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Nennhausen

IHK Potsdam zeichnet Schülerpraktikanten aus

Chantal Dombrowski von der Duncker-Oberschule Rathenow als Schülerpraktikantin in der Kita „Regenbogen“ bei der Arbeit mit Kindern.

Chantal Dombrowski von der Duncker-Oberschule Rathenow als Schülerpraktikantin in der Kita „Regenbogen“ bei der Arbeit mit Kindern.

Nennhausen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam hat in der Orangerie von Schloss Nennhausen ihren Schülerwettbewerb „#nachgefragt“ ausgewertet. Beurteilt werden die Berichte von Schülern über ihre Betriebspraktika. Der Leistungsvergleich fand zum zweiten Mal statt. Auswertungsgebiete sind vier Landkreise und zwei kreisfreie Städte.

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Den Auftakt der Auszeichnungsveranstaltungen gab es am Dienstagnachmittag für den Landkreis Havelland in Nennhausen. Wie Kathrin Fredrich, Leiterin des IHK-Regionalcenters Brandenburg a.d.H./Havelland, mitteilte, waren hier 55 Praktikumsberichte von sieben Schulen eingereicht worden. Es seien viele sehr gute Beiträge dabei gewesen, sagte sie. Es sei der Jury nicht leicht gefallen, die Platzierungen festzulegen.

Als Anreiz hatte die IHK für die Plätze 1 bis 3 attraktive Preise ausgelobt: Ein Zehn-Zoll-Tablet, Kopfhörer und ein Gutschein über 100 Euro. Spitzenreiter bei der Preisvergabe war die Gesamtschule Immanuel Kant in Falkensee mit vier Nennungen, zweimal dabei war das Vicco-von-Bülow-Gymnasium in Falkensee, je einmal Gesamtschule Bruno H. Bürgel und die Duncker-Oberschule in Rathenow.

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Die bei den Praktikumsbetrieben vertretenen Branchen waren sehr verschieden. Es ging von der Landwirtschaft und einem Metallberuf über ein Sportgeschäft, Kochtätigkeit, eine Kindertagesstätte bis hin zum Einblick in den Programmierer- oder Lehrerberuf.

Zum Praktikum in der Kita „Regenbogen“

Eine der Auszeichnungen erhielt die 15-jährige Chantal Dombrowski aus Rathenow, 9. Klasse der Duncker-Oberschule. Sie macht ihr Praktikum in der Rathenower Kita „Regenbogen“. Sie war dort in der Vorschulgruppe mit 28 Kindern eingesetzt, die von den Erzieherinnen Sigrid Becker und Romana Tominski betreut wird. So wie es die Wettbewerbsvorgaben vorsahen, musste Chantal in ihrem Beitrag zunächst ihre Erwartungen an das Praktikum, den Betrieb, das Berufsbild und Berichte über ihre Tätigkeiten aufschreiben. Das hatte naturgemäß sachlich zu geschehen. So wie den anderen Teilnehmern auch blieb ihr etwas mehr gestalterischer Spielraum bei ihrem persönlichen Fazit für das Praktikum.

„Ich habe einen super Einblick in den Beruf und den Alltag einer Erzieherin bekommen“, hat sie notiert: „Erzieher erforschen und entwickeln Persönlichkeiten und brauchen dabei starke Nerven. Vor allem darf die Fantasie nicht einrosten, denn miteinander spielen, basteln, backen darf auf keinen Fall zu kurz kommen.“ Als Praktikantin werde sie von den Erzieherinnen respektiert. Das gefalle ihr sehr und die Arbeit mache ihr Spaß.

Die Duncker-Oberschule hat ein völlig anderes Konzept für Schülerpraktika als andere Schulen. Es ist normalerweise üblich, dass Schülerpraktikanten einzelne Tage oder Wochen in den Betrieben sind. Bei der Duncker-Oberschule sind die Mädchen und Jungen der 8. Klassen das ganze Schuljahr über einen Tag pro Woche und der 9. Klassen sogar zwei Tage pro Woche in den Betrieben.

Preisträger und Jury

1. Platz: Sven Florian Burger, Gesamtschule Immanuel Kant, Falkensee.

2. Platz: Tim Phillip Piek, Vicco-von-Bülow-Gymnasium, Falkensee.

3. Platz: Matti Felix Pollak, Gesamtschule Bruno H. Bürgel in Rathenow.

Plätze 4 bis 8: Justin Fuhrmann, Jarek von Helmolt, Tim Werk (alle Gesamtschule Immanuel Kant, Falkensee), Lea Jolina Henseleit (Vicco-von-Bülow-Gymnasium, Falkensee), Chantal Dombrowski (Oberschule J.H.A. Duncker, Rathenow).

Jury: Kathrin Fredrich (IHK), Ute Westphal (Arbeitsagentur), Elke Nermerich, Stephan Borchert (beide Landkreis), Claudia Seeligmann (Kreishandwerkerschaft), Denis Mai, Gundula Fehmer, Cordula Schmude (alle aus der freien Wirtschaft).

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„Chantal war sehr ruhig, als sie zu uns kam“, sagt Andrea Schmeier, die Leiterin der Kita Regenbogen. „Nach einiger Zeit haben wir entdeckt, dass sie eine große künstlerisch Begabung hat. Wir mögen Chantal sehr und die Kinder mögen sie auch.“ Als bekannt geworden sei, dass sie eine Auszeichnung erhalten soll, hätten sich alle in der Kita sehr gefreut.

In der 8. Klasse hatte Chantal ein Schülerpraktikum im Einzelhandel gemacht, das war nicht so ihr Ding. Sie hat sich nun entschieden, im Landkreis eine Ausbildung zur Sozialassistentin zu machen und will danach Erzieherin werden. „Es ist schön, wenn die Kinder sich freuen, mich zu sehen und wenn sie mit mir spielen wollen“, erzählt sie, „da merke ich, dass sie mir vertrauen.“

Von Bernd Geske

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