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Rathenow

Madendoktor steht vor Auftritt im Regen

Die Rathenowerin Jana Rudolf präsentiert stolz ihr Tattoo: Eine Fledermaus gezeichnet von Benecke.

Die Rathenowerin Jana Rudolf präsentiert stolz ihr Tattoo: Eine Fledermaus gezeichnet von Benecke.

Rathenow. Viele kennen ihn als den „Madendoktor“. Als solcher hat Kriminalbiologe Mark Benecke längst auch im Havelland einen großen Fankreis. Das wurde am Samstagabend im Rathenower Kulturzentrum deutlich.

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Bereits seit Mitte der 2000er-Jahre ist er hier regelmäßig zu Gast und sorgte nun für ein ausverkauftes Haus mit dem Programm „Fälle am Rande des Möglichen“.

Video von skurriler Ankunft in Rathenow

Doch bevor er die Bühne betrat, stand Benecke erst einmal am Rathenower Bahnhof im Regen. Die Ankunft in der havelländischen Kreisstadt fand er so skurril, dass er sein Smartphone zückte und für seine Facebook-Freunde ein kleines Video drehte.

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Seit über 20 Jahren ist Mark Benecke, nach seinem Studium der Biologe und der Psychologie sowie rechtsmedizinischer Ausbildung, als Kriminalbiologe tätig. Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger wertet er biologische Spuren im Zusammenhang mit Todesfälle nach vermuteten Gewaltverbrechen aus.

Ebenfalls seit 20 Jahren veröffentlicht Benecke Bücher über Themen, die mit seiner Arbeit zu tun haben und seit 1999 ist regelmäßig Gast in Radio- und TV-Shows. Mit ungewöhnlichen, teils skurrilen Fällen aus seiner Tätigkeit schilderte der Kölner Kriminalbiologe dem Rathenower Publikum die Lösung kniffliger Mordfälle.

Brüste als Mordwaffe

Dabei beantwortete er unter anderem die Frage, ob eine Frau einen Mann nur mit ihren Brüsten ersticken und somit töten kann, wie in den USA vor sieben Jahren geschehen. Genau diese „schrägen“ Fälle wecken das Interesse Beneckes und fordern seinen Forscherdrang heraus.

„Unser Gehirn funktioniert so, dass der Mensch vor allem das sieht, was er erwartet. So können Zeugenaussagen wahr sein, spiegeln aber trotzdem nicht die volle Wahrheit wider. Es ist ein individuell gefärbter Ausschnitt der Wahrheit“, so Mark Benecke. „Wichtig ist nicht das Denken, sondern anfassen, sammeln, messen – das wissenschaftliche Auswerten und Hinterfragen vorhandener Spuren.“

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Fans machen Fotos mit Mark Benecke

„Benecke kann über zwei Stunden ohne Punkt und Komma reden. Die Show war unterhaltsam – einfach toll“, meinte Kathrin Großmann, die mit ihrem Ehemann vor zirka fünf Jahren schon eine Show in Brandenburg/Havel sah.

"Auf sehr unterhaltsame Art und Weise öffnet Benecke dem Zuschauer den Blick für das Ungewöhnliche hinter dem Erwarteten", ergänzt Ehemann Mike Großmann.

Beide Rathenower nahmen für ein Foto mit Mark Benecke vor der Show noch seine zwei „Haustiere“, etwa fünf Zentimeter große Madagaskar Fauchschaben auf die Hand.

Erst ein Tattoo, dann die Show

Fan Jana Rudolf ging noch einen Schritt weiter. „Über Facebook gab es die Möglichkeit für einen Zuschauer, sich vor der Show ein kleines Tattoo stechen zu lassen“, erzählt die Rathenowerin.

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Sie zögerte nicht und ließ sich von Beneckes Lebenspartnerin und Co-Autorin eines seiner Bücher, Ines Fischer, ein weiteres Tattoo auf den Unterarm stechen. Das Motiv: eine stilisierte Fledermaus nach Beneckes Zeichnung.

Nach der zweieinhalbstündigen Show gingen die Zuschauer nicht nur mit vielen neuen Erkenntnissen, wie dem Grundsatz „Glaube Keinem, nur den vorhandenen Spuren“, nach Hause.

Weitere Show in Falkensee geplant

Viele kauften am Büchertisch der Buchhandlung Tieke eines seiner vielen Bücher und ließen es sich an der Bühne signieren. Am Büchertisch gab es für jeden Zuschauer zudem das „Tatortskärtchen“ für alle Fälle und den Stempel nach der Zeichnung Beneckes einer Made als kleines kostenloses Mitbringsel.

Im nächsten Jahr ist ein weiterer Auftritt Mark Beneckes im Kulturzentrum geplant. Für diesen Termin gibt es auch schon eine Rathenowerin, die sich ein Tattoo nach einer Zeichnung von Benecke stechen lassen möchte.

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In diesem Jahr gastiert Mark Benecke, mit verschiedenen thematischen Programmen, unter anderem mehrmals in Berlin. Mit "Fälle am Rande des Möglichen" kann man ihn außerdem noch einmal am 30. März in der Stadthalle Falkensee erleben. Alle Termine sowie Beneckes Fälle findet man auf seiner Internetseite.

Von Uwe Hoffmann

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