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Oranienburg

Vorlesewettbewerb: „Ich habe ihr gern zugehört“

Beim 60. Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gewann Leah-Sophie Girnus den Kreisausscheid in Oranienburg.

Beim 60. Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gewann Leah-Sophie Girnus den Kreisausscheid in Oranienburg.

Oranienburg. Die Augen leuchteten vor Freude, die Mundwinkel waren weit nach oben gezogen. Leah Sophie Girnus strahlte unendlich über ihren Sieg beim „Kreisausscheid Oberhavel 2“, dem regionalen Vorlesewettbewerb. Sie erhielt von der siebenköpfigen Jury die besten Bewertungen. „Ich hatte gehofft, dass ich gewinne. Wenn es anders gekommen wäre, hätte es mir aber auch nichts ausgemacht. Dabeisein ist alles“, sagte die Elfjährige nach dem Triumph in der Oranienburger Stadtbibliothek, der nach etwa vier Stunden feststand. „Sie überzeugte mich von Anfang an. Ich habe ihr gern zugehört“, sagte Maren Gentzmann, Mitarbeiterin der Kinderbibliothek und zugleich Jury-Mitglied.

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Übergabe der Urkunden und Bücher an die Teilnehmer von Anke Michelczak (Amt für Bildung der Stadt) und Maren Gentzmann (Kinderbibliothek, v

Übergabe der Urkunden und Bücher an die Teilnehmer von Anke Michelczak (Amt für Bildung der Stadt) und Maren Gentzmann (Kinderbibliothek, v. r.)

13 Mädchen und Jungen nahmen am Kreiswettbewerb in Oranienburg teil. Parallel zu dieser Veranstaltung fand in der Stadtbibliothek Hennigsdorf ein gleichrangiger Wettbewerb – der „Kreisausscheid Oberhavel 1“ – mit 14 Mädchen und Jungen statt. Hier ging Shirley-Sue Stolper als Siegerin hervor. Alle Teilnehmer hatten in ihren Schulen den internen Wettbewerb gewonnen. „Als wir im Jahr 2000 anfingen, machten 13 Grundschulen mit, in diesem Jahr waren es 28“, so Maren Gentzmann.

Alle Vorleser – sie gehen durchweg in die 6. Klasse – lasen zunächst eine Passage aus einem eigenen Buch vor und anschließend einen unbekannten Text. Leah Sophie Girnus von der Grundschule Bergfelde brachte ihr Lieblingsbuch „Woodwalkers – Carags Verwandlung“ von Katja Brandis mit und las daraus vor. Darin geht es um einen Jungen, der sich in ein Tier verwandelt und Abenteuer erlebt. Anschließend musste sie – wie alle anderen auch – einige Zeilen aus dem Buch „Ich bin’s, Kitty“ (aus dem Leben einer Katze von Mirjam Pressler) zum Besten geben – der unbekannte Text. „Ich bin eigentlich zufrieden, wie es gelaufen ist“, sagt die Siegerin. „Mit beiden Büchern.“ Die Nervosität, die sie am Anfang gespürt hatte, habe sich ziemlich schnell gelegt.

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Mit dem Sieg bei dem Kreisausscheid erhielt sie (wie alle) das Buch „Das Museum der sprechenden Tiere“ und zudem noch „Die beste Medizin“. Neuer Lesestoff. „Ich lese ziemlich viel. Ich habe in zwei Wochen schon mal sechs Bücher geschafft“, so die Elfjährige, die nebenher auch noch tanzen geht und reitet. Ihre Oma Maria Girnus aus Erfurt hatte Glück, dass sie zufällig im Lande war und ihre Enkeltochter begleiten durfte. „Ich bin richtig stolz.“ Und Leah Sophies Freundin und Schulkameradin Leonie befand: „Ja, sie war gut. Sie war die Beste!“

Maren Gentzmann schätzte das gesamte Niveau als „sehr gut“ ein. Die Schülerinnen und Schüler haben sich gut vorbereitet.“ Sowohl Leah Sophie als auch Shirley-Sue Stolper vertreten den Kreis nun Ende März beim Landesausscheid.

Von Stefan Blumberg

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