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Hohenbruch

Bauarbeiten: Erster Rammschlag am Ruppiner Kanal

Der Ausbau des Ruppiner Kanals beginnt.

Der Ausbau des Ruppiner Kanals beginnt.

Hohenbruch. „Die Woche fängt gut an“, sagte Jörg Vogelsänger (SPD) am Montagmorgen mit feierlicher Miene. Der Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft war wegen eines wichtigen Investitionsprojektes nach Oberhavel gefahren. In der Germendorfer Straße 2, unweit der in der Gemarkung Hohenbruch liegenden Brücke Behrensbrück, wurde mit einer Reihe von Rammschlägen, eine Spundwand in die Erde getrieben. „Nach Jahrzehnten wird wieder Hand an den Ruppiner Kanal gelegt“, sagte Jörg Vogelsänger. Ziel sei es, die Wasserstraße für den Schiffsverkehr wieder nutzbar zu machen. Für dieses Projekt der Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg (Win) stellt das Land 2,1 Millionen Euro zur Verfügung.

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Durch nicht vorhandene Uferbefestigungen ist der Ruppiner Kanal in den vergangenen Jahrzehnten stark verlandet. Das Abflussprofil ist unzureichend und die Schifffahrt dadurch stark eingeschränkt. Die Tief-, Wasserbau und Schifffahrtsgesellschaft mbH aus Eisenhüttenstadt wird in den kommenden zwei Jahren den Kanal auf einer Länge von zwei Kilometern umbauen. Das bedeutet, dass die Uferbereiche, die teilweise stark unterspült wurden, wieder befestigt werden. Zudem muss jede Menge Schlamm ausgebaggert werden. Anschließend sollen dort wieder Schiffe mit einem Tiefgang bis einem und einer Länge von bis zu 25 Metern fahren können.

Diese Aussichten veranlassten auch Ludger Weskamp am Montag von einem „schönen Tag“ zu sprechen. Die Bauarbeiten am Ruppiner Kanal, so der Landrat, seien ein wichtiges Vorhaben, um den Wassertourismus zu entwickeln und die Verbindung von Oberhavel in Richtung der Ruppiner Gewässer zu verbessern. Zugleich seien die Bauarbeiten am Ruppiner Kanal aber auch von großer Wichtigkeit für die Landwirtschaft. An der Entwässerungsfunktion des Ruppiner Kanals würden Flächen in einer Größenordnung von rund 5000 Hektar liegen. Das sei immerhin ein Viertel der Grundfläche Oberhavels. Bei den Starkregenfällen im vergangenen Jahr habe man eindrucksvoll gesehen, wie wichtig es sei, dass das Entwässerungssystem gut funktioniere.

Gleichzeitig habe der Ruppiner Kanal auch eine große Bedeutung für die Kreisstadt. Dort, so der Landrat, werde künftig bekanntermaßen mit mehreren Millionen Euro die Schleuse Friedenthal neu gebaut. Durch sie wird der Ruppiner Kanal wieder an das Zentrum Oranienburgs mit seinem attraktiven Schlosshafen und im weiteren Verlauf über die Oranienburger Havel an die Oder-Havel-Wasserstraße angeschlossen. Die jetzt begonnenen Bauarbeiten am Ruppiner Kanal seien folglich auch ein Beitrag, dass Wassertouristen die fünftgrößte Stadt Brandenburgs in Zukunft nicht mehr umfahren müssen, sondern gewissermaßen durch sie hindurch schippern können. „Ich freue mich riesig über den Startschuss für die Arbeiten am Ruppiner Kanal“, sagte Sebastian Busse (CDU). Es war klar, so Kremmens Bürgermeister, dass der Neubau der Schleuse Friedenthal nur ein erster Schritt sein kann, wenn es darum geht, auf dem Wasserweg von Oberhavel in Richtung Ostprignitz-Ruppin zu gelangen. Damit bekommen die enge Zusammenarbeit, die bereits zwischen Kremmen und dem Nachbarn Fehrbellin existiert, eine ganz neue Qualität.

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Von Bert Wittke

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