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Rathenow

Traum verwirklicht: Gründer eröffnet Tattoo-Studio

Dennis Schattschneider hat in Rathenow ein Tattoo-Studio eröffnet.

Dennis Schattschneider hat in Rathenow ein Tattoo-Studio eröffnet.

Rathenow.Es kommt nicht oft vor, dass sich in dieser Branche jemand selbstständig macht. Dennis Schattschneider (30 Jahre) hat zum 1. April in der Semliner Straße 236 von Rathenow sein Tattoo-Studio „Running Needle“ eröffnet. Das Geschäft läuft gut. Er sagt: „Ich bin mit den ersten Wochen sehr zufrieden.“

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Ein Tattoo zu entwerfen und präzise in die Haut zu stechen, das ist eine anspruchsvolle Angelegenheit. Es scheint, als sei das schon immer die Bestimmung von Dennis Schattschneider gewesen. Schon als er in die Realschule Altstadt ging, habe er gern gezeichnet, berichtet er. In der Art von Comics seien seine Bilder gewesen. Ab seinem 18. Lebensjahr habe er dann den Wunsch in sich getragen, irgendwann ein Tattoo-Studio zu haben.

Es geht los. Dennis Schattschneider legt den Entwurf auf den Oberarm.

Es geht los. Dennis Schattschneider legt den Entwurf auf den Oberarm.

Nachdem er die Vision als Hartz-IV-Empfänger im Jobcenter vorgetragen hatte, fackelte man dort nicht lange und wies ihm den Weg zum Lotsendienst für Gründer im Landkreis Havelland. Wie Dennis Schattschneider erzählt, nahm er an einem Wochenseminar teil, erhielt Hilfe bei Erstellen eines Businessplans und bekam einen fachkundigen Berater an die Seite gestellt.

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„Früher bin ich in geschäftlichen Dingen ein bisschen unwissend gewesen“, teilt er mit. Die Zusammenarbeit mit dem Lotsendienst habe ihm sehr geholfen. Er wisse jetzt, worauf es beim Papierkram ankommt.

Von der Rückseite des Blattes werden die wichtigsten Linien auf die Haut übertragen. Totenfrau „La Catrina“ wird sichtbar.

Von der Rückseite des Blattes werden die wichtigsten Linien auf die Haut übertragen. Totenfrau „La Catrina“ wird sichtbar.

Ein Tattoo ist stets eine sehr individuelle Sache, berichtet er. Mal komme eine Kundin oder ein Kunde mit einer Idee und er setze diese in ein Bild um. Zu Beginn mache er ein Beratungsgespräch, sammle Ideen und Vorlagen und zeichne am Ende einen Entwurf. Gegenwärtig zeichnet er mit der Hand. Auf einem Tablet würde das schneller und besser gehen, räumt er ein. Doch am Anfang seines geschäftlichen Daseins finde er es angebracht, sparsam zu sein.

Was die Leute wollen, das könne „sehr, sehr unterschiedlich“ sein, hat er erfahren. Es können Porträts von realen Personen sein. Auch Fantasiebilder von Göttern, Fabelwesen oder Comicfiguren. Angesagt sei, ganze Hände zu verzieren oder die Finger derart mit Buchstaben zu tätowieren, dass sie Worte ergeben. Löwen, Wölfe, Totenköpfe. Anker, Kreuze, Flügel. Ein bisschen schaurig kann es schon werden. Coole Sprüche sind manchmal auch dabei.

Fingerspitzengefühl gefragt: Das Tattoo wird gestochen.

Fingerspitzengefühl gefragt: Das Tattoo wird gestochen.

Ist Einigkeit über den Entwurf hergestellt, kann gestochen werden. In den meisten Fällen komme er mit einer Sitzung aus, sagt Dennis Schattschneider. In zwei bis drei Stunden könne alles fertig sein. Als Nadeln und Spitzen verwendet er Einweg-Material. An Farben hält er ganze Paletten bereit. Zwei Tätowier-Maschinen besitzt er zurzeit und verrät, bald habe er mehr.

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Jessica Gebauer, eine Stammkundin, lässt sich gerade eine mexikanische Totenfrau „La Catrina“ auf den Oberarm stechen. „Was ich sage, setzt er um“, berichtet sie. Sie sei sehr zufrieden mit seiner Arbeit.

Nie wieder was anderes

Es sei faszinierend, ein Bild Stück für Stück in die Haut zu stechen und dann das fertige Bild zu begutachten, sagt Gründer Dennis Schattschneider und fasst zusammen: „Ich will gar nichts anderes mehr machen.“

Von Bernd Geske

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