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Falkensee

Woidke plädiert für Nordumfahrung

Fragen zum Verkehr? Neben dem Ministerpräsidenten ist da auch die Verkehrsministerin gefragt.

Fragen zum Verkehr? Neben dem Ministerpräsidenten ist da auch die Verkehrsministerin gefragt.

Falkensee.Mit einem lokalen Reizthema legte Ministerpräsident Dietmar Woidke beim Falkenseer Bürgerdialog los: Allerdings sagte er gleich, das sei seine persönliche Meinung: „In Falkensee muss es eine Umgehungsstraße geben.“ Egal, ob man sie nun Nordumfahrung nenne oder anders.

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Minister in Falkensee

Genau die hatte ein älterer Falkenseer beim Bürgerdialog gefordert. Zu der Gesprächsrunde in der Stadthalle am Montagabend war von der Landesregierung eingeladen worden. Dietmar Woidke (SPD) wurde von seinen Parteikollegen Verkehrsministerin Kathrin Schneider und Innenminister Karl-Heinz Schröter verstärkt.

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Zuhören und Antworten – so das Konzept dieser Gesprächsreihe. In Falkensee waren mit knapp 90 Zuhörern nicht allzu viele Havelländer gekommen. Die da waren, erwiesen sich allerdings als ausgesprochen neugierig und fragefreudig, so dass eine lebendige Gesprächsrunde ohne Pausen zustande kam.

Gefährliche Radwege

Die Vertreter der Regierung hielten keine langen Vorträge. Nach einer kurzen Begrüßung durch Dietmar Woidke und den Falkenseer Bürgermeister Heiko Müller (SPD) ging der Dialog sofort los.

Die erste Frage kam von Nadja Lüders, sie bezeichnete sich als Fahrrad-Bahn-Pendlerin und kritisierte den Zustand vieler Radfahrmöglichkeiten. Sie nannte da besonders die Hansastraße und die Falkenhagener Straße als „extrem gefährlich“.

Dem schloss sich auch Peter Kissing an: Die Falkenhagener Straße und in der Verlängerung die Nauener Straße sind eine Landesstraße: „Ich erwarte vom Land, dass Sie da einen Radweg bauen“, forderte er.

Land gefordert

Während der Ministerpräsident daraufhin allgemein davon sprach, dass in dem Bereich Radverkehr mehr investiert werden müsse, zeigte Bürgermeister Heiko Müller der Verkehrsministerin Kathrin Schneider auf einer Landkarte, um welche Straße in Falkensee es genau ging.

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Die Fachfrau erhielt dann auch das Mikro, um Woidkes Antwort zu ergänzen: Auch sie sprach von den Millionen, die in die Radinfrastruktur fließen. Sagte aber mit Blick auf den konkreten Fall: „Wir müssen die Falkenhagener Straße in Angriff nehmen“ und nicht warten, ob und wann eine Nordumfahrung komme.

Zu E-Mobilität und Zugverkehr

Zum Radverkehr gab es an diesem Abend noch mehrere Fragen. Verkehr spielte überhaupt eine große Rolle: seien es der Ausbau des Havelländer Weges, der ÖPNV, die E-Mobilität oder der Zugverkehr.

Altanschließer fragen

Wenn es nicht um den Verkehr ging, dann ging es um das Geld. Da gab es die Fragen zu Altanschließern und zu Straßenausbaubeiträgen. An dieser Stelle der wiederholte Versuch von Politikern, den Unterschied zwischen Ausbaurecht und Erschließungsrecht im Straßenbau zu erklären, zwischen Landes- und Bundesrecht.

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Geld für Vereine

Um Geld ging es auch Torsten Bathmann. Der Vorsitzende vom Förderverein des Falkenseer Museums wollte gern attraktive Fördermittelprogramme für Kultureinrichtungen. Carsten Klinke vom TSV nutzte die Gunst der Stunde, um öffentlich um Hilfe aus Potsdam zu bitten: Er bat um wohlwollende Prüfung eines Antrages auf Unterstützung, damit Falkenseer Turner an der Weltgymnaestrada in Wien teilnehmen können. Woidke lobte das ehrenamtliche Engagement in diesem Verein wie in vielen anderen und versprach zumindest: „Wir werden noch mal schauen.“

Ost-West-Gefälle

Irgendwie um Geld ging es auch dem Falkenseer Thomas Fischer. Er schilderte emotional seine persönliche Situation, ärgerte sich, dass im Osten vieles teurer wäre als im Westen, hier aber weniger Gehälter gezahlt werden und die Renten geringer seien.

Junge Leute fragen

Mietenwahnsinn, Geo-Energienutzung, Ehrenzeichen für DRK-Mitglieder – die Fragepalette war bunt. Jonathan Manti vom Falkenseer Jugendbeirat berichtete von guten Ansätzen der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Falkensee, auch im Landkreis. Nun wollte er vom Ministerpräsidenten wissen, wie es auf Landesebene aussieht. Das war offensichtlich ein Thema, in dem der Regierungschef nicht so sattelfest war. Er ließ seinen Staatssekretär antworten, der immerhin sagte, dass das Thema wichtig sei.

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Überzeugt hat das die jungen Leute aus Falkensee nicht. Sie fanden im Anschluss an den Bürgerdialog die Antworten dann doch mitunter ganz schön unkonkret und verschwommen.

Von Marlies Schnaibel

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