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Rathenow

So feiert man Menschlichkeit

Rathenower gestalteten gemeinsam im und vor dem Jugendhaus Oase ein Fest der Menschlichkeit.

Rathenower gestalteten gemeinsam im und vor dem Jugendhaus Oase ein Fest der Menschlichkeit.

Rathenow. Menschlichkeit wird in der havelländischen Kreisstadt großgeschrieben. Das haben am Samstagnachmittag rund 300 Rathenower und ihre Gäste eindrücklich bewiesen.

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Sie alle waren Teil des Festes der Menschlichkeit, zu dem mehrere Vereine und zahlreiche engagierte Helfer eingeladen hatte. Im Jugendhaus Oase in der Bergstraße bereiteten sie gemeinsam ein großes Buffet vor, das jeder bereichern konnte. Allein rund 30 Kuchen standen hier am Ende zur Auswahl.

Auf dem Hof und auf dem Platz vor der Oase sprudelte es nur so vor Lebensfreude und guter Laune. Die Gäste plauderten miteinander, während die Kinder über den Rasen und auf dem großen Bubble-Ball-Feld tobten, sich beim Spiel ohne Grenzen vergnügten oder trommelten.

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Das Fest bot die perfekte Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen oder alte Bekanntschaften aufzufrischen. Genau so hatte es sich Elke Dartsch vom Sonnenkind Verein vorgestellt.

„Wir wollten keine perfekte Veranstaltung, sondern ein Fest, bei dem das Miteinander im Mittelpunkt steht und das die Menschen zusammenbringt. Ich denke, das ist uns gelungen“, stellte die Göttlinerin zufrieden fest.

Ihr ist es unter anderem zu verdanken, dass Rathenow seit gut zwei Jahren eine enge Verbindung zu dem Dorf Kitty in Gambia hat. Den Kontakt dorthin pflegt sie in enger Zusammenarbeit mit dem Verein „Hand in Hand“, der seit mittlerweile fünf Jahren besteht.

Pflanzen aus Kitty im Rathenower Stadtgarten

"Gefühlt unterstützt uns ganz Rathenow und dafür wollten wir uns heute einfach mal bedanken", erklärte die Vereinsvorsitzende Kerstin Gebhardt. Sie kam mit vier Mitstreitern nach Rathenow und hatte ein besonders nachhaltiges Geschenk für den Stadtgarten mitgebracht: Pflanzen aus dem Gemeinschaftsgarten in Kitty.

Bereits am Vormittag brachten Vereinsmitglieder und Unterstützer gemeinsam mit den Stinknormalen Superhelden Erdnüsse, Bananen, Bittertomaten und einiges mehr in die Erde.

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„Die stinknormale Möhre trifft auf die exotische Paprika aus Gambia. Ein Blick in den Stadtgarten lohnt sich nun gleich noch mehr“, bemerkte Superheld Katetschen Bernd begeistert. Er mischte sich am Nachmittag ohne Kostüm unter die Gäste und genoss die herzliche Atmosphäre.

1785 Euro für das Jugendhaus „Oase“

Für eine weitere Überraschung sorgte Sven Thiele. Der Unternehmer hatte anlässlich seines 50. Geburtstags auf Geschenke verzichtet und um Geldspenden gebeten, die er dem Jugendhaus Oase nun zur Verfügung stellte. Am Samstag brachte er einen Scheck über 1785 Euro mit.

„Wir haben meinen Geburtstag und unser Firmenjubiläum zum Anlass genommen, etwas für die Jugend in Rathenow zu tun. Die Oase leistet in diesem Bereich einen wichtigen Beitrag und das wollen wir gern unterstützen“, betonte Sven Thiele.

Viele Gäste nutzten den Nachmittag, um sich über weitere Projekte zu informieren. Unter anderem war der Verein Lotus International präsent, der seinen Sitz in Buschow hat und in erster Linie Hilfsprojekte in Sri Lanka unterstützt.

Ausstellung über Kitty im Rathenower Rathaus

Auch die Kinderstadt stellte sich vor. Und "Hand in Hand" hatte eine Fotoausstellung vorbereitet, die Einblicke in das Leben in Gambia und die verschiedenen Projekte dort gibt. Ab 3. Juli wird diese auch im Rathenower Rathaus zu sehen sein.

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Kitas und Schulen folgten dem Aufruf, sich mit dem Thema Menschlichkeit zu befassen. Ihre Arbeiten waren ebenfalls ausgestellt. Zudem waren alle Gäste eingeladen, zu notieren, was für sie Menschlichkeit bedeutet.

Die Gedanken dazu wurden an einer Pinnwand gesammelt, die zusammen mit den Arbeiten der Kinder und Jugendlichen am 31. August das Parkfest im Optikpark bereichern werden.

Von Christin Schmidt

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