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Oberhavel

Unterschriften für die Ministerin

Dietmar Seefeldt übergab die Unterschriften an Ministerin Schneider. Er wurde begleitet von den Bürgermeistern  Oberlack (l.)  und Lehmann (r.).

Dietmar Seefeldt übergab die Unterschriften an Ministerin Schneider. Er wurde begleitet von den Bürgermeistern Oberlack (l.) und Lehmann (r.).

Oberhavel. Eine Abordnung aus Oberhavel hat am Montag in Potsdam das Ergebnis einer Online-Petition zur Heidekrautbahn an Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) übergeben: Fast 6000 Menschen hatten das Ziel unterstützt, die Stammstrecke schnellstmöglich auszubauen. Konkret fordern die Unterzeichner, die Inbetriebnahme der Heidekrautbahn (RB 27) nach Wilhelmsruh bis 2021 und die Verlängerung nach Gesundbrunnen. Parallel wird gefordert, die aktuelle Strecke über das Karower Kreuz nach Gesundbrunnen zu erhalten sowie die Option einer Verlängerung bis Liebenwalde nicht aufzugeben. Um die Mitsprache der betroffenen Kommunen bei der Planung und Umsetzung zu sichern, soll eine Task-Force eingesetzt werden. Die Unterzeichner unterstützen damit die Forderungen der Bürgermeister der Region, der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Region Heidekrautbahn und der Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft (NEB).

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Unterschriftenübergabe bei Ministerin Schneider.

Unterschriftenübergabe bei Ministerin Schneider.

Um die Liebenwalder Forderungen hinsichtlich des eigenen Streckenastes zu unterstreichen, war Bürgermeister Jörn Lehmann (parteilos) mitgereist. „Es ist registriert“, reagierte die Ministerin auf das eindringliche Werben für das Projekt. Zusagen konnte sie einmal mehr nicht abgeben. Dietmar Seefeldt als Vorsitzender der KAG konfrontierte die Ministerin mit ihrer öffentlichen Aussage, wonach ein „Prüfauftrag“ für die Heidekrautbahn bestehe. In den Begriff dürfe nicht zu viel hineininterpretiert werden: Es gehe lediglich darum, alle Argumente noch einmal zusammenzutragen. „Alle Entscheidungsträger müssen ihre Aufgaben erledigen“, fasst Dietmar Seefeld die Aussagen zusammen. Danach stehe an, ein konkretes Planungsziel zu formulieren, was in die  Waagschale  geworfen  werden kann.  Als gutes Zeichen wertet er  die  Tatsache, dass die Länder Berlin  und Brandenburg bereits vereinbart haben, sich entstehende Kosten je zur Hälfte zu teilen. Das anvisierte Ziel lasse sich allerdings nicht vor 2022 realisieren, so die mitgebrachten Neuigkeiten aus Potsdam. In seinem Schlusswort drückte Seefeldt die Hoffnung aus, dass die Planungsvereinbarung zwischen den Ländern und der NEB alsbald unterschrieben wird.

Für Oktober sei eine Heidekrautbahnkonferenz geplant, kündigte KAG-Chef Seefeldt an: Alle Beteiligten wollen den Bürgern dann erläutern, was bisher gelaufen ist, wie der Stand der Dinge ist und welche Schritte jetzt folgen.

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Angesichts des geballten Bekenntnisses für die Heidekrautbahn drückte die Ministerin auch eine Erwartung aus: „Wenn die 6000 Unterzeichner später auch Bahn fahren, wäre das ein sehr vernünftiges Engegenkommen.“

Von Helge Treichel

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