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Grünefeld

Einblick in Jugendthemen- von Mode bis Graffiti

Sarah, Lisa, Lea und Laura hatten am Samstag viel Spaß.

Sarah, Lisa, Lea und Laura hatten am Samstag viel Spaß.

Grünefeld. „Sogar das Wetter passt“, freute sich Julian Gerlach, Mitglied des Archivs der Jugendkulturen. Am kommenden Wochenende wird in Grünefeld zum 20. Mal das Techno-Festival „Nation of Gondwana“ stattfinden. Seit jeher beteiligen sich tatkräftige Jugendliche aus der Umgebung an Vorbereitung und Aufbau.

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„Dieses Jahr wollen wir den Helfern und Helferinnen etwas zurückgeben“, sagte Lena Siebertz, Mitglied der Pyonen. Diese sind für die jährliche Organisation verantwortlich. So gelang es, das Archiv der Jugendkulturen zu gewinnen, um Workshops zu jugendkulturellen Themen anzubieten.

Buntes Angebot

„Seit 2001 betreiben wir im Rahmen unseres Bildungsangebotes ‚Culture on the Road’ Aufklärungsarbeit an Schulen und in Jugendeinrichtungen zum Thema Jugendkulturen“, sagte Gerlach, der das Projekt leitet. Im Zentrum standen dabei die Interessen der Jugendlichen – Musik, Mode, die Freizeitwelt. „Von Hip Hop über Techno bis hin zu Streetdance und Graffiti – unser Angebot ist bunt und vielfältig.“

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Die Leiter der einzelnen Workshops entstammen der jeweiligen Szene und sorgten so dafür, dass Interessierte authentische und lebensnahe Einblicke gewinnen und alle Fragen loswerden konnten. Vermittelt wurden Geschichte und Wurzeln der Kulturen sowie Stile und Ausdrucksformen. Es bestand die Möglichkeit, Elemente der verschiedenen Jugendszenen auszuprobieren. Mitgebracht wurden DJ-Anlagen, Mikrofone, Sprühdosen, Musik und Skateboards.

Gegen Rassismus und Homophobie

Dabei ging es den Initiatoren nicht nur um erste Berührungen mit den unterschiedlichen Szenen und Richtungen. „Die Workshops finden im Kontext der Arbeit gegen Rassismus und Rechtsextremismus, Antisemitismus, Homophobie und Sexismus statt“, sagte Gerlach. „Wir stehen für Gewaltfreiheit und Gleichberechtigung.“

Dabei wolle man nicht verurteilen oder kritisieren, sondern ins Gespräch kommen und über kulturelle Toleranz und Grenzen nachdenken. So fand dieses Jahr auch ein Workshop zum Thema Rechte Musik und Grauzonen statt. Es ginge darum, das Bewusstsein für politische Themen zu schärfen und so einen Beitrag zur Gewalt- und Rechtsextremismusprävention zu leisten.

Kreativität war gefragt

Die vielen Teilnehmer hatten sichtlich Spaß. „Hier können wir unserer Kreativität freien Lauf lassen“, sagte Sarah, die sich am Graffitisprühen versuchte. „Es ist Klasse, sich so viele Eindrücke der verschiedenen Szenen verschaffen zu können und die Hintergründe kennenzulernen“, freute sich Laura. „Eine wirklich tolle Idee“, fanden auch Lea und Lisa, die das Festival bereits seit einigen Jahren besuchen.

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Die Einheiten sollten dabei keinesfalls schulischen Charakter haben. Die Veranstalter legten daher Wert auf eine offene und abwechslungsreiche Gestaltung. „Wir möchten den Teilnehmern aufzeigen, was sie können und sie in ihren Fähigkeiten stärken“, sagte Gerlach.

Mehrmals ausgezeichnet

Dabei gehe es um inklusive Arbeit, aber auch um Akzeptanz und Information. So wird unter anderem demnächst ein Vortrag vor Eltern und Lehrern gehalten, um Transparenz zu schaffen. Man wolle positive Aspekte und Möglichkeiten der unterschiedlichen Jugendkulturen darlegen, aber auch auf Probleme und Schattenseiten eingehen.

Mehrmals wurde Culture on the Road bereits vom Bündnis für Demokratie und Toleranz oder dem Jugendforum des Berliner Abgeordnetenhauses als vorbildliches Projekt ausgezeichnet.

Anfangs ins Altlandsberg

Bevor das Festival vor 20 Jahren erstmals in Grünefeld stattfand, wurde es zuvor fünf Jahre lang auf einem Acker bei Altlandsberg veranstaltet. Das 25-jährige Jubiläum soll nun gebührend gefeiert werden. Ob es eine Überraschung gibt, ließ Lena Siebertz noch offen. „Wer neugierig ist, soll vorbeikommen!“

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Von Jerome Müller

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