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Falkensee

B80 wird zu B84

Alle Helfer packen mit an, um Stühle vom alten Treffpunkt B80 in den neuen namens B84 zu tragen.

Alle Helfer packen mit an, um Stühle vom alten Treffpunkt B80 in den neuen namens B84 zu tragen.

Falkensee.Jeden Tag fährt Ayman Mustafa nach seinem Sprachkurs von Nauen nach Falkensee. „Das sind mit dem Zug nur zwei Stationen“, sagt der 36-jährige Syrer. Sein Ziel in Falkensee ist der Treffunkt B80 der Initiative „Willkommen in Falkensee“ (WiF). Dort trifft er sich mit Freunden und durch Gespräche verbessert er seine Sprachkenntnisse weiter. Doch am Freitagabend steht noch mehr an. Mustafa und seine Freunde helfen an diesem Tag mit, den Umzug in die neuen Begegnungsräume der Initiative, dem neuen B84, zu meistern.

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Kreisverkehr kommt

Seit 2016 durfte WiF das Erdgeschoss des Hauses Bahnhofstraße 80 (daher der Name „B80“) mietfrei nutzen, um die Flüchtlingshilfe zu organisieren. Da das Gebäude für den Bau eines Kreisverkehrs weichen muss, muss nun auch der Treffpunkt B80 verlegt werden. Zum Glück nur wenige Meter weiter in die Bahnhofstraße 84, wo früher einmal die Schülerhilfe war.

Ayman Mustafa (ganz rechts) kommt jeden Tag nach Falkensee in das B84, um sich mit Freunden zu treffen und seine Sprachkenntnisse zu vertiefen.

Ayman Mustafa (ganz rechts) kommt jeden Tag nach Falkensee in das B84, um sich mit Freunden zu treffen und seine Sprachkenntnisse zu vertiefen.

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„Wir sind echt froh, so viel Unterstützung zu haben“, sagt Kathleen Kunath, die Sprecherin der Initiative. Die Stadt habe die Miete im alten Haus gezahlt,. Jetzt kommt die Stadt auch für die neuen Räume auf. „Die Zeit war sehr knapp. Die Miete ist gerade erst vor ein paar Tagen gezahlt worden und der Mietvertrag unterschrieben“, sagt Kunath.

Schlüssel überreicht

Gut 20 Freiwillige sind gekommen, um das alte B80 leer zu räumen und alles ins neue B84 in die Räume der ehemaligen Schülerhilfe zu tragen. Alle Stühle werden heraus geholt. Kunath schließt ab und überreicht den Schlüssel an Bürgermeister Heiko Müller. Kunath, Müller, Ayman Mustafa und seine Freunde tragen dann die Stühle über die Ampelkreuzung, an der Commerzbank vorbei ins neue Haus.

Kathleen Kunath, Sprecherin der Initiative Willkommen in Falkensee, übergibt Bürgermeister Heiko Müller den Schlüssel zum alten Treffpunkt der Initiative. Nur ein paar Meter entfernt, macht der neue Treffpunkt auf.

Kathleen Kunath, Sprecherin der Initiative Willkommen in Falkensee, übergibt Bürgermeister Heiko Müller den Schlüssel zum alten Treffpunkt der Initiative. Nur ein paar Meter entfernt, macht der neue Treffpunkt auf.

Dort gibt es jetzt mehr Quadratmeter. „Die vielen Räume sind ganz gut, damit mehrere Gruppen gleichzeitig Deutsch üben können“, sagt Mustafa. Und der gelbe Tapetenanstrich wirke freundlich auf ihn. Mustafa kommt erst seit vorigen November regelmäßig nach Falkensee: „Ich wusste vorher nicht, dass es so einen Treffpunkt gibt. In Nauen haben wir Projekte wie den Nachbarschaftgarten, aber keine so große Initiative wie in Falkensee.“

Aktive Willkommensinitiative

Mittlerweile seien mehr als 300 Personen ehrenamtlich für WiF im Einsatz. Einige davon sind selber Geflüchtete, die nun eigene Kurse anbieten. Christoph Böhmer von WiF sagt: „Immer mehr Menschen geben das Wissen, das sie bei uns gesammelt haben, nun weiter.“ Auch Mustafa möchte später einmal mit seinen Deutschkenntnissen anderen helfen. Wenn er den Sprachkurs abgeschlossen hat und seine Arbeit aufnehmen kann, soll es losgehen. Ein Arbeitsangebot als Sprachübermittler habe er bereits.

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Die Stühle werden aus dem Haus Bahnhofstraße 80 in das Haus Bahnhofstraße 84 getragen. Kathleen Kunath leitet die Helfer an. Auch Bürgermeister Müller ist tatkräftig dabei.

Die Stühle werden aus dem Haus Bahnhofstraße 80 in das Haus Bahnhofstraße 84 getragen. Kathleen Kunath leitet die Helfer an. Auch Bürgermeister Müller ist tatkräftig dabei.

Als alle Stühle herein getragen sind, ergreift Bürgermeister Müller das Wort: Er sei froh, dass es die Initiative Willkommen in Falkensee gebe. Aber auch diese neuen Räume seien nur eine Zwischenlösung. Sobald die alte Stadthalle abgerissen ist, würde dort ein neues Gebäude gebaut. Die Initiative könnte dort Räume bekommen, die zum Gutspark hin ausgerichtet seien. Die Platzsituation wäre dann besser und für größere Veranstaltungen sei dann auch eine Lösung zu finden.

Die Anwesenden sind sehr froh das zu hören, bringt diese Aussage doch Sicherheit für die Zukunft. Und auch wenn das frühestens im Jahr 2023 so weit sein könnte, stimmt diese Aussicht Kunath positiv. Wenn es so weit käme, „dann wäre Willkommen in Falkensee richtig angekommen“, sagt sie.

Von Vivien Tharun

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