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Falkensee

Saubermachen am Lindenweiher

Mit vereinten Kräften für ein sauberes Biotop: Der Verein Lindenweiher-Finkenkrug e.V. krempelt die Ärmel hoch.

Mit vereinten Kräften für ein sauberes Biotop: Der Verein Lindenweiher-Finkenkrug e.V. krempelt die Ärmel hoch.

Falkensee. Jetzt wird es aber höchste Eisenbahn. Kaum klettern die Temperaturen, sind am Lindenweiher in Finkenkrug schon wieder die Mitglieder der Bürgerinitiative Lindenweiher am Start. Wobei man sagen muss – ehemalige Mitglieder. Denn nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich die BI zu einem Verein gewandelt.

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Etwa zehn aktive Umweltfreunde um Lindenweiher-Urgestein Dieter Rach (64) firmieren nun unter dem Namen Lindenweiher-Finkenkrug e.V., Vorsitzende im Verein ist Anja Pohlmeier (40): „Meine Mutter, eine ehemalige Biologie-Lehrerin von der Lessing-Grundschule, ist schon lange mit dabei. Ich bin da sozusagen reingewachsen. Ich finde es sehr beeindruckend, was die Bürgerinitiative in den letzten 25 Jahren geschafft und erreicht hat.“

Nächster Einsatz am 7. April

Für Dieter Rach ist die neue Vorsitzende ein Zeichen für die Zukunft: „Wir müssen uns dringend verjüngen. Wir suchen neue, junge, aktive Vereinsmitglieder. Unser nächster Arbeitseinsatz am Lindenweiher ist am 7. April. Das wäre eine gute Gelegenheit, um sich uns vorzustellen.“

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Keine natürlichen Zuflüsse

Der Lindenweiher ist ein Gewässer, das 1902 entstanden ist, als man Finkenkrug durch ein neues Grabensystem entwässern wollte. Der Weiher ist etwa 600 Meter lang und reicht, immer wieder durch Straßen getrennt, von der Rembrandt- bis zur Feuerbachstraße. Da es keine Zuflüsse gibt, speist sich der Lindenweiher allein durch Regenfälle und droht immer wieder partiell auszutrocknen. Im Herbst blüht er an einigen Stellen purpurrot. Das sorgt mitunter für Angst bei den Anwohnern. Aber es handelt sich dabei nur um eine harmlose Algen- oder Bakterienblüte.

Seltene Tiere beobachtet

Seit 1992 kümmert sich die Bürgerinitiative um den Erhalt des Biotops, in dem schon viele seltene Tiere gesichtet wurden, darunter auch der Eisvogel. Dieter Rach: „Bei unserem ersten Einsatz des Jahres haben wir nun die Rosenbüsche an der Straße zurückgeschnitten, den Unrat aus den Büschen geholt und Laub geharkt. Mit einer sehr langen Harke haben wir auch Äste vom Eis geholt, bevor es schmilzt und der Lindenweiher durch die herabsinkenden Äste weiter verlandet.“

Kritik an Hundehaltern

Tatsächlich hat die Aktionstruppe in kürzester Zeit am vergangenen Sonnabend gleich mehrere Big Bags mit Bioabfall gefüllt, sodass der Bereich an der Rembrandt-Straße nun wieder ordentlich aussieht. Dieter Rach meint dazu: „Von den Kindern aus der Nachbarschaft haben wir ein gemaltes Schild bekommen, auf dem steht, dass die Hundehalter doch bitte die Hinterlassenschaften ihrer Tiere aufsammeln sollen, damit die Kinder unbeschwert spielen können. Das haben wir jetzt aufgehängt. Seitdem ein Tütenspender am Lindenweiher aufgestellt wurde, ist es damit aber viel besser geworden.“

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Sitzbänke werden aufgestellt

Der Verein hat die Sitzbänke, die sonst am Weiher zu finden sind, über den Winter in Sicherheit gebracht und trocken untergestellt. Sie werden nun bald wieder montiert. „So können die Anwohner wieder auf den Bänken in der Sonne sitzen und auf den Weiher schauen. Wir bitten nur sehr darum, nicht die Enten zu füttern. Das ist nicht gut für die Tiere. Und das Brot sinkt auf den Boden und vergammelt dort“, sagt Anja Kohlmeier dazu.

Der Verein hat im laufenden Jahr noch einiges vor. Dieter Rach sagt dazu: „Wir wollen die Brücke und die Schaukästen renovieren, eine neue Wegdecke aufbringen und auf der Insel eine Brutstätte für den Eisvogel errichten.“

Von Carsten Scheibe

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