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Amt Temnitz

Freiheit für den Film „Traumfabrik“

Emilia Schüle ist die Tänzerin Milou, Dennis Mojen spielt Emil, der sich unsterblich in die verliebt.

Emilia Schüle ist die Tänzerin Milou, Dennis Mojen spielt Emil, der sich unsterblich in die verliebt.

Garz. „Opa, kein Zutritt für Erwachsene.“ Diesen Satz kann Valentin Silas-Hahn schon aus dem Effeff. Doch der Satz war am Mittwoch nicht gefragt. Vielmehr musste der Achtjährige aus Worms ein Stück durch ein Getreidefeld bei Garz laufen – stets genau beobachtet von einer Kameradrohne. Denn Valentin gehört zu den Darstellern des Films „Traumfabrik“, den das Studio Babelsberg gerade dreht und der im September 2019 in die Kinos kommen soll.

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Eine Ost-West-Liebesgeschichte

Der Film (Regisseur: Martin Schreier) spielt im Sommer 1961 und ist eine große Ost-West-Liebesgeschichte: Emil, ein Komparse im Defa-Studio Babelsberg, verliebt sich dort Hals über Kopf in das französisches Tanzdouble Milou. Die beiden sind wie füreinander bestimmt. Doch am 13. August werden sie durch den Bau der Berliner Mauer getrennt. Ein Wiedersehen scheint unmöglich. Doch dann fasst Emil einen unglaublichen Plan ...

Mehr darf Produzent Sebastian Fruner nicht verraten. Schließlich sollen die Besucher neugierig ins Kino kommen. Zumal es sich wohl um die erste Eigenproduktion des Studios Babelsberg nach mehr als 20 Jahren handelt. Das Studio macht zwar regelmäßig Schlagzeilen als Co-Produzent von großen Hollywood- und Kinofilmen, wie „Der Pianist“, „Inglourious Basterds“ oder „Grand Budapest Hotel“. Doch richtig große Eigenproduktionen gab es nicht.

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In den Hauptrollen: Emilia Schüle und Dennis Mojen

Mit dem Film „Traumfabrik“ soll sich das ändern. Produzenten sind Studio-Babelsberg-Vorstand Christoph Fisser und Erfolgsproduzent Tom Zickler („Keinohrhasen“, „Honig im Kopf“) mit ihrer im vergangenen Jahr gemeinsam gegründeten Firma, die wohl nicht ganz zufällig Traumfabrik Babelsberg heißt.

Die Hauptrollen spielen Emilia Schüle, bekannt unter anderem aus den Fernseh-Mehrteilern „Ku’damm 56“ und „Ku’damm 59“, sowie Dennis Mojen, der 2016 beispielsweise in dem Streifen „Nirgendwo“ zu sehen war. Mit dabei bei der „Traumfabrik“ sind aber beispielsweise auch Heiner Lauterbach und Michael Gwisdek sowie das Deutsche Fernsehballett.

Das Getreide extra nicht geerntet

43 Drehtage sind für die „Traumfabrik“ geplant, das Gros ist schon im Kasten. Am Mittwoch geht es darum, auf dem Feld zwischen Manker und Garz die geplante Eröffnungsszene für den Film zu drehen. Nur deshalb   wurde das Feld auch noch nicht abgeerntet, sagt Produzent Sebastian Fruner. Das habe man extra im Vorfeld mit der Agrargesellschaft vereinbart. Schade ist nur, dass wegen der Trockenheit die Halme nicht ganz so hoch stehen, wie es sich die Filmleute erhofft haben.

Valentin Silas-Hahn versucht, den Regieanweisungen genau zu folgen – auch wenn es für den Achtjährigen das erste Mal ist, dass er bei einem Film als Komparse mitwirkt, und er auch noch nie durch ein Getreidefeld gelaufen ist.

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Ziel ist ein „perfekter Film“

Doch Regisseur Martin Schreier (38) ist zufrieden. „Das hast du gut gemacht.“ Schreier will mit der „Traumfabrik“ nichts weniger als einen „perfekten Film“ machen. Deshalb lässt sich das Team auch Zeit mit den Nacharbeiten im Studio für die „Traumfabrik“. Es soll kein schnell, schnell geben beim Schneiden, Bearbeiten und Vertonen der Bilder. Schließlich kostet in der Regel so eine Filmproduktion gut eine Million Euro. „Das Studio steht mit viel Liebe und Herz hinter unserem Projekt“, betont Schreier.

Steffen Deike ist neugierig. Der Schäfer aus Garz steht plötzlich hinter der Filmcrew und will sehen, was bei ihm in der unmittelbaren Nachbarschaft passiert. „Nicht, dass hier plötzlich Windräder gebaut werden“, sagt Deike. Produzent Fruner kann ihn beruhigen – und erfährt auf diese Weise, dass Schäfer Deike auch schon Filmerfahrungen hat. Für einen Werbeclip waren seine Schafe gefilmt worden. Das liegt aber schon ein paar Jahre zurück.

Eine schöne ländliche Gegend

Deike schaut sich kurz das Treiben auf dem Feld an und geht beruhigt wieder. Windräder werden auf dem Feld nicht gebaut. Die könnte auch die Filmcrew dort nicht gebrauchen. Sie habe extra eine „schöne ländliche Gegend mit viel Natur und Freiheit gesucht“, sagt Regisseur Schreier.

Von Andreas Vogel

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