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Hohen Neuendorf

Die Bienenstadt rüstet auf

Auf dem Dach vom Rathaus Hohen Neuendorf wurden jetzt zwei Bienenvölker angesiedelt.

Auf dem Dach vom Rathaus Hohen Neuendorf wurden jetzt zwei Bienenvölker angesiedelt.

Hohen Neuendorf. Die 160 Mitarbeiter vom Rathaus Hohen Neuendorf bekommen Verstärkung: Rund 100 000 neue, fleißige Mitarbeiter tummeln sich ab jetzt auf dem Rathausdach. Dort wurden zwei Bienenstöcke mit je 50 000 Bewohnern aufgestellt. „Ab jetzt darf die Stadt Hohen Neuendorf nicht nur offiziell den Zusatznamen ,Bienenstadt’ tragen, sondern wir tun auch aktiv was für den Erhalt der Bienen“, sagt Vize-Bürgermeister Alexander Tönnies (SPD).

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„So, jetzt mal Vorsicht – bei dem schwülen Wetter könnten die Bienen angriffslustig sein“, warnt Imker Matthias Schulz die neugierigen Zuschauer. Und dann holt er auch schon gemeinsam mit den kleinen Hobby-Imkern Thora Lorenz (12) und Ferdinand Bloeck (11) die zwei Bienenvölker aus ihren Transportboxen.

Trotz Umzug bleiben die Bienen cool

Doch trotz Schwüle bleiben die Bienen cool. Ihre Waben samt den Bienentrauben daran lassen sich ohne Probleme in das neue Bienenhäuschen (Beute genannt) einhängen. Rauch von glimmenden morschem Weidenholz besänftigt die Tiere.

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Die Bienen-Betörer von Hohen Neuendorf: Waldgrundschullehrer Holger Mittelstädt, die Schüler Thora und Ferdinand und Matthias Schulz von der Imker-AG.

Die Bienen-Betörer von Hohen Neuendorf: Waldgrundschullehrer Holger Mittelstädt, die Schüler Thora und Ferdinand und Matthias Schulz von der Imker-AG.

„Der Rauch bewirkt, dass die Bienen denken, es brennt. In diesem Fall bleiben sie alle zusammen und nehmen noch soviel Nahrung auf wie sie können“, sagt Holger Mittelstädt, Leiter der Waldgrundschule. Bei der dort ansässigen Imker-AG waren bis vor kurzem auch noch die Bienen-Betörer Thora und Ferdinand aktiv, die jetzt aber aus dem Grundschulalter raus sind. Nur beim Umzug haben sie noch mal mit angepackt.

Die zwei umgesiedelten Bienenvölker hat Matthias Schulz gezogen und gestiftet. Der Facharbeiter für Imkerei betreibt die Bienenzucht inzwischen nur noch als Hobby zu Hause und als ehrenamtlicher Leiter der Imker-AG der Waldgrundschule. Auch in der Mini-Imkerei Am Naturschutzturm am Mauerweg in Hohen Neuendorf mischt er mit. Dorthin hat Schulz jetzt auch vier Bienenvölker umgesiedelt.

Wie auch auf dem Rathausdach gehören seine geflügelten Stechtiere der Bienenrasse Carnica an, die als eher sanftmütig und sehr fleißig gilt. Doch die emsigen Arbeitsbienen werden nur sechs Wochen alt, rackern sich buchstäblich kaputt.

Die wenigen Königinnen, die im Mai geboren werden, dagegen können drei bis vier Jahre alt werden. Sie wurden Anfang Mai im Flug von den Drohnen begattet. Und obwohl die männlichen Tiere größer und auf einige Leute auch bedrohlicher wirken, stechen sie nicht. Vorsicht aber vor den fleißigen Arbeitsbienen. Mit ihrer geringen Lebenserwartung können sie schon mal zustechen, wenn man sie beim Sammeln von Pollen und Nektar stört.

Den Honig vom Rathaus-Dach könnte es als Gastgeschenk geben

Hat ein später Frost im März, April die Blüten nicht erfrieren lassen und blüht und grünt es in der Bienen-Saison von April bis August, ist eine reiche Honigernte zu erwarten. Ein Teil des Honigs vom Ratshausdach sollen Besucher der Stadt Hohen Neuendorf vielleicht als Gastgeschenk bekommen.

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„Aktuell blüht die Robinie. Rundherum um das Rathaus gibt es aber auch viele Linden, auf deren Blüten die Bienen Nektar sammeln können“, sagt Matthias Schulz.

Auch direkt vor der Haustür werden die zwei Bienenvölker Nahrung finden. Denn auf dem Rathausdach sind Pflanzen wie Katzenminze, Lavendel und Mönchspfeffer gesetzt, auf die Bienen voll fliegen.

Übrigens: Hohen Neuendorf darf jetzt den Namenszusatz „Bienenstadt“ tragen, weil das Innenministerium in den letzten vier Wochen schriftlich nach Anfrage der Stadt keine Bedenken geäußert hat. In diesem Fall gilt der Namenszusatz als verliehen.

Von Jeannette Hix

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