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Startup-Duo aus Fürstenberg

Junge Unternehmer bringen App an den Start

Robert Kleßny auf Kurzbesuch bei den Eltern in Fürstenberg. Aber auch dort steht die Arbeit im Vordergrund.

Robert Kleßny auf Kurzbesuch bei den Eltern in Fürstenberg. Aber auch dort steht die Arbeit im Vordergrund.

Fürstenberg/Havel. Robert Kleßny und Toni Kuschan sind ihrem Ziel ein Stück näher gekommen. Sie haben in den vergangenen Monaten viel Zeit vor dem Computer verbracht, damit andere Menschen mehr Zeit füreinander haben. Als Startup-Unternehmen haben sie eine Web-App entwickelt, die seit Anfang des Monats online ist und als mobile App heruntergeladen werden kann.

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Von der Party bis zum Turnier

Die Idee hinter Plevendo klingt erst einmal wie ein soziales Netzwerk, ist aber ausschließlich dafür gedacht, gemeinsame Unternehmungen zu planen – von der Geburtstagsparty bis zum Beachvolleyballturnier. Die drei englischen Begriffe plan, event und do stehen hinter der Abkürzung Plevendo, was so viel heißt wie "Plane online, erlebe offline".

Mehr als chatten

Robert Kleßny erklärt die Vision: „Wir möchten, dass die Nutzer von Plevendo so wenig Zeit wie möglich online sind, sondern sich mit Freunden, Bekannten, der Familie oder Kollegen treffen.“ Die App dient lediglich als Werkzeug zur Planung und geht über das Chatten auf anderen Plattformen weit hinaus.

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Dafür werden Partner gebraucht, je mehr es sind, desto attraktiver wird Plevendo. 30 Aktivitäten von neun Anbietern sind bereits über die Plattform buchbar. Man sucht sich etwas aus, lädt seine Freunde ein, einigt sich verbindlich auf einen Termin und bucht. Einfach und kostenlos. Plevendo bekommt dafür Provision vom Anbieter. Mitbringe- oder Mitfahrerlisten sollen noch eingeführt werden.

Freunde seit der Kindheit

Dass Robert Kleßny und Toni Kuschan einmal diesen Weg gehen würden, war nicht unbedingt vorherbestimmt. Sie sind in Fürstenberg/Havel und Barsdorf, einem Ortsteil von Fürstenberg, aufgewachsen, haben zusammen Fußball gespielt und im Granseer Gymnasium die Schulbank gedrückt. Beide feiern dieser Tage ihren 28. Geburtstag und wohnen inzwischen in Berlin. Robert Kleßny ist gelernter Industriekaufmann und hat Betriebswirtschaft studiert. Fußball ist seine große Leidenschaft. Beim Oberligisten Altlüdersdorf hat er etliche Tore geschossen. Nun ist er zuständig für „Inspiration, Organisation, Kommunikation“, wie er sagt.

Gründerzuschuss hilft

Der Wirtschaftsinformatiker Toni Kuschan hat seine feste Stelle, die er nach dem Studium bekam, aufgegeben und sich ganz der Programmierung der Plevendo-App gewidmet. Für ihr Unternehmen haben die beiden einen Gründerzuschuss des Landes Sachsen-Anhalt bekommen. Damit können sie für 18 Monate ihren Lebensunterhalt finanzieren. Dafür müssen sie aber auch Ergebnisse vorweisen. Die Veröffentlichung der App war so ein Meilenstein, den die Bank verlangt.

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Durchhaltevermögen gefragt

Nun wird der Ball ins Rollen gebracht. „Unser nächstes Ziel ist es, genügend Nutzer zu finden“, so Robert Kleßny. „Die Partner wollen Zahlen sehen.“ Er wie auch sein Freund und Geschäftspartner sind optimistisch. Sie wissen, dass so ein Unternehmen mehrere Jahre braucht, um „groß“ zu werden. Zum Glück haben sie einen starken Rückhalt bei ihren Freundinnen. Beide stehen im Thema und haben Verständnis, wenn der Computer doch mal Vorrang hat.

Von Martina Burghardt

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