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Birkenwerder

„Die Kulturpumpe“

Engagiert räumten die Fördervereinsmitglieder um Klaus Ricken (M.) an den letzten Wochenenden im alten Pumpenhaus auf.

Engagiert räumten die Fördervereinsmitglieder um Klaus Ricken (M.) an den letzten Wochenenden im alten Pumpenhaus auf.

Birkenwerder. An den letzten Wochenenden erwachte das Pumpenhaus des alten Wasserwerkes in Birkenwerder zu neuem Leben. Mit vielen Helfern waren die

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Vereinsmitglieder des in Gründung befindlichen Fördervereines „Kulturpark Birkenwerder“ in

dem 1912 erbauten Gebäude aktiv, um es aus dem Dornröschchenschlaf zu wecken.

Pumpenhaus in Birkenwerder

Pumpenhaus in Birkenwerder

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Es soll einmal ein interkultureller Veranstaltungsort werden. Doch noch ist viel Fantasie nötig, um sich Konzerte, Lesungen oder andere Events in dem historischen Gemäuer mit seinem maroden Charme und den zugemauerten Fenstern vorstellen zu können.

Doch blickt man auf die alten, aber glänzenden Fliesen und auf die beeindruckende Pumpe, entstehen viele Bilder im Kopf. „Ich finde den Gedanken reizvoll, dass hier eine Kulturstätte entstehen kann. Auch wenn dafür viel Arbeit nötig ist“, erklärte Hendrik Mlasowsky aus Birkenwerder sein Engagement, an einem Sonnabendmorgen in Arbeitsklamotten Bauschutt zu sortieren, anstatt gemütlich in der Frühlingssonne zu sitzen.

Birkenwerder

Birkenwerder

Als Leiter einer Verwaltung mache ihm das gemeinsame Anpacken Spaß, lachte der Mann aus Birkenwerder. Er möchte, dass in dem Pumpenhaus ein Ort der Begegnung entsteht, der zum einen zur lokalen Vernetzung mehrerer Generationen dienen, aber auch der Gemeinde als Raum für Kleinkunst, Musik und Kunst zur Verfügung stehen soll. Anders als Mlasowsky ist Alexander Löwe nahezu vom Fach. Er ist Restaurator. „Ich bin im Bereich der Metallrestauration tätig“, sagte der Mann aus Birkenwerder. Seine Arbeitsweise sei sonst zwar meist feiner, sagte Löwe, aber er genieße es bei der Räumaktion ein „Teil der aktiven Gemeinschaft“ zu sein. „Es ist eine schöne Sache, zusammen etwas zu bewegen.“ Sprach’s und schnappte sich die nächste Metallplatte, die zur Sicherung der kleinen Gruben auf der sogenannten Ebene Null dienen soll.

Birkenwerder  Pumpenhaus

Birkenwerder Pumpenhaus

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Überall wurde geputzt, Schutt sortiert und gefegt, damit das Kleinod des Pumpenhauses Interessierten bei einer Begehung am Sonntag und Dienstag präsentiert werden konnte.

„Wir danken allen Helfern“, so Peter Kleffmann vom Förderverein. So nutzten Mitglieder des Handel- und Gewerbetreffs (HGT) sowie Gemeindevertreter die Gelegenheit, einen Blick hinter Bauzäune und die neueingebaute Stahltür zu werfen, berichtet Kleffmann. Die Reaktionen seien überaus positiv gewesen, so Kleffmann. Zum einen bezogen auf die Vorstellung, dass in dem Gebäude wirklich ein Kulturort entstehen kann, und zum anderen gab es Anerkennung für das Engagement der Vereinsmitglieder. Sogar ein erstes Kulturevent gab es, berichtet Kleffmann: „Detlef Runge, Vorsitzender des HGT, gab ein kleines Dudelsackkonzert. Es klang super, wir waren sehr positiv überrascht.“ Besonderen Eindruck hinterließen die Fliesen innerhalb der Pumpe, berichtet Peter Kleffmann. „Die sind richtig toll. So etwas wäre heute nicht mehr möglich, das wäre unbezahlbar.“

Birkenwerder Pumpenhaus

Birkenwerder Pumpenhaus

Sorgen bereitet den Vereinsmitgliedern um den Vorsitzenden Klaus Ricken der Abtransport des Schutts, der in Holz, Stahl, Bauschutt und Sonderabfälle sortiert wurde. Denn rund um das Gebäude gelte der Grünordnungsplan, der eine Zufahrt mit Feuerwehr, Rettungs- und Versorgungsfahrzeugen nicht gestatte. Der Verein hofft daher, dass auf der Gemeindevertretersitzung der Befreiung aus dem Plan zugestimmt wird. „Wir wollen das Gelände ja wieder so herstellen wie es war. Es ist uns ein Anliegen, dass es grün bleibt“, so Kleffmann. Trotzdem wolle man das Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich machen und das gehe nur auf diesem Wege. Schließlich soll „Die Kulturpumpe“, so der neue Name für das Pumpenhaus des Wasserwerkes, in ein, zwei Jahren zu einem Treffpunkt in der Gemeinde werden. „Wir wühlen uns da durch“, ist Kleffmann voller Hoffnung.

Weitere Informationen: www.die-kulturpumpe.de

Von Ulrike Gawande

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