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Rhinow

Flügelwesen in der Kita „Knirpsenstadt“

Die Kinder malen  mit Marina  Prüfer und Uwe Langer  Flügelwesen.

Die Kinder malen  mit Marina  Prüfer und Uwe Langer  Flügelwesen.

Rhinow.Die Vorbereitungen für eine besondere Ausstellung nehmen weiter Fahrt auf. „30 Jahre Mauerfall in der Kunst“ ist der Titel der Ausstellung, die Marina Prüfer in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren Ende Oktober im Kulturzentrum Rathenow zeigen wird. Ein musikalisch-kulturelles Programm wird die Ausstellungseröffnung begleiten. Die ersten Proben haben bereits stattgefunden.

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Marina Prüfer arbeitet seit 1986 in Berlin als freischaffende bildende Künstlerin. Ihre Kunstprojekte haben Gesellschaftsbezug. Als Erich Honecker und Erich Mielke der Prozess gemacht wurde, war sie als Gerichtszeichnerin dabei.

Auswahl für Rathenow

Eine Auswahl der Zeichnungen wird sie auch im Kulturzentrum ausstellen. Seit drei Jahren kommt sie regelmäßig mit Künstlern aus verschiedenen Bundesländern ins Ländchen Rhinow nach Kietz. Auf dem Pferdehof von Heike Welling haben sie schon mehrere Kunstprojekte realisiert und dabei zunehmend Kinder und Jugendliche aus der Region einbezogen.

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Dabei waren auch Kinder aus der Kita „Knirpsenstadt“ in Rhinow und Schülerinnen und Schüler der Bruno-H.-Bürgel-Schule in Rathenow. Diese Zusammenarbeit wird nun mit der Ausstellung im Kulturzentrum Rathenow fortgesetzt.

Die Kinder bei der Projektarbeit.

Die Kinder bei der Projektarbeit.

Die Kita-Kinder und die Bürgel-Schüler werden eigene Beiträge ausstellen und gemeinsam mit einem Orchester unter Leitung von Uwe Langer das Eröffnungsprogramm mitgestalten. Dafür besuchten Marina Prüfer und Uwe Langer nun die Kita „Knirpsenstadt“. Kann man Kinder in eine Ausstellung mit dem Thema „30 Jahre Mauerfall in der Kunst“ einbeziehen? Marina Prüfer sagt: „Ja“.

Bei dem Besuch in der Kita erzählte sie der ältesten Betreuungsgruppe „Rennmäuse“ das Märchen vom Flügelwesen von Luzius Rohner (Schweiz) . Zum Inhalt: In einem Land in dem die Menschen riesige Füße hatten ist einst ein Wesen geboren worden, mit kleinen Füßen und wunderschönen Flügeln, wie aus Transparentpapier.

Ins Land der Großköpfe

Die Menschen dort waren voller Neid und fingen an, dem Wesen Stücke aus den Flügeln zu reißen. Die Stücke jedoch wuchsen nach und das Wesen ging in das Land der Großköpfe.

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Die Köpfe der Menschen dort waren so groß, dass sie nicht durch die Bäume hindurch kamen. Das Flügelwesen gab ihnen einen Rat: sie sollten Brücken über die Bäume bauen. Bald schon schritten, fröhlich singend, alle Großköpfe über die neuen Brücken.

Doch dann kam der große Regen. Die Brücken wurden morsch, die Großköpfe fielen in die Zwischenräume und blieben stecken. Ähnlich erging es dem Flügelwesen in anderen Ländern und auf dem Mond. Bis ihm Ideen kamen.

Marina Prüfer hatte auch eine Puppenbühne mit Mauervorhang mitgebracht.

Marina Prüfer hatte auch eine Puppenbühne mit Mauervorhang mitgebracht.

Welche Ideen das sein könnten, damit die Menschen ohne Mauern von Land zu Land friedlicher zusammenleben, nicht streiten und sich gegenseitig helfen, das möchte Marina Prüfer mit den Kindern bei weiteren Treffen ausarbeiten.

Dazu wird eine Puppenbühne mit Mauervorhang aufgebaut. „Die Kinder sollen im Dialog lernen, Ideen zu entwickeln“, erklärt die Künstlerin. Am „Kennenlerntag“ malten die Kinder schon mal Bild von ihrem Flügelwesen.

Spaß mit Musik

Der Musiker Uwe Langer hatte seine Gitarre mitgebracht, auf der er Lieder spielte. Die Titel „Wenn der Topf aber nun ein Loch hat“ oder „Da steht ein Pferd auf dem Flur“ begeisterten die Kinder. Niemand blieb auf der Bank sitzen. Die Vorschulkinder der Gruppe „Rennmäuse“ sprangen im Rhythmus durch den Raum. Sie lachten und waren froh gelaunt – und die Kinder bekamen Lust auf mehr.

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Von Norbert Stein

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