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Streit um Sorgerecht in Rathenow (Havelland)

Fall Daria: Gericht lässt Kind beim Vater

Zur Demonstration vor dem havelländischen Jugendamt hatten sich immerhin noch etwa 30 Personen eingefunden.

Zur Demonstration vor dem havelländischen Jugendamt hatten sich immerhin noch etwa 30 Personen eingefunden.

Rathenow/Brandenburg.So groß, wie die Demonstration vor dem Rathenower Jugendamt Ende Januar, war der Aufmarsch vor dem Oberlandesgericht in Brandenburg an der Havel nicht. Der Fall der kleinen Daria wurde am Dienstag einmal mehr im Gerichtssaal aufgerollt. Kern der Auseinandersetzung: Mutter Kristina Becker will das Sorgerecht für die Tochter haben.

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Entscheidung wurde bestätigt

Doch das Oberlandesgericht bestätigte letztendlich die Entscheidung des Jugendamtes Havelland und die Beschlüsse von Gerichten aus anderen Instanzen. Das Sorgerecht für Daria bleibt beim Vater, Daria war zuletzt auf Wunsch des Erziehungsberechtigten in einem Kinder- und Jugendheim des Kreises untergebracht.

Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Mitarbeiter

Kristina Becker war deshalb schlecht auf die Mitarbeiter im havelländischen Jugendamt zu sprechen. Ohne sie zu informieren, sei das Kind wieder in ein Heim gegeben worden, sagt sie. Zuletzt hat Kristina Becker in einem Brief an die Kreisverwaltung Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Mitarbeiterinnen erhoben, die mit dem Fall befasst sind.

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Kristina Becker will das Sorgerecht für ihre Tochter.

Kristina Becker will das Sorgerecht für ihre Tochter.

Zudem fordert sie die Suspendierung von Jugendamtsleiterin Sabine Ziemer. Kristine Becker betont nach wie vor, das Sorgerecht für Daria sei ihr unberechtigt entzogen worden.

Vom OLG bestätigt

Allerdings ist dieser Sorgerechtsbeschluss des Amtsgerichtes Rathenow von anderen Justizinstanzen – nun auch vom Oberlandesgericht – bestätigt worden. Der Hauptvorwurf von Kristina Becker bezieht sich darauf, dass das Jugendamt Daria zunächst beim Vater belassen habe, obwohl der selbst beim Jugendamt angezeigt hatte, er fühle sich mit der Erziehung seiner Tochter überfordert – so beschreibt es Kristina Becker in ihrer Beschwerde.

Verhandlung war nichtöffentlich

Die Verhandlung vor dem Oberlandesgericht in Brandenburg war nichtöffentlich. Draußen wollte der Journalist Johannes Schumacher – wie kürzlich vor dem Jugendamt des Kreises – mit Eltern aus ganz Deutschland, die Ähnliches erleben, demonstrieren. Allerdings hat sich nicht mehr als eine Hand voll Interessenten zu der Kundgebung eingefunden.

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Strenger Datenschutz

Die Kreisverwaltung Havelland gibt keine Details zur Akte der kleinen Daria preis, da diese Inhalte strengen Datenschutzauflagen unterliegen. Kreissozialdezernent Wolfgang Gall hat zuletzt in dem Zusammenhang darauf verwiesen, dass die Angelegenheit ein Fall für die Justiz sei und die Gerichte die Vorgehensweise des Jugendamtes in der Sache bis dahin in den Urteilen stützen.

Von Joachim Wilisch

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