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Großwudicke

Zukunftstag: So spannend ist die IT-Branche

Ulrike und Jan Lierse bieten in ihrem Unternehmen Lierse Webprojekte Praktikumsplätze an

Ulrike und Jan Lierse bieten in ihrem Unternehmen Lierse Webprojekte Praktikumsplätze an

Großwudicke. 36 Unternehmen aus dem Havelland laden am 28. März Jungen und Mädchen ein, in die Berufswelt hineinzuschnuppern. Rund 350 Praktikumsplätze stellt die regionale Wirtschaft im Rahmen des 17. Zukunftstages im Land Brandenburg zu Verfügung. Viele davon sind bereits vergeben.

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Im Westhavelland fällt das Angebot deutlich geringer aus als im Osten des Kreises. Sechs Unternehmen aus Rathenow machen mit, darunter die Havelland Kliniken Unternehmensgruppe und Ophthalmica. Ganz neu und als einzige Anbieter aus dem Milower Land sind Ulrike und Jan Lierse dabei.

Das Paar kehrte vor etwa eineinhalb Jahren in sein Heimatort Großwudicke zurück. Weil es in der Nähe keine passenden Jobs für sie gab, gründeten sie ihr eigenes Unternehmen "Webprojekte Lierse".

Der 17. Zukunftstag in Brandenburg

36 Unternehmen aus dem Havelland bieten zum 17. Zukunftstag im Land Brandenburg Praktikumsplätze an.

Rund 350 Plätze für Mädchen und Jungen der 7. bis 13. Klasse stehen zur Verfügung. Die Schüler sind an diesem Tag vom Unterricht freigestellt.

Die Jugendlichen sollen an dem Tag die Chance bekommen, konkrete Berufe kennen zu lernen und sich ein Bild von der Arbeitswelt zu machen.

Mehr zum Zukunftstag sowie eine Übersicht über alle Praktikumsplätze gibt es auf www.zukunftstagbrandenburg.de

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Jan und Ulrike Lierse sind so etwas wie digitale Pioniere in ihrem Dorf. Vom Büro in der Kossatenstraße aus bringen sie die Digitalisierung in der Region voran.

Sie erstellen und pflegen Webseiten, bieten Suchmaschinenoptimierung, beraten in Sachen Social Media, sogar Drohnenaufnahmen gehören zum Leistungsspektrum.

Das sind auch für viele junge Menschen spannende Arbeitsfelder. Deshalb ist es keine Überraschung, dass die zwei Praktikumsplätze, die Ulrike und Jan Lierse für den Zukunftstag anbieten, bereits vergeben sind.

Von Nauen nach Großwudicke zum Praktikum

Ein Junge und ein Mädchen vom Leonardo da Vinci Campus in Nauen hatten sich als erste beworben. Die beiden sind zwölf Jahre alt und nehmen den Weg ins Westhavelland auf sich, um in die IT-Branche hineinzuschnuppern.

Eines ihrer Ziele ist es, den beiden Praktikanten die verschiedenen Berufsfelder vorzustellen – IT-Administrator, Fachinformatiker, Mediengestalter, auch Studienmöglichkeiten zum Beispiel im Bereich Online-Marketing.

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Den Tag haben die beiden bereits durchgeplant. Um 9.30 Uhr geht es mit einem Online-Team-Meeting mit den beiden Mitarbeiterin in Potsdam los. Dann folgen theoretische Einblicke in die Webentwicklung, die die Schüler auch gleich praktisch umsetzen können.

Die IT-Branche ist auch für Mädchen spannend

Am Nachmittag will Jan Lierse mit seinen Praktikanten Aufnahmen mit der Drohne einfangen, die dann in einem Video für Social Media verarbeitet werden

„Wir würden uns freuen, wenn sie nach diesem Tag Lust bekommen, im Bereich Web-Design etwas zu machen“, sagt der 32-jährige Jan Lierse. Seine Frau denkt an einen weiteren Aspekt:

„Ursprünglich ging es ja beim Girl’s Day darum, dass Mädchen in typische Männerberufe hineinschnuppern. Dieser Ansatz passt auch für unser Unternehmen ganz gut. Als Frau dachte ich früher selbst, IT-Jobs sind eher langweilig und es geht nur ums Programmieren.

Wir wollen unseren Praktikanten zeigen, dass dem nicht so ist. Die Branche ist sehr spannend, vielfältig und bietet die Möglichkeit, kreativ zu arbeiten.“

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Jan und Ulrike Lierse arbeiten auf einem Vier-Generationen-Hof im Grünen. Von Großwudicke aus bringen sie die Digitalisierung in der Region voran.

Jan und Ulrike Lierse arbeiten auf einem Vier-Generationen-Hof im Grünen. Von Großwudicke aus bringen sie die Digitalisierung in der Region voran.

Was die Schüler vom Zukunftstag in Großwudicke außerdem mitnehmen, ist die Erkenntnis, dass man heutzutage nicht mehr in einem Großraumbüro in der Großstadt arbeiten muss, um Karriere zu machen.

Ulrike und Jan Lierse sind der beste Beweis, dass sich Landleben und Karriere sehr gut miteinander verbinden lassen. Sie haben beides erlebt, kennen die Vor- und Nachteile jeder Seite und werden den Schülern auch davon berichten.

Eins wird im Gespräch mit dem jungen Paar deutlich, sie freuen sich auf den Zukunftstag. Und ganz nebenbei verraten sie noch eine Besonderheit dieses Praktikums: Die beiden Schüler arbeiten nicht nur im Grünen auf einem Vier-Generationen-Hof, sie werden sogar von Oma Lierse bekocht.

Von Christin Schmidt

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