Dallgow-Döberitz

Krieg in der Ukraine: Dallgow-Döberitzer gedenken der Opfer der Invasion

Mahnwache in Dallgow-Döberitz: Viele waren gekommen, um ein Zeichen des Protestes und der Solidarität zu setzen.

Mahnwache in Dallgow-Döberitz: Viele waren gekommen, um ein Zeichen des Protestes und der Solidarität zu setzen.

Dallgow-Döberitz. Betroffen, fassungslos, traurig, verängstigt, aber auch wütend waren die Menschen, die sich am Sonntag vor dem Rathaus in Dallgow-Döberitz zu einer Mahnwache versammelten, um ein sichtbares Zeichen gegen den Angriff Russlands gegen die Ukraine zu setzen.

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Jeder wollte seine Solidarität zum Ausdruck bringen. Viele der Teilnehmer hatten Schals in der Nationalfarbe der Ukraine umgelegt, andere hielten selbstgestaltete Schilder in den Händen, auf einem steht geschrieben: "Stop the war please, Ukraine must be in peace". Der Dallgow-Döberitzer Schüler Oskar Schäpe ist mit seiner gesamten Familie zum Rathaus gekommen: "Das Schild habe ich selbst gemacht. Ich nehme heute aus Solidarität zur Ukraine an der Mahnwache teil."

Viele Dallgower zeigen Flagge

Unter den Teilnehmern befanden sich auch zahlreiche Kinder, die sich mit ihren kreativen Werken an der Mahnwache beteiligten. So hatten Frida (13), Johanna (12), Marla (10) und die fünfjährige Bele Bilder gemalt und diese vor einem Pult, das mit einer ukrainischen Flagge und der Europafahne dekoriert war, abgelegt.

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Rüdiger Wichmann, Initiator der Mahnwache, freute sich, dass so viele Dallgower Flagge zeigen: „Putin wird wohl keine Notiz von unserer Mahnwache nehmen, aber wir können Zeichen setzten. Wir können unterstützen und helfen, indem wir Flüchtlinge aufnehmen und materiell unterstützen.“

„Man sollte nicht nur reden, sondern auch machen“

Nach einer Schweigeminute unterstrichen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Wunsch nach Frieden mit einem gemeinsamen Friedensgebet, dass von Hans Guderian, Pastor im Ruhestand, gesprochen wurde. „Ich finde es großartig, dass hier ein Zeichen gesetzt wird gegen den Krieg und dass die Dallgower Flagge zeigen und sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine zeigen“, sagte Bürgermeister Sven Richter.

„Man sollte nicht nur reden, sondern auch machen“, meinte Yves Wichmann aus Dallgow-Döberitz und nahm deshalb an der Friedenskundgebung teil. Er ist Inhaber einer Kälteklimafirma. „Wir als Unternehmen haben Geld für die Ukrainehilfe gespendet. Wir finden es wichtig, dass etwas gemacht wird, jeder nach seinen Möglichkeiten.“ Dass er einmal einen Krieg in Europa miterleben müsse, war bis dato für den Dallgow-Döberitzer Rüdiger Schäfer unvorstellbar: „Sehr positiv finde ich, dass viele Neu-Dallgower sich heute hier versammelt haben, um an der Mahnwache teilzuhaben.“

Mahnwache als Zeichen der Solidarität

Astrid Guderian aus Dallgow-Döberitz nahm ebenfalls an der Kundgebung teil. „Es ist wichtig an einer Stelle Farbe für die Ukraine zu bekennen und nicht in Passivität zu verharren.“

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Im wahrsten Sinne Farbe bekannt haben an diesem Tag Jeannette und René Kontowt aus Falkensee. Sie waren in den Nationalfarben der Ukraine gekleidet und hatten Schilder und Kerzen in blau-gelb bei der Mahnwache in Dallgow-Döberitz dabei. Entschlossen war der Blick von Jeannette, als sie zu ihrem Schild greift und ihre Kerze anzündet. „Wir finden solche Mahnwachen wichtig, als Zeichen der Solidarität.“ Das Falkenseer Ehepaar ist persönlich sehr betroffen: „Bekannte von uns leben in Kiew und sie bangen gerade wirklich um ihr Leben. Wir sind immer froh, wenn wir etwas von ihnen hören.“

Von Hannelore Berg

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