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Hennigsdorf

Regenbogenschule zeigt sich beim Tag der offenen Tür

Jutta Lehrach (r.), einst Grundschullehrerin, brachte Kuscheltiere mit. Leiter Senbastian Backhuß freute sich.

Jutta Lehrach (r.), einst Grundschullehrerin, brachte Kuscheltiere mit. Leiter Senbastian Backhuß freute sich.

Hennigsdorf. Nach Grau kommt irgendwann wieder ein Regenbogen, sagt der Volksmund. Das hofften auch Annelore Treucka und Birgit Kleinert beim gestrigen Tag der offenen Tür in dem neuen Gebäude der Hennigsdorfer Regenbogenschule am Bahndamm. Beide waren von der ersten Stunde an beim Aufbau der schulischen Bildung für Kinder in der Stahlarbeiterstadt dabei. Treucka war die erste Leiterin der Schule und bis 2009 im Amt, Kleinert leitete bis Anfang 2018 den Förderverein – insgesamt 24 Jahre lang. Aber: das viele Grau, dass derzeit noch die Wände im inneren „ziert“, war auch der einzige kleine Kritikpunkt, der ihnen im neuen Gebäude am Bahndamm auffiel.

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„Die Möglichkeiten hier sind einfach nur großartig“, freute sich etwa Annelore Treucka, während sie ihren Blick durch die großzügigen Flure der Schule schweifen ließ. Teilbare Unterrichtsräume, der Bewegungsraum, die neue Lehrküche – vieles davon gab es in der Fontanesiedlung, wo sich der alte Standort befand, nicht oder nur deutlich kleiner. „Das war, was uns und den Schülern am meisten gefehlt hat. Der Platz, den es hier nun gibt“, lächelte sie.

Jutta Lehrach spendete Kuscheltiere

Und auch andere waren – erneut bis auf das viele Betongrau – rundum begeistert. Jutta Lehrach etwa. 42 Jahre lang war sie Lehrerin, unterrichtete in all diesen Jahren Grundschüler. Trotz oder gerade wegen des Ruhestandes zieht es die in Hennigsdorf geborene Frau immer mal wieder in eine Schule, so wie gestern in die Regenbogenschule. Und angesichts des Anlasses kam sie natürlich nicht mit leeren Händen, sondern einem Arm voll von Kuscheltieren. „Die Neugier hat uns heute hergetrieben“, lacht die sympathische Seniorin. Ehemann Josef nickt zustimmend. „Ich finde den Tag und das neue Gebäude toll und verneige mich vor den Kollegen, die diesen Job machen. Ich hätte das nicht gekonnt“, fährt Lehrach fort. Nicht, weil es ihr am Können gemangelt hätte. „Ich hätte zuviel Mitleid gehabt. Das wäre nicht gut gewesen“. Mit viel Liebe und Konsequenz habe sie selbst unterrichtet, die meiste Zeit in der Schweitzer-Schule, nach der Wende dann in der Goethe-Schule.

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Das viel genannte Grau der Betonwände wird nicht lange bleiben, schmunzelte Schulleiter Sebastian Backhuß. Während der kommenden Osterferien erfolgt die Installation des Galerieschienensystems. Aufgrund des mit dem Einbau verbundenen Lärms sei das bei laufendem Schulbetrieb – der Umzug erfolgte Ende 2018 – nicht früher möglich gewesen. „Dort können dann Bilder aus den Klassen und Projekten aufgehangen werden“, erklärt Backhuß. Und das Grau weicht auch hier schließlich den Farben des Regenbogens.

Von Björn Bethe

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