Elstal

Spatenstich für Seniorenzentrum der Diakonie

Nach dem symbolischen Baustart am Freitag legen am Montag die Bagger mit Erdarbeiten für das Seniorenzentrum in Elstal los.

Nach dem symbolischen Baustart am Freitag legen am Montag die Bagger mit Erdarbeiten für das Seniorenzentrum in Elstal los.

Elstal. Ein neues Angebot für Senioren und Menschen mit Pflegebedarf entsteht in Elstal. Die Immanuel Diakonie schafft eine Einrichtung der vollstationären Pflege und einer Tagespflege. Freitagnachmittag wurde der erste Spatenstich für das Seniorenzentrum in Nachbarschaft zum vorhandenen Immanuel Servicewohnen Elstal vollzogen, wo es 102 behindertenfreundliche und barrierefreie Wohnungen gibt.

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„Uns liegt das Projekt in Elstal am Herzen, weil wir damit unser Versprechen gegenüber den Mietern des Servicewohnens einlösen, das wir vor gut fünf Jahren gegeben haben. Jetzt ermöglichen wir ihnen und anderen Leuten der Region eine Versorgung für alle Phasen des Alterns“, erklärte Udo Schmidt, Geschäftsführender Direktor der Immanuel Diakonie.

87 Einzel- und 24 Partnerzimmer

Der Bedarf ist groß. Allein in der Gemeinde Wustermark stieg die Einwohnerzahl von knapp 8000 im Jahr 2011 um rund 15 Prozent auf jetzt mehr als 9200. Die vielen Neubauvorhaben in der Gemeinde lassen den Trend anhalten. Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) sprach von einer strukturellen Lücke, die geschlossen werde, was die Gemeinde allein nicht hätten schaffen können. „Man kann auch sagen, dass Elstals Ortsvorsteher Matthias Kunze und ich uns aus Eigennutz freuen, denn vielleicht ziehen wir ja auch mal in diese Pflegeeinrichtung ein.“

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Architekt Silvio Plaasch vom Berliner Büro Milkoweit hat ein dreistöckiges Gebäude entworfen, das mit 111 Plätzen in der vollstationären Pflege, davon 24 in Partnerzimmern, sowie 16 Plätzen in der Tagespflege ausgestattet wird. In dem Neubau werden ein Kiosk, Praxen für einen Arzt und einen Physiotherapeuten sowie ein Friseursalon untergebracht.

Mit Aufzügen und einem Tunnel

Der Eingangsbereich des neuen Gebäudes soll sich über zwei Etagen erstrecken, es gibt mehrere Aufzüge, so der Architekt. Von außen, also von der Rosa-Luxemburg-Allee und der Eduard-Scheve-Allee aus, können Elstaler und Gäste später das Gelände einsehen. Die Zufahrt zu den Stellplätzen bleibt erhalten, wie sie geplant war.

Die Versorgung der künftigen Pflegeheimbewohner soll von der benachbarten Mensa aus erfolgen. Dazu wird ein unterirdischer Verbindungsweg zwischen dem Kellergeschoss des Neubaus und der Mensa auf dem Areal geschaffen. Da habe das Personal kürzere Laufwege und die Mahlzeiten würden auf einem witterungsunabhängigen Weg transportiert, hieß es.

Bauzeit etwa 14 Monate

Die Bauzeit des rund 11 Millionen Euro teuren Vorhabens beträgt voraussichtlich 14 Monate, so dass die Inbetriebnahme im Sommer 2019 erfolgen soll.

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„Im neuen Seniorenzentrum werden bis zu 90 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft entstehen“, sagte Herbert Blum, Geschäftsführer der Immanuel-Miteinander Leben GmbH und damit der Verantwortliche für den künftigen Betrieb. Interessierte können sich ab sofort unter bewerbungen.elstal@immanuel.de bewerben.

Das Immanuel Seniorenzentrum ist in ein generationsübergreifendes Wohnkonzept eingebunden. Nebenan gibt es das Bildungszen-trum Elstal des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, dort leben Studenten und Familien, es gibt auch einen Kindergarten.

Von Jens Wegener

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