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Rathenow

Geschenke aus Gambia für den Stadtgarten

Die Stinknormalen Superhelden PanthaLong (l.) und Rumpel Kalle werben mit Elke Dartsch für das Fest der Menschlichkeit.

Die Stinknormalen Superhelden PanthaLong (l.) und Rumpel Kalle werben mit Elke Dartsch für das Fest der Menschlichkeit.

Rathenow. In den letzten zwei Jahren haben die Rathenower mehrfach Menschen in Gambia mit Spenden unterstützt und unter anderem dazu beigetragen, dass in Kitty und anderen Dörfern heute Obst und Gemüse in Gemeinschaftsgärten geerntet werden.

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Dafür bedanken sich die Menschen aus Kitty nun bei ihren Unterstützern mit einem Geschenk: Pflanzen und Samen aus dem Garten in Afrika für ein Gambia-Beet in Rathenow. Bittertomaten, Erdnüssen, Süßkartoffeln, Luffa und einiges mehr sollen am Samstag um 11 Uhr feierlich im Stadtgarten in die Erde gebracht werden.

Bei der Bepflanzung des Beets hilft auch Kerstin Gebhardt mit. Sie ist die Vorsitzende des Vereins Hand in Hand, der die Hilfe für Gambia organisiert. „Wir haben Pflanzen ausgesucht, die auch im Havelland gedeihen können“, erklärt Gebhardt, die Dank ihres Studiums der Agrarwissenschaft auf fundiertes Fachwissen zurückgreifen kann.

Frauen arbeiten Hand in Hand im Gemeinschaftsgarten in Kitty. Aufgebaut wurde dieser Dank der Geld- und Sachspenden zahlreicher Havelländer.

Frauen arbeiten Hand in Hand im Gemeinschaftsgarten in Kitty. Aufgebaut wurde dieser Dank der Geld- und Sachspenden zahlreicher Havelländer.

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Anders als der Stadtgarten in Rathenow sind die Gärten in Gambia für die Familien vor Ort existenziell. Dank Solartechnik und Bewässerung können sie dort nicht nur Obst und Gemüse für den eigenen Bedarf anbauen.

Der Verkauf der Ernte gibt ihnen außerdem die Möglichkeit, sich aus eigener Kraft ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Zum anderen sind die Gärten längst zum Lebensmittelpunkt für die Dorfbevölkerung geworden.

Hier treffen sich die Frauen zum Gießen und Plaudern, hier wird die Gemeinschaft gepflegt. Genau das wünscht sich Elke Dartsch auch für den Stadtgarten in Rathenow, den die Stinknormalen Superhelden mit weiteren Helfern im vergangenen Jahr auf dem Weinberg angelegt haben.

Fest der Menschlichkeit im Jugendhaus Oase

"Dieser öffentliche Garten, in dem jeder säen, pflegen und ernten kann soll zu einem Ort der Begegnung werden", betont Elke Dartsch. Sie ist die Schnittstelle zwischen Rathenow, dem Verein Hand in Hand und Gambia und begeistert die Havelländer immer wieder aufs Neue mit Hilfsprojekten.

Genau das möchte sie auch am Samstag wieder tun. Dann lädt Elke Dartsch alle Rathenower um 14 Uhr zu einem Fest der Menschlichkeit im Jugendhaus Oase ein. Dabei geht es dieses Mal nicht, um eine neue Hilfsaktion, sondern um das Miteinander in Rathenow.

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"Die vielen Helfer aus dem Bereich der Optik, die unserem Aufruf folgten und Geräte für eine Augenklinik in Gambia spendeten, kennen sich alle. Sie leben in einer Stadt und haben sich trotzdem seit 20 Jahren nicht gesehen. Zum Fest der Menschlichkeit bringen wir sie und alle anderen, die dabei sein wollen, zusammen ", verrät Elke Dartsch.

Der Stadtgarten soll die Menschen zusammenbringen

Sie hat das Gefühl, dass viele es verlernt haben, aufeinander zuzugehen und miteinander zu reden. „Die Menschen gehen sich eher aus dem Weg, statt miteinander ins Gespräch zu kommen. Das gilt insbesondere dann, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind. Ich wünsche mir, dass der Stadtgarten als verbindendes Element das Miteinander in unserer Stadt belebt und das Fest der Menschlichkeit soll dazu den Auftakt bilden“, sagt Elke Dartsch.

Sie selbst und auch andere machen genau das bereits vor. In ihrer Freizeit ziehen sie die Arbeitshandschuhe an schnappen sich Hacke und Harke und bearbeiten die Beete im Stadtgarten. Auch alle anderen Rathenower sind eingeladen, mitzumachen.

Wenn die Pflanzen aus Gambia Früchte tragen, ist das nicht nur ein Symbol der Verbundenheit mit Kitty. Es zeigt auch, dass Rathenower gemeinsam anpacken und füreinander da sind. Genau das haben sich die Stinknormalen Superhelden gewünscht, als sie den Stadtgarten eröffneten.

Das Fest der Menschlichkeit beginnt am Samstag um 14 Uhr an der Oase in der Bergstraße. Alle sind dazu eingeladen. Statt eines Programms gibt es ein großes Buffet, dass jeder Gast bereichert. Das Gambia-Beet wird bereits um 11 Uhr im Stadtgarten eröffnet.

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Von Christin Schmidt

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