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Umwelt

Vom Treckerreifen bis zum Hausmüll

Müll, wohin das Auge schaut. Auch Landes- und Kreispolitiker wie Barbara Richstein (CDU) und Harald Petzold (Linke) machten sich in Alt-Brieselang ein Bild vom Sammelergebnis.

Müll, wohin das Auge schaut. Auch Landes- und Kreispolitiker wie Barbara Richstein (CDU) und Harald Petzold (Linke) machten sich in Alt-Brieselang ein Bild vom Sammelergebnis.

Havelland. Wie wichtig die alljährliche Müllsammelaktion des Jagdverbandes Nauen ist, zeigte sich auch in diesem Jahr wieder. So holten die rund 200 Teilnehmer – Jäger und ihre Familienangehörigen – Unmengen von Unrat aus den Wäldern im Osthavelland.

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„Wir schütteln jedes Jahr den Kopf über das, was dort zusammen kommt“, sagte Detlef Rachmatulla vom Jagdverband, der die Aktion organisiert. In diesem Jahr sei es im Bereich Brieselang besonders heftig gewesen. „Da haben wir einen Container mit 25 Kubikmeter stehen und der ist randvoll.“

„So etwas hatten wir lange nicht“

Allein 53 Autoreifen sowie einer vom Traktor wurden gesammelt sowie große Mengen Pappe und Farbgebinde. All das fand sich an Straßenrändern und im Wald. „So etwas hatten wir lange nicht“, so Rachmatulla, der den genauen Überblick über den gesammelten Müll erst am Montag haben wird.

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An insgesamt zwölf Standorten zwischen Friesack, Börnicke, Wachow und Wustermark waren an diesem Wochenende Container aufgestellt. „Die Aktion hat mittlerweile eine lange Tradition, sie wurde bereits zum 21. Mal durchgeführt“, sagte Verbandsvorsitzender Frank Wilke.

Müll ist Gefahr für die Wildtiere

Vor allem zwei Gründe sind es, die die Jäger dazu veranlassen, einmal im Jahr in der Natur Großreine zu machen. „Ich kann mich einfach nicht auf einen Hochsitz begeben, wo die Landschaft drumherum verdreckt ist“, sagt Wilke. Zum anderen sei der Müll auch eine Gefahr für die Wildtiere. „Die können sich beispielsweise in umherliegenden Strippen verheddern, fressen Plastikfolie oder treten sich Glasscherben ein“, so der Verbandsvorsitzende.

Weniger Autobatterien, mehr gewerblicher Abfall

Als positiv bezeichnet er es, dass im Laufe der Zeit die Zahl der gefundenen Autobatterien deutlich zurückgegangen ist. „Ebenso haben wir einen rückläufigen Trend beim Schrott zu verzeichnen“, sagte Wilke. Hingegen nimmt die Entsorgung von gewerblichem Abfall zu. „Das stellen wir vor allem im autobahnnahen Bereich bei Brieselang und Wustermark fest. Da wird mal schnell der Müll einer Kleinbaustelle entsorgt.“

Und auch die Zahl der gefundenen Autoreifen bleibt unverändert hoch. So waren es im vergangen Jahr 152 und seit Beginn der Müllsammelaktionen vor 20 Jahren sind es mehr als 2500. Zudem geht Wilke davon aus, dass die Menge an Hausmüll von 2017 in Höhe von 132 Kubikmeter diesmal in etwa genauso hoch sein wird.

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Dank an die HAW

Sein Dank richtet sich an den Landkreis und an die Havelländische Abfallwirtschaftsgesellschaft (HAW), die die Container bereit stellte. „Ohne deren Unterstützung hätten wir die Aktion nicht durchführen können.“

Von Andreas Kaatz

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