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Birkenwerder

Bücher für die Grundschule

Während der Buchpräsentation in der Klasse 6b der Pestalozzi-Grundschule.

Während der Buchpräsentation in der Klasse 6b der Pestalozzi-Grundschule.

Birkenwerder. 30 Exemplare des Kinderbuchs „Susi, die Enkelin von Haus Nummer 4“ hat die Gemeindevertreterin Dorothea Trebs anlässlich der Pogromnacht gemeinsam mit Bürgermeister Stephan Zimniok in der Pestalozzi-Grundschule Birkenwerder übergeben. „Dieses Buch ist eine äußerst kindgerechte und zeitgemäße Aufarbeitung eines sehr schwierigen Stoffes“, findet Dorothea Trebs.

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„Wisst ihr, heute vor genau 80 Jahren ist etwas ganz Schlimmes passiert“, erklärte die Gemeindevertreterin den Schülern der Klasse 6b: „Es wurden Synagogen angezündet und jüdische Geschäfte geplündert. Als Reichspogromnacht ging dieses Ereignis in die Geschichte ein.“

Angefangen hatte alles mit einer zufälligen Begegnung. Dorothea Trebs, die als Kunstlehrerin arbeitet, hat auf einer Fortbildung Brigitta Behr kennen gelernt, ebenfalls Kunstlehrerin und Autorin des Buchs „Susi, die Enkelin von Haus Nummer 4 und die Zeit der versteckten Judensterne“. Hinter dem langen Titel verbirgt sich die wahre Geschichte über ein jüdisches Mädchen im Zweiten Weltkrieg, das sich jahrelang vor den Nazis verstecken musste und – dank der Hilfe von Freunden, aber auch von Fremden – überlebte. Ein Buch, das vom Grauen einer vergangenen Zeit erzählt, aber auch von Solidarität, Freundschaft und Mut.

„Ich hab es gelesen und war total berührt und traurig“, berichtet Dorothea Trebs, die gleichzeitig von der Menschlichkeit einiger Charaktere im Buch beeindruckt war. „Es ist so gut geschrieben und macht Mut“, sagt sie. In Absprache mit Bürgermeister Stephan Zimniok war die Idee der Bücherkiste geboren. Die Gemeindeverwaltung hat die Kosten für die 30 Bücher übernommen, die nun erst einmal von der Klasse 6b gelesen und besprochen und danach weitergegeben werden. „Ich habe auch schon Anfragen aus anderen Schulen bekommen“, berichtet Dorothea Trebs. Die Bücher sollen durch viele Kinderhände in unterschiedlichen Orten gehen.

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Auch Lehrerin Franziska Drusche, die die Klasse im Fach Politische Bildung unterrichtet, ist berührt vom Lesestoff. „Historisches Lernen funktioniert am besten mit Hilfe echter Biografien.“ Natürlich müsse man auch abwägen, was man den Kindern zumuten kann, erklärt sie weiter. Doch der Wissensdurst der Klasse sei enorm. „Die Kinder sind äußerst interessiert an Themen wie der Judenverfolgung. Das empfinde ich als etwas ganz Besonderes“, sagt die Lehrerin.

Von MAZonline

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