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Bürgermeissterwahl

Wildau: Kandidaten zur Bürgermeisterwahl: MAZ stellt Einzelbewerber Frank Nerlich vor

Frank Nerlich im Biergarten der Villa am See.

Frank Nerlich im Biergarten der Villa am See.

Wildau. In Wildau wird am 28. August ein neuer Bürgermeister gewählt, fünf Männer treten zur Wahl an. Die MAZ stellt die Kandidaten vor. Sie trafen den Reporter an ihrem Lieblingsort in Wildau. Heute: Frank Nerlich (Einzelbewerber).

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Frank Nerlichs Lieblingsort in Wildau ist ein Platz an der Dahme am Stichkanal. Weil es an diesem Tag aber so heiß ist, haben wir unser Treffen kurzerhand an einen anderen Ort am Wasser verlegt, den der 55-Jährige ebenfalls sehr mag. Wir sitzen im großen Biergarten in der Villa am See.

Lieblingsplatz mit einer schönen Erinnerung

Ein laues Lüftchen weht, die riesigen Sonnenschirme spenden Schatten. Vom Hafen legt ein Hausboot ab, als wir ankommen. Frank Nerlich genießt es hier. Der Ort ist mit einer schönen Erinnerung verbunden. Nerlichs feierten hier die Einschulung ihrer Drillinge, zwei Jungs und ein Mädchen, oben auf der Terrasse mit dem herrlichen Blick übers Wasser. Die Kinder sind inzwischen zwölf Jahre alt.

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Frank Nerlich kam 1966 in Zossen zur Welt. Er ging in Deutsch Wusterhausen, Ragow und Königs Wusterhausen zur Schule, lernte Zootechniker in Jüterbog. Er studierte in Meißen und Halle, machte einen Abschluss als Diplom-Agraringenieur. In der Landwirtschaft gearbeitet hat er danach aber nicht mehr, viele Betriebe wurden damals geschlossen.

Mit dem Hollandrad fuhr Frank Nerlich nach dem MAZ-Gespräch zu seiner Frau.

Mit dem Hollandrad fuhr Frank Nerlich nach dem MAZ-Gespräch zu seiner Frau.

Seit 1990 lebt er mit seiner heutigen Frau in Wildau. Frank Nerlich war im Vertrieb und Marketing tätig, arbeitete als Prokurist in der Alba-Group und ist heute als Gesundheitsberater tätig, derzeit leitet er ein großes Projekt für einen Berliner Stadtbezirk.

Seit vielen Jahren engagiert in Wildau

"Ich bin ein guter Netzwerker", sagt er über sich. Seit vielen Jahren engagiert er sich ehrenamtlich in Wildau. Er war Vorsitzender eines Kita-Ausschusses und Elternsprecher der Grundschule. Er arbeitete als sachkundiger Einwohner im Bildungsausschuss mit, den er heute leitet. Frank Nerlich ist seit 2019 Stadtverordneter in Wildau, er wurde als parteiloser Einzelbewerber gewählt und gehört der Fraktion Bürger für Wildau BfW, an, die es in der ursprünglichen Zusammensetzung nicht mehr gibt.

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Stadtpolitik neben Familie und Beruf

Manchmal wundert er sich selbst, wie er das alles neben Beruf und Familie schafft. Er und seine Frau, die in einem Autohaus in Berlin arbeitet, seien ein eingespieltes Team, sagt er. Einmal musste sie ihn aber doch bremsen. 2017 wollte er schon einmal zur Bürgermeisterwahl antreten, aber da machte seine Frau nicht mit. Er sah das ein. „Man schafft es nicht, drei gleichaltrige Kinder längere Zeit alleine zu betreuen“, sagt er. Bei seiner Kandidatur für den Stadtrat hatte seine Frau deshalb noch Bedenken, für die Bürgermeister-Kandidatur hat er aber diesmal ihren Segen. Nerlichs sind sich einig, dass die Familie nicht zu kurz kommen wird, wenn der Papa Stadtoberhaupt ist.

Familie und Freunde helfen im Wahlkampf

Im Wahlkampf sind seine Kinder wichtige Helfer. Sie verteilen Flyer und gingen ihm beim Aufhängen der Plakate zur Hand. Er wird außerdem von Freunden unterstützt. Die Plakatmotive entwarf der Werbefachmann selbst.

Wahlplakat auf der Dorfaue.

Wahlplakat auf der Dorfaue.

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Die Auseinandersetzungen mit Ex-Bürgermeisterin Angela Homuth und der Mehrheit im Stadtrat, die sie unterstützte, haben ihn zermürbt. "Ich war so frustriert, dass ich hinschmeißen wollte", verrät er. Doch nach Homuths Abwahl schöpfte er neuen Mut. Radwege, Schulplätze, Wohnraum, Energieversorgung. Zu jedem Thema kann er sofort aufzählen, was in Wildau getan werden muss. Man merkt ihm an, wie sehr er für seine Stadt brennt. "Projekte stricken und einfach machen, so schwer ist das gar nicht", sagt er.

Nicht vergessen, wie grandios Wildau sich entwickelt hat

Er überlegt einen Moment, schaut auf die Villa am See, das frühere legendäre Klubhaus der Ruderer, sagt. „Wildau hat sich grandios entwickelt, es ist eine Stadt mit einer tollen Lebensqualität.“ Bei den Diskussionen darüber, was alles anders und besser werden muss, werde das oft vergessen. „Wenn man eine Weile weg war, und zurück kommt, sagt man sich: Was haben wir für einen schönen Ort, mit viel Grün, Freizeitmöglichkeiten und pfiffigen Unternehmen.“ Wildauer kommen auf dem Wasserweg sogar bis zur Ostsee.

Mit einem strahlenden Lächeln verabschiedet er sich. Er schwingt sich auf sein Hollandrad, dass er beim Eichwalder Rosenfest erstanden hat. Es ist eines von mehreren Rädern, die er hat. Er ist mit seiner Frau verabredet, sie wollen nach Zernsdorf baden fahren, zu einer versteckten Stelle am Krüpelsee.

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