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Schwante

Bücher und HZwei aus dem Hydrogeit-Verlag

Sven Geitmann in seinem Büro in Schwante,

Sven Geitmann in seinem Büro in Schwante,

Schwante. Hydrogeit. Der Name des kleinen Fachverlages in Schwante ist ein Wortspiel. Hydro kommt von Wasserstoff, und „Geit“ steht für den Nachnamen des Firmeninhabers: Sven Geitmann. In der Zeitschrift und in den Büchern, die er dort herausgibt, geht es um Wasserstoffe und Brennstoffzellen sowie um Energiespeicherung, erneuerbare Energie und alternative Kraftstoffe.

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Eigentlich ist Sven Geitmann Maschinenbauingenieur. Er hat an der Technischen Universität in Berlin studiert und schrieb 1996 eine Studienarbeit über Wasserstoff als Kraftstoff für Fahrzeugantriebe – später wurde ein Buch daraus. „Ich hatte damit eine kleine Nische entdeckt“, sagt er. Später arbeitete er für eine Flüssiggaszeitschrift und hatte dann die Möglichkeit, eine Wasserstoffzeitschrift zu übernehmen. Seit 2004 bringt er die „HZwei“ heraus, sie erscheint viermal im Jahr. Hatte sie anfangs 24 Seiten, sind es inzwischen 68. „Ich mache das alles hier zu Hause“, sagt der 48-Jährige. 4500 Exemplare werden davon gedruckt, hauptsächlich für den deutschsprachigen Bereich. Darin stellen Wissenschaftler ihre Projekte vor, oder er schreibt über Erfahrungen mit dem Carsharing, eine Art Autoverleih, das gerade auch in Kremmen in der Diskussion ist.

„HZwei“ erscheint viermal im Jahr.

„HZwei“ erscheint viermal im Jahr.

„Das ist sehr viel Arbeit, die ist über die Jahre auch immer mehr gewachsen“, erzählt er. Das Layout macht ein Grafiker in Berlin, gedruckt wird in Kassel. Um die Anzeigen im Blatt kümmert er sich selbst. Auch mehrere Bücher hat er schon zu seinen Themen herausgegeben – das ist schon seit Jahren sehr aktuell. Der Wechsel weg vom Benzin oder Diesel zu alternativen Kraftstoffen, „dauert länger, weil entscheidende Akteure auch nicht wirklich wollen“, sagt Sven Geitmann. „Aber inzwischen sehen einige ein, dass es nicht mehr anders geht.“ Aktueller Anlass sind die drohenden Fahrverbote für bestimmte Dieselfahrzeuge. Dabei sieht der Schwantener bei wasserstoffbetriebenen Autos viele Vorteile. „Sie haben eine immer höhere Reichweite, und man kann sie schnell betanken.“ Sogar bei der Heidekrautbahn überlege man derzeit, auf Wasserstoff umzusteigen. „Weltweit ist da was in Bewegung.“ Die deutsche Automobilindustrie habe seiner Ansicht nach den Trend verpasst. „In China sieht das ganz anders aus.“ Andererseits hänge an den möglichen Veränderungen auch viele Branchen dran. An Elektroautos gebe es weniger Verschleiß, was Zulieferer ebenfalls merken würden.

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Bücher aus dem Hydrogeit-Verlag.

Bücher aus dem Hydrogeit-Verlag.

Ursprünglich stammt die Familie Geitmann aus Berlin. „Aber Prenzlauer Berg hatte sich grundlegend verändert. Das war der Punkt, wo wir gesagt haben: Wir ziehen auf’s Land.“ 2002 erfolgte der Umzug nach Klein-Asien, eine kleine Siedlung zwischen Sommerfeld und Kremmen. 2006 kauften sie sich ein Haus in Schwante. Darin befindet sich auch sein Büro, in dem er an seiner Zeitschrift und an den Büchern arbeitet.

Die "HZwei" sei in der Branche gut anerkannt, oft reist Sven Geitmann zu Messen und Kongressen, um neue Trends aufzuspüren. Beim Energiestammtisch in der vergangenen Woche in Kremmen sprach er über Carsharing-Modelle auf dem Land. Er selbst macht das bereits: Seinen kleinen Wagen und auch das Familienauto bietet er auf einer entsprechenden Webseite an.

Im Internet ist der Verlag auf dieser Seite zu finden: www.hydrogeit-verlag.de.

Von Robert Tiesler

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