.

Tat ereignete sich schon vor einer Woche

Die Tat soll sich bereits am Nachmittag des 20. Novembers ereignet haben. Zwei Tage danach kam das Mädchen mit ihren Eltern zur Polizei und erstattete Strafanzeige. Am Freitagabend wurde der 21-Jährige Tatverdächtige festgenommen. Er lebt in einer Gemeinschaftsunterkunft in Dahme-Spreewald. Am Samstag erließ ein Richter den Haftbefehl gegen ihn, wie Polizeisprecher Maik Kettlitz der MAZ am Dienstag sagte.

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Panne bei Information der Öffentlichkeit

Zum zweiten Tatverdächtigen machte Kettlitz aus „ermittlungstaktischen Gründen“ keine Angaben. Es soll sich ebenfalls um einen afghanischen Flüchtling handeln. Bei der Information der Öffentlichkeit gab es laut Kettlitz eine technische Panne. Die Polizeimeldung sei am Montag an einige Medien nicht übermittelt worden, darunter war auch die MAZ. Grund seien Probleme mit dem E-Mail-Server der Polizei gewesen.

Polizei wehrt sich gegen Vorwurf

Den Vorwurf, dass der Vorfall unter Verschluss gehalten werden sollte, wies der Polizeisprecher zurück. „Das entspricht nicht dem polizeilichen Standard und es macht auch keinen Sinn, Sachverhalte zurückzuhalten“, sagte Kettlitz. Eine erste Befragung des Mädchens am Donnerstag habe abgebrochen werden müssen und wurde am Freitag fortgesetzt. „Erst dann konnten wir mit den Ermittlungen starten und haben am Montag über die Ergebnisse informiert,“ sagte er.

Bürgermeister fordert rasche Aufklärung

Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) reagierte bestürzt. Er sei „tief betroffen“ über den Vorfall, teilte er am Dienstag mit. „Eine solch entsetzliche Tat muss schnellstmöglich und umfassend aufgeklärt werden“, sagte Ennullat. „Unsere Gedanken sind bei dem Opfer. Ihr muss jetzt jede nur mögliche Hilfe zuteil werden.“

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Zweiter Tatverdächtiger der Polizei bekannt?

Laut Medienberichten soll das Mädchen vom Wasserspielplatz auf der Mühleninsel in die Toilette gezerrt worden sein. Der zweite Tatverdächtige soll als minderjähriger unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland gekommen und der Polizei wegen Körperverletzungen bekannt sein. Er soll sich derzeit in einem anderen Bundesland aufhalten.

Von Frank Pawlowski

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