Oranienburg

Zwei Weltkriegsbomben werden am Mittwoch in Oranienburg entschärft – 2800 Menschen betroffen

Bombenfunde in Oranienburg an Friedenthaler Schleuse.

Bombenfunde in Oranienburg an Friedenthaler Schleuse.

Oranienburg. Der Verdacht hat sich bestätigt. Bei den beiden Metallgegenständen im Boden der Friedenthaler Schleuse in Oranienburg handelt es sich um jeweils 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbomben amerikanischer Bauart. Das teilte am Dienstagvormittag Oranienburgs Stadtsprecherin Elke-Kristin Fehlauer mit. Die Bomben werden am Mittwoch, 7. Dezember, entschärft.

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Seit Dienstagmorgen herrsche Klarheit – nach einer entsprechenden Mitteilung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Brandenburg (KMBD) an die Oranienburger Stadtverwaltung. Die Bomben liegen in einer Tiefe von rund zehn Metern und sind mit einem Aufschlagzünder versehen.

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Oranienburg: Sperrkreis gilt ab Mittwoch 8 Uhr

Für die Entschärfung tritt am Mittwoch ab 8 Uhr ein Sperrbereich mit einem Radius von 1000 Metern rund um den Fundort der beiden Bomben in Kraft. "Er darf von niemanden betreten werden", so Fehlauer. Rund 2800 Personen seien davon betroffen. "Sie müssen ihre Wohnungen verlassen. Die Stadt hat verschiedene Anlaufstellen eingerichtet." Zu finden seien diese unter www.oranienburg.de/bombenentschärfung_schleuse.

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Da die Bomben nacheinander entschärft werden müssen, weist die Stadtverwaltung vorsorglich darauf hin, dass die Maßnahme durchaus länger als gewöhnlich dauern kann. Vom Sperrbereich betroffene Anwohner sollten sich darauf einstellen, dass sie möglicherweise auch erst in den Abendstunden in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Bombenentschärfung in Oranienburg: Busse werden umgeleitet

Die Buslinien 801, 802 und 803 werden über die B 96 neu umgeleitet. Die Buslinie 821 wird von der Innenstadt aus, über die Kremmener Straße nach Tiergarten umgeleitet. Für weitere Fragen zum Sperrkreis ist das Bürgertelefon unter 03301/ 600 900 zu folgenden Zeiten geschaltet: Am Dienstag, 6. Dezember, von 8 bis 15 Uhr und am Mittwoch, 7. Dezember, von 7 bis 16 Uhr.

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Die Vorarbeiten, die in den zurückliegenden Monaten geleistet werden mussten, waren immens. Ein Teil der Havel musste zugeschüttet werden, um überhaupt die beiden Spundwandkästen rund um die Bomben errichten zu können.

Oranienburg: So tief im Boden lagen noch keine Bomben

Beide Bomben liegen tiefer als alle bisher in Oranienburg gefundenen Bomben. Das Grundwasser muss auf mehr als 20 Meter tief abgesenkt werden. Entsprechend anspruchsvoll und aufwendig sind die Arbeiten. Bis jetzt schlägt die Maßnahme nach Angaben der Stadtsprecherin Maßnahme inklusive der Suche bereits mit 3,3 Millionen Euro zu Buche. Die Kosten für die eigentliche Entschärfung, Rückbau und dergleichen kommen noch dazu.

Der Sperrkreis betrifft Oranienburg und Sachsenhausen.

Der Sperrkreis betrifft Oranienburg und Sachsenhausen.

„Ich wünsche den Männern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes für morgen viel Erfolg. Ich bin sehr froh, ein so erfahrenes und versiertes Team an unserer Seite zu wissen“, sagt Bürgermeister Alexander Laesicke. Er bitte alle Bürgerinnen und Bürger, sich am Mittwoch an den Sperrkreis zu halten. Jeder, der sich unbefugt dort aufhalte, verzögere und gefährde unnötig eine reibungslose Entschärfung.

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Von MAZonline

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