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Entwickler des Schönefeld-Towers greifen Städtebau-Konzept Schönefeld-Nord an

Visualisierung des geplanten Schönefeld-Towers

Visualisierung des geplanten Schönefeld-Towers

Schönefeld. Die Entwickler des Schönefeld-Towers haben das Vorgehen der Gemeinde Schönefeld beim Städtebauwettbwerb für Schönefeld-Nord scharf kritisiert. Der Vorwurf der Tamax GmbH: Der geplante 110 Meter hohe Wolkenkratzer sei in dem Konzept gar nicht vorgesehen. Dabei hatte die Gemeindevertretung noch 2019 grünes Licht für den Planungsbeginn des Turms gegeben, der das höchste Gebäude Brandenburgs und ein Wahrzeichen von Schönefeld werden sollte.

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Im März habe man ein allgemeines Schreiben erhalten, dass die Grundstückseigentümer darüber informierte, dass ein Städtebaulicher Wettbwerb für das gesamte Entwicklungsgebiet vorgesehen sei. „Dieses jedoch ohne konkrete Aussage darüber, welche Grundstücke in dieses Entwicklungsgebiet einbezogen würden, welche Anforderungen an das Wettbewerbsverfahren gestellt werden, welche Ziele damit insgesamt verfolgt werden und wie diese mit und durch die künftig betroffenen Grundstückseigentümer einmal umgesetzt werden sollen“, so Tamax.

Tamax: Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Das Verfahren sei unter kompletten Ausschluss der Öffentlichkeit und der Grundstückseigentümer durchgeführt worden. Auf dem Grundstück, wo der Schönefeld-Tower stehen sollte, seien nur „ein paar zusammenhanglos gruppierte Gebäudewürfel“ zu sehen, nicht mehr die markante Landmarke des Wolkenkratzers. Tamax wirft der Gemeinde vor, so deutlich zu machen, dass man sich nicht mehr an die Beschlüsse von 2019 gebunden sehe. Außerdem sei eine Bauvoranfrage für den Turm im August zurückgestellt worden. Tamax-Chef Kai-Uwe Tank wirft dem Bürgermeister und der Bauderzenentin vor, so das Vertrauen von Investoren in die Region zu beschädigen. Er warte gespannt auf die Gemeindevertretersitzung am 7. Dezember.

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Bürgermeister und Baudezernentin waren am Freitag nicht erreichbar. Gemeindesprecherin Solveig Schuster erklärte, dass es sich bei dem vorliegenden Wettbewerbsergebnis um eine Zielrichtung für die Entwicklung des Schönefelder Nordens handele, „sozusagen um eine Grundidee und einen Entwurf, der keinesfalls in Stein gemeißelt ist und sich an der einen oder anderen Stelle auch zwangsläufig noch verändern wird.“ Die Landschaftsplaner hätten die schwierige Aufgabe gehabt, eine neue Stadt auf dem Eißbrett zu entwerfen, ohne tiefgreifende Kenntnisse aller Details und Gegebenheiten vor Ort. „Was wie umsetzbar ist, wird sich in den nächsten Schritten zeigen.“ Nun solle eine vorbereitende Untersuchung in Auftrag gegeben werden, um in Erfahrung zu bringen, welche Eigentümer den Planungen folgen könnten, welche weiter eigene Zielsetzungen verfolgten und wie diese sich in die Planung integrieren lassen.

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