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Bürgermeisterwahl

Wildau: Kandidaten zur Bürgermeisterwahl: MAZ stellt Einzelbewerber Axel Corte vor

Bürgermeisterkandidat Axel Corte auf einer Bank an seinem Lieblingsort am Röthepful in Wildau.

Bürgermeisterkandidat Axel Corte auf einer Bank an seinem Lieblingsort am Röthepful in Wildau.

Wildau. In Wildau wird am 28. August ein neuer Bürgermeister gewählt, fünf Männer treten zur Wahl an. Die MAZ stellt die Kandidaten vor. Sie trafen den Reporter an ihrem Lieblingsort in Wildau. Heute: Einzelbewerber Axel Corte.

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Unerwarteter Besuch beim Gespräch auf der Parkbank

Als wir auf einer Bank im Röthepfuhl sitzen, kommen plötzlich sechs Enten angewatschelt. Sie spazieren auf dem Gehweg und bleiben direkt vor uns stehen. Der MAZ-Reporter zückt die Handykamera. Axel Corte schaut verzückt und strahlt. Das hätte nicht besser passen können.

MAZ-Wahlforum am 16. August

Zur Bürgermeisterwahl in Wildau veranstaltet die MAZ am 16. August 2022 ein öffentliches Wahlforum mit den fünf Bürgermeisterkandidaten Axel Corte, Enno von Essen, Frank Nerlich, Martin Stock und László Ungvári. Es findet im Volkshaus Wildau, Karl-Marx-Straße 36, statt. Beginn ist um 18 Uhr.

MAZ-Lokalchef Carsten Schäfer und MAZ-Reporter Frank Pawlowski moderieren die Veranstaltung.

Sie stellen die Kandidaten vor und befragen zu ihren wichtigsten Zielen. Anschließend können die Besucher ihre Fragen an die Bürgermeisterkandidaten stellen.

Anmeldungunter www.maz-online.de/WahlforumWildau2022

Die Bürgermeisterwahlin Wildau findet am 28. August 2022 statt. Termin für die mögliche Stichwahl ist der 18. September 2022. Der hauptamtliche Bürgermeister wird für acht Jahre gewählt.

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Wir sind an seinem Lieblingsort in der Stadt, den der 53-Jährige genau deshalb so sehr mag. Der Park nahe der Fichtestraße mit Bäumen und viel Grün rund um einen Teich liegt inmitten von großen Wildauer Wohngebieten. Natur und Bebauung, findet er, ergänzen sich hier auf vorbildliche Weise. Das ist ein Motiv für seine Kandidatur zur Bürgermeisterwahl. „Ich will es schön haben in Wildau, alle sollen sich wohlfühlen“, sagt er.

Wahlheimat Wildau seit 17 Jahren

Der gebürtige Hallenser zog 2005 nach Wildau, dass er seine Wahlheimat nennt. Beruflich verschlug es ihn oft in weite Ferne, doch er kehrte stets nach Wildau zurück. Das hatte familiäre Gründe, seine Tochter, 18, und sein Sohn, 20, leben hier. Aber es hatte auch mit Wildau zu tun. „Ich fühle mich hier sehr wohl“, schickt er voraus. Wenn er später darüber spricht, was anders und besser werden muss, will er das nicht missverstanden wissen. „Das ist Klagen auf höchstem Niveau.“

Axel Corte lernte Feinoptiker bei Carl Zeiss Jena. Als er vom Armeedienst bei der Marine zurückkehrte, war im früheren DDR-Vorzeigebetrieb kein Platz mehr für ihn, er wurde gekündigt. Es war die Wendezeit, von der er heute sagt, dass sie schrecklich für ihn war. Daheim in Halle/Saale fand er keine Arbeit mehr, die großen Betriebe wurden abgewickelt. Er machte eine Ausbildung zum Hotelfachmann, studierte Betriebswirtschaft.

Wahlplakat von Axel Corte.

Wahlplakat von Axel Corte.

Durch Zufall landete er in der Freizeitbranche. Für ein Bowlingcenter wurde ein Betriebsleiter gesucht. Er bekam den Job, in dem er viele Jahre in verschiedenen Stationen erfolgreich arbeitete, unter anderem als Chef der Bowlingbahn im Wildauer A10-Center. Er war Bezirksleiter einer Spielotheken-Kette in Norddeutschland, arbeitet heute als Projektleiter bei einem Königs Wusterhausener Unternehmen für Telekommunikations- und Sicherheitstechnik.

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Ein Glücksfall war das für ihn gewesen, weil er gut bezahlte Arbeit bis dahin oft nur in Westdeutschland fand. Dass er viel herumkam, kommt ihm jedoch zugute. „Ich habe viel gesehen, was in anderen Kommunen gestaltet wird.“

Ehrenamtlich engagiert in der Wildauer Stadtpolitik

In Wildaus Stadtpolitik engagiert er sich ehrenamtlich seit 2005, mit Unterbrechungen während seiner beruflichen Abwesenheit. Er war anfänglich für die SPD sachkundiger Einwohner in der Stadtverordnetenversammlung. Nach seinem Parteiaustritt kandidierte er bei der Kommunalwahl 2019 als parteiloser Kandidat für die Linken, für die er, ebenfalls als sachkundiger Einwohner, im Finanzausschuss und im Ausschuss für Bildung und Soziales mitwirkt.

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Schon bei den beiden zurückliegenden Bürgermeisterwahlen wollte er kandidieren. 2017 sah er gegen den damaligen Amtsinhaber Uwe Malich keine Chance für sich, 2019 hinderte ihn ein Job in Mannheim daran. Doch diesmal will er es wissen. „Ich wohne in Wildau und habe Interesse an der Entwicklung des Ortes. Ich will mich politisch engagieren, aber konkret keiner politischen Gruppe zuordnen“, sagt er.

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Aufgeregt beim ersten großen öffentlichen Auftritt

Als er bei einer Veranstaltung kürzlich nach seinem Programm gefragt wurde, antwortete er, dass er keines habe. Das wurde ihm angekreidet, obwohl er dann doch all die Punkte aufzählte, die er sich auf die Fahnen geschrieben hat, von der Schulwegsicherung bis zur Schaffung von Wohnraum. Er ärgerte sich anschließend über sich selbst, weil er sich schlecht verkauft habe in dem Moment. „Ich war aufgeregt“, sagt er. Allerdings sei er auch jemand, der geradeheraus sagt, was er denkt. Er will sich nicht verstellen.

Seine Kinder haben ihm bei seinem ersten großen öffentlichen Auftritt begleitet und ihn unterstützt. „Das hat mich unheimlich gefreut“, erzählt er. Seine Tochter Emma ergriff sogar das Wort bei der Veranstaltung.

Zum Abschluss des Gesprächs kommen wir noch einmal auf das Grün und den Wohnungsbau zu sprechen. Axel Corte befürwortet eine Bebauung des Dahme-Ufers, weil eine kontaminierte Industriebrache durch einen Investor für die Stadt saniert und erschlossen werde. Andere Grünflächen könnten dafür erhalten bleiben, meint er.

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