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Zernsdorf

Neustart mit neuer Ortsvorsteherin

Die Friedensaue in Zernsdorf. Der Ortsteil hat knapp 3800 Einwohner und ist nach der Kernstadt und Zeesen der drittgrößte in Königs Wusterhausen.

Die Friedensaue in Zernsdorf. Der Ortsteil hat knapp 3800 Einwohner und ist nach der Kernstadt und Zeesen der drittgrößte in Königs Wusterhausen.

Zernsdorf. Nun hat sie doch die Verantwortung übernommen, die sie eigentlich gar nicht übernehmen wollte. Karin Schwitalla (parteilos) kandidierte im Ortsbeirat als neue Ortsvorsteherin und wurde gewählt. Amtsvorgänger Uwe Borck (SPD) war vor einigen Wochen zurückgetreten. Das neue Ehrenamt wird ihr viel abverlangen, dessen ist sie sich bewusst. „Aber es macht mir ja Spaß, sonst würde das gar nicht gehen“, sagt die 63-Jährige, die Betriebsleiterin von Bauking in Eichwalde ist und bisher stellvertretende Ortsvorsteherin in Zernsdorf war.

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Die neue Ortsvorsteherin Karin Schwitalla ist in Uckley geboren und aufgewachsen, lebtmit ihrer Familie immer noch dort

Die neue Ortsvorsteherin Karin Schwitalla ist in Uckley geboren und aufgewachsen, lebtmit ihrer Familie immer noch dort. Die Siedlung gehört zu Zernsdorf.

Im Ortsbeirat arbeitet sie seit 2014 ehrenamtlich mit, zuvor hatte sich in einer Bürgerinitiative gegen Windparks im Wald engagiert. Zur Kommunalwahl damals trat sie an, um ihrer Siedlung Uckley mehr Gehör im Ort zu verschaffen. Karin Schwitalla lebt dort von Geburt an. „In jungen Jahren wollte ich immer weg, aber ich habe es nie bereut, dass ich geblieben bin“, erzählt sie. Die nächste Generation der Schwitallas schlägt dort schon Wurzeln.

Starke Verbundenheit mit Zernsdorf

Diese Verbundenheit gab den Ausschlag, dass Karin Schwitalla nun noch mehr Zeit für das Gemeinwohl investiert – neben der Arbeit und der Familie. „Wir wohnen in einem so schönen Ort“, sagt sie und meint damit Zernsdorf, Uckley und Kablow-Ziegelei. Diese Gemeinschaft ist ihr wichtig. „Dass die neuen Einwohner gut aufgenommen und die alteingesessenen respektiert und verstanden werden, liegt mir sehr am Herzen.“

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Die Seezugänge, wie hier hinter der Feuerwehr und neben der Fischerei, sind seit Jahrzehnten ein Streitthema im Ort

Die Seezugänge, wie hier hinter der Feuerwehr und neben der Fischerei, sind seit Jahrzehnten ein Streitthema im Ort.

Ihre Bürgersprechstunden sind gut besucht. Einiges konnte sie schon anschieben. So gab es gerade einen Lokaltermin mit Vertretern der Stadtverwaltung und des Straßenverkehrsamtes in der Karl-Marx-Straße.

Eltern fordern sichere Überwege

Eltern fordern seit langem, dass es für Grundschüler auf der viel befahrenen Ortsdurchfahrt sichere Überwege geben muss. 117 Kinder passieren täglich die Straße auf dem Weg zur Schule. Laut Karin Schwitalla will die Stadt nun zeitnah Vorschläge für sogenannte Querungshilfen machen. Das ebenfalls geforderte Tempo-30-Limit wird sich hingegen nicht umsetzen lassen, wie klar gemacht worden sei.

Auf der viel befahrenen Karl-Marx-Straße soll es Querungshilfen für Grundschüler und Fußgänger geben

Auf der viel befahrenen Karl-Marx-Straße soll es Querungshilfen für Grundschüler und Fußgänger geben.

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Zum Parkplatzstreit in der Undinestraße gibt es bald einen Termin mit den Betroffenen. „Das ist ein schwieriges Problem, das gelöst werden muss“, sagt Karin Schwitalla. Aber die Liste der Baustellen ist viel länger.

Lärmbelastung und Parkprobleme

Seezugänge, Lärmbelastung durch Kiesabbau und Autobahn, Schwerlasttransporte, Parkprobleme an der Schule und die Sauberkeit im Ort zählt Karin Schwitalla auf. Den Ortsbeirat sieht sie als „Annahmestelle für die Sorgen und Nöte“ der Zernsdorfer, die der Stadtverwaltung übermittelt werden müssen.

Ortsbeirat kann an Lösungen nur mitwirken

Entscheidungen würden jedoch in der Stadtverordnetenversammlung getroffen. „Der Ortsbeirat muss zuarbeiten und an Lösungen mitwirken. Deshalb ist die konstruktive und kritische Zusammenarbeit so wichtig“, sagt Karin Schwitalla.

Vor der Feuerwehr an der Karl-Marx-Straße wird zum Umwelttag am 24

Vor der Feuerwehr an der Karl-Marx-Straße wird zum Umwelttag am 24. März gegrillt.

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Über die Glückwünsche zum Amtsantritt hat sie sich gefreut, besonders über das Blumenkörbchen von der Feuerwehr. „Ich möchte mich bei allen herzlich bedanken.“ Die Zusammenarbeit mit den Rathaus-Mitarbeitern und dem Bürgermeister lobt sie sehr. Anfragen würden zeitnah beantwortet, Aktivitäten unterstützt.

In der Undinestraße im neuen Wohnpark Königsufer gibt es große Parkprobleme

In der Undinestraße im neuen Wohnpark Königsufer gibt es große Parkprobleme.

Ihren Einstand mit Getränken und Grillwürstchen gibt die neue Ortsvorsteherin beim Umwelttag am 24. März in Zernsdorf, der um 9 Uhr an der Feuerwehr beginnt. Von dort schwärmen die Teilnehmer aus, um Unrat einzusammeln.

Ein Imbiss als Dankeschön

Als Dankeschön gibt es ab 12 Uhr einen Imbiss bei der Feuerwehr. Aus Uckley und Kablow-Ziegelei wird der Unrat abgeholt.

Von Frank Pawlowski

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