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Elstal

Für 150 000 Euro Müll entsorgt

Noch ist vom Bahn-Technologie-Campus auf dem alten Rangierbahnhof nicht viel zu sehen, derzeit wird das Gelände erschlossen.

Noch ist vom Bahn-Technologie-Campus auf dem alten Rangierbahnhof nicht viel zu sehen, derzeit wird das Gelände erschlossen.

Elstal.Auf dem Gelände des künftigen Bahn-Technologie-Campus Havelland (BTC), dem früheren Rangierbahnhof Elstal, arbeiten die Bagger derzeit auf Hochtouren. „Wir sind gerade dabei, rund elf Kilometer alte Schienen entfernen zu lassen“, erklärte BTC-Geschäftsführer Andreas Guttschau. Gleichzeitig wurden Sträucher, Büsche und kleine Bäume geschnitten, die das Areal rund um den historischen Wasserturm in den vergangenen 20 Jahren zugewuchert hatten.

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Künftig sollen sich auf dem Gelände bahnaffine Unternehmen und Forschungseinrichtungen ansiedeln. Über den aktuellen Stand des Projektes informierte sich am Donnerstag die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Petra Pau (Die Linke). Andreas Gutschau führte sie über das Gelände, erklärte das Konzept und verwies auf die Herausforderungen, die sich bei der Erschließung des alten Rangierbahnhofes ergeben. „Wir mussten allein für rund 150 000 Euro Müll entsorgen, weil hier alles Mögliche abgeladen wurde“, sagte er. Bei jedem Spatenstich würden die Mitarbeiter der beauftragten Firmen etwas Neues entdecken. Da das Gelände bereits zu Dampflokzeiten in Betrieb war, wisse niemand, was als nächstes ans Tageslicht befördert wird. Sobald alle Schienen entfernt wurden, soll mit dem Abriss der nicht unter Denkmalschutz stehenden Gebäude begonnen werden. Derzeit laufen dafür die Ausschreibungen. „Das sind dann vor allem alte Baracken und Schuppen,“, so Guttschau. Die Kosten für den Abriss sollen sich auf bis zu 700 000 Euro belaufen. Mit den Abrissarbeiten könne noch im März und April begonnen werden. Danach soll es auf dem Gelände zunächst etwa ruhiger zugehen.

„Parallel läuft das Planfeststellungsverfahren. In dieser Zeit dürfen keine wertverändernden Maßnahmen durchgeführt werden“, so Guttschau. Die Planungen laufen allerdings weiter. So geht der BTC-Geschäftsführer davon aus, dass bereits in der zweiten Hälfte diesen Jahres mit den Baumaßnahmen zur weiteren Erschließung des alten Rangierbahnhofes begonnen werden kann. Geplant ist neben einem neuen Gleisanschuss auch eine Straße parallel zur Bahnhofstraße. Diese Maßnahmen seien nötig, um die Attraktivität für bahnaffine Unternehmen zu erhöhen. „Nach der Erschließung verfügt jedes Grundstück über einen Straßen- und Gleisanschluss, was in diesem Sektor unerlässlich ist“, so Guttschau. Es höre sich alles leicht an, sei aber noch eine Menge Arbeit, so der Geschäftsführer.

Parallel arbeitet das Team der BTC-GmbH weiter an den Wissenschaftsthemen. „Das Gelände zu gestalten, ist die eine Sache, es auch mit Leben zu füllen, eine andere“, so Guttschau. Daher soll die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften ein zentrales Element des künftigen Bahn-Technologie-Campus werden. „Schon jetzt ist die Technische Universität Berlin häufig hier, allerdings fehlen ihnen hier Räume, in denen sie ihre Versuche auswerten können“, so Guttschau. Daher soll auf dem Bahn-Technologie-Campus nach Möglichkeit auch ein Hörsaal entstehen. Bis es soweit ist, wird es aber noch etwas dauern. „Ich gehe davon aus, dass wir Ende 2019 mit der Erschließung des Geländes fertig sein werden“, so Guttschau.

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Bei Petra Pau stieß das Projekt auf großes Interesse. „Ich komme ja aus der Innenpolitik und da sind auch Themen wie Digitalisierung und eine kritische Infrastruktur wichtige Faktoren“, sagte sie. In zwei Jahren wolle sie noch einmal vorbeikommen, um sich über den Fortschritt des Projektes zu informieren.

Von Danilo Hafer

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