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Ketzin

Neuer Hermes-Standort in Ketzin ist am Netz

Derzeit sortieren die Mitarbiter am neuen Hermes-Standort in Etzin rund 190 000 Sendungen pro Tag.

Derzeit sortieren die Mitarbiter am neuen Hermes-Standort in Etzin rund 190 000 Sendungen pro Tag.

Ketzin/Havel. Über 190 000 Pakete werden täglich im neuen Logistikzentrum von Hermes im Gewerbegebiet Etzin sortiert und verteilt. Seit November wurde der Standort nach und nach in Betrieb genommen, am Donnerstag folgte die offizielle Eröffnung mit Gästen aus Politik und Wirtschaft. „Unser Ziel sind 250 000 Sendungen pro Tag bis Ende des Jahres und perspektivisch eine Erhöhung der Kapazitäten auf 300 000 Pakete“, sagte Areal-Manager Thomas Wirth. Trotz dieser Größenordnungen sei sich der Paketdienst seiner Rolle als Unternehmen in der Region bewusst.

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Hermes möchte Umgehungsstraße finanziell fördern

So engagiert sich Hermes bereits bei verschiedenen Aktivitäten und Veranstaltungen in der Stadt Ketzin. Und auch die angespannte verkehrliche Situation ist ein Thema. „Wir werden alle Körperschaften, die eine Umgehungsstraße fordern, unterstützen und dies nicht zuletzt auch finanziell“, sagte Thomas Horst, Managing Director Sales.

Bis zu 200 Lkw pro Tag

Bei voller Auslastung zählt der neue Standort etwa 200 An- und Abfahrten von Lkw pro Tag. Dies ist, vor allem für die auf dem Weg zur Bundesstraße fünf gelegenen Orte, wie etwa Wernitz, eine große Belastung. Denn neben den Hermesfahrzeugen nutzen auch die Lkw des Fahrzeuglogistikers Mosolf diese Straßen.

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Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft nahmen an der Eröffnungsfeier teil.

Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft nahmen an der Eröffnungsfeier teil.

Auf eine schnelle Entlastung hofft daher auch Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP). „Es wird am Montag wieder Gespräche mit der Gemeinsamen Landesplanung in Potsdam geben, wo wir unsere neuen Vorschläge zur Umsetzung einer Umgehungsstraße unterbreiten wollen“, so Lück. Um die Anforderungen für eine solche Lösung zu erfüllen, muss das gesamte Gewerbegebiet eine Fläche von 200 Hektar umfassen.

Gewerbegebiet soll erweitert werden

Das bestehende Gebiet soll daher nun südlich und nördlich entsprechend erweitert werden. „Ich rechne nicht damit, dass man uns am Montag sagt, ob es machbar ist oder nicht, aber langsam läuft uns die Zeit davon“, so Lück. Denn ein Förderprogramm, mit dem fast 90 Prozent der Kosten abgedeckt werden könnten, läuft 2020 aus. „Wenn wir bei einem acht Millionen Euro teuren Vorhaben nur zehn Prozent davon bezahlen müssten, wäre das super“, so der Bürgermeister.

Der neue Standort kostete rund 53 Millionen Euro. Bei Führungen konnten sich die Gäste einen Eindruck am Sortierprozess verschaffen.

Der neue Standort kostete rund 53 Millionen Euro. Bei Führungen konnten sich die Gäste einen Eindruck am Sortierprozess verschaffen.

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Neben einer Umgehungsstraße gehören seiner Ansicht nach aber auch ein Radwegenetz sowie ein entsprechender öffentlicher Personennahverkehr zu einer guten und wünschenswerten Infrastruktur, die von den Mitarbeitern genutzt werden kann. „Von Vorteil wäre eine Bushaltestelle direkt vor dem Logistikzentrum“, so Lück.

Standort mit 222 Mitarbeitern

Derzeit beschäftigt Hermes an seinem neuen Standort 222 Mitarbeiter, davon 54 Frauen. Zwischen 50 und 60 Mitarbeiter werden pro Schicht benötigt. Manpower braucht es vor allem beim Be- und Entladen der Lkw und dem Überwachen der Sortieranlage. Die funktioniert zwar vollautomatisch, hin und wieder sind jedoch Strichcodes nicht mehr lesbar, dann springt der Mensch ein.

In der Halle laufen zwei Hauptsortierbänder gleichzeitig. Sollte eines ausfallen, kann das andere den Betrieb aufrechterhalten. Der gesamte Prozess wird von einer hochmodernen Leitstelle aus überwacht.

Ketzin ist einer von neun neuen Standorten

Gebaut wurde der neue Standort in nur knapp einem Jahr Bauzeit. Spatenstich war Mitte Dezember 2016. Der Logistiker entschied sich dazu, die Bauzeit um drei Monte zu verkürzen, um bereits zum Weihnachtsgeschäft 2017 in Betrieb gehen zu können. Der Standort in Etzin ist eines von neun neuen Logistikzentren, das der Paketdienst in den kommenden Jahren deutschlandweit eröffnen will.

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Von Danilo Hafer

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