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Infrastruktur-Projekt

Politiker fordern Heidekrautbahn-Ausbau

Raik Müller steuert die Heidekrautbahn (RB27) zwischen Berlin-Karow und Schmachtenhagen.

Raik Müller steuert die Heidekrautbahn (RB27) zwischen Berlin-Karow und Schmachtenhagen.

Oberhavel. Genau ein Jahr ist es her,

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. Seitdem hat sich eine Menge getan – im Positiven wie im Negativen. Die Straßen sind in den Stoßzeiten überfüllter als je zuvor, die A 10 ist eine Dauerbaustelle geworden. Im Gegenzug

und so über Wilhelmsruh bis nach Berlin-Gesundbrunnen anzubinden. 4655 Menschen haben dieses Ziel einer Petition bis Ende März mit ihrer Unterschrift unterstützt. „Nun werden wir mit diesem Rückenwind weiter an der Verlängerung arbeiten“, kündigen jene 21 Ortschaften an, die seit 1999 in einer kommunalen Arbeitsgemeinschaft kooperieren.

Der Berliner Abgeordnete Tino Schopf (l.) engagiert sich für die Reaktivierung der Heidekrautbahn. Kürzlich war Schopf zu Gast beim Bürgermeister der Gemeinde Mühlenbecker Land, Filippo Smaldino-Stattaus.

Der Berliner Abgeordnete Tino Schopf (l.) engagiert sich für die Reaktivierung der Heidekrautbahn. Kürzlich war Schopf zu Gast beim Bürgermeister der Gemeinde Mühlenbecker Land, Filippo Smaldino-Stattaus.

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In dem Bündnis engagiert sich auch die Gemeinde Mühlenbecker Land. Deren Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus (SPD) ist der aktuelle Planungshorizont bis 2030 viel zu lang. Genauso sieht das Tino Schopf, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und verkehrspolitischer Sprecher der dortigen SPD-Fraktion. Beide trafen sich kürzlich im Mühlenbecker Rathaus, um den Prozess zu beschleunigen. „Man braucht ja nur mal morgens aus dem Fenster sehen: Wir brauchen dringend eine Entlastung für den Verkehrsinfarkt und das geht nur über die Schiene“, sagt Smaldino-Stattaus. Klare Signale auch aus Berlin: Die Bezirksverordnetenversammlung von Pankow votierte einstimmig für die Wiederinbetriebnahme. Fraktionsübergreifend wollen die Politiker die Heidekrautbahn als „Leuchtturmprojekt“ bevorzugt behandeln.

Oberhavel-Landrat Ludger Weskamp (SPD) unterstützt die möglichst schnelle Reaktivierung der Stammstrecke mit Verweis auf das Bevölkerungswachstum in der nördlichen Hauptstadtregion ebenso

. Auch der Kreistag halte es für dringend geboten, das Schienennetz im Landkreis Oberhavel zur Sicherung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Mobilität schrittweise weiter auszubauen. Zur Vorfinanzierung notwendiger Planungen und Investitionen stellt der Kreistag hierfür ab 2018 bis zu 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Reaktivieren des stillgelegten Stammastes der Heidekrautbahnstrecke ist das erklärte Ziel von Politikern in Berlin und Brandenburg.

Das Reaktivieren des stillgelegten Stammastes der Heidekrautbahnstrecke ist das erklärte Ziel von Politikern in Berlin und Brandenburg.

Bei einem Parlamentarischen Frühstück Ende vergangener Woche hätten die Vertreter der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) AG deutlich gemacht, dass sie die Stammstrecke der Heidekrautbahn über Wensickendorf, Mühlenbeck und Schildow nach Berlin-Gesundbrunnen schnell ans Netz bringen könnten, sagte die SPD-Landtagsabgeordnete Inka Gossmann-Reetz. Aktuell bestehe bereits Baurecht für die Errichtung eines neuen Haltepunktes in Berlin-Wilhelmsruh. Bis dorthin könnte die Heidekrautbahn innerhalb von ein bis zwei Jahren verlängert werden.

„Grundvoraussetzung ist jedoch ein klares Bekenntnis von Berlin und Brandenburg zur zukünftigen Bestellung von Beförderungsleistungen auf dieser zusätzlichen Bahnstrecke“, sagte Ludger Weskamp. „Deshalb habe ich Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) und Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) zu einer gemeinsamen Beratung mit dem NEB-Geschäftsführer Detlef Bröcker und der Geschäftsführerin des VBB, Susanne Henckel, nach Oberhavel eingeladen, um Unterstützungspotentiale auszuloten und nächste Schritte abzustimmen.“

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Die Landtagsabgeordnete kündigte ihrerseits an, sich im Landtag für das hiesige Bahnprojekt einzusetzen. Gossmann-Reetz: „Eine Aktivierung der Heidekrautbahn würde in relativ kurzer Zeit eine spürbare Verbesserung für die vielen Pendlerinnen und Pendler in der Region bringen. Die Fahrgastzahlen im nördlichen Umland von Berlin steigen seit Jahren. Darauf muss die Landespolitik jetzt reagieren! In Mühlenbeck könnte beispielsweise der Bahnhof verlegt werden, um auch das Berufsförderungswerk Berlin-Brandenburg an die Strecke der Heidekrautbahn anzuschließen. Diesen Vorschlag begrüße ich ausdrücklich!“

Von Helge Treichel

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