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Hommage an Albert Hollenbach

Temnitzer Orgeltage: zwei Konzerte, eine Radtour und ein Hauch Norwegen

Vom 10. bis 17. Juni locken erneut die Temnitzer Orgeltage ins Amt Temnitz. Hier die Orgel der Kirche Walsleben.

Vom 10. bis 17. Juni locken erneut die Temnitzer Orgeltage ins Amt Temnitz. Hier die Orgel der Kirche Walsleben.

Gottberg. Mit den Temnitzer Orgeltagen vom 10. bis 17. Juni im Amt Temnitz würdigt der Förderverein Temnitzkirche das Erbe des Orgelbauers Albert Hollenbach (1850-1904) und belebt die Dorfkirchen im Amt mit abwechslungsreichem Kulturprogramm.

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Als Anerkennung für sein Wirken wurde zudem das Hollenbach-Stipendium ins Leben gerufen, das – inspiriert von der intensiven Verbindung Hollenbachs mit Norwegen – nun erstmals an die norwegischen Komponisten Martin Romberg und Marcus Paus vergeben wurde.

Auftaktkonzert am 10. Juni in Gottberg

Der Auftakt der Temnitzer Orgeltage findet am 10. Juni um 18 Uhr in der Dorfkirche Gottberg statt. Das Konzert „Von der Durchlässigkeit der Musik“ vereint romantische Klänge mit zeitgenössischen Kompositionen.

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Es werden Werke der norwegischen Komponisten Marcus Paus und Dagfinn Koch ebenso wie von Théodore Dubois, Max Drischner und James-Alfred Lefebure-Wely präsentiert.

Marcus Paus ist der erste Hollenbach-Stipendiat.

Marcus Paus ist der erste Hollenbach-Stipendiat.

Die amerikanisch-stämmige Sängerin Sarah McInerney wird mit ihrem strahlenden Sopran eine Reise durch die Zeiten bieten. Das Konzert ist gewissermaßen ein Pflichtprogramm für Musik- und Orgelfans. Marcus Paus, der kurz zuvor seinen ersten Arbeitsaufenthalt als Stipendiat antritt, wird persönlich anwesend sein. Eintrittskarten kosten 10, ermäßigt 8 Euro.

Hollenbach-Radtour am 11. Juni

Am 11. Juni lädt die Hollenbach-Radtour ab 13 Uhr dazu ein, gemeinsam den Spuren Albert Hollenbachs zu folgen. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, auf dem Fahrrad die Landschaft des Amtes Temnitz zu erkunden und dabei Interessantes über den Orgelbauer zu erfahren.

Eric Engelbracht, Hans Machowiak und Cornellius Jakhelln werden als mobiles „Hollenbach-Trio“ biografische Details über Hollenbach teilen und in Form von künstlerischen Kurzbeiträgen präsentieren.

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Start ist an der Temnitzkirche Netzeband, ein Zwischenstopp mit Picknick findet in Hollenbachs Geburtsort Blankenberg statt, bevor es über Katerbow wieder zurück nach Netzeband geht. Die Teilnahme an der Radtour mit Picknick kostet 20, ermäßigt 15 Euro.

Orgel-Extra am 17. Juni in Rohrlack

Am 17. Juni erwartet das Publikum um 18 Uhr in der Kirche Rohrlack ein „Orgel-Extra“: Unter dem Titel „Das neue Leben muss anders werden!“ erzählen die Schauspieler Axel Poike und Samuel Schaarschmidt in einer heiter-ironischen Darbietung über das Leben in einem untergegangenen Land, das angetreten war, eine bessere Zukunft zu bauen.

Der Autor und Schauspieler Axel Poike ist in Rohrlack zu erleben.

Der Autor und Schauspieler Axel Poike ist in Rohrlack zu erleben.

Mit bekannten Songs der DDR-Rockmusik, Volksliedern und Variationen auf Kampflieder des „Arbeiter- und Bauernstaates“ wird das Publikum auf eine Reise durch die Zeit mitgenommen. Die Veranstaltung verspricht ein Augenzwinkern und eine besondere Mischung aus Musik, Literatur und Theater. Der Eintritt kostet 10, ermäßigt 8 Euro.

Hollenbach schuf mehr als 120 Orgeln

Albert Hollenbach begann seine Lehre im Jahr 1864 in der Werkstatt des Orgelbauers Friedrich Hermann Lütkemüller in Wittstock. Später absolvierte er eine Ausbildung beim renommierten Orgelbaumeister Eberhard Friedrich Walcker in Ludwigsburg.

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Im Jahr 1878 ließ sich Hollenbach in Neuruppin nieder und schuf dort über 120 Instrumente, die für ihre harmonische Klang-Raum-Verbindung bekannt sind.

Das Hollenbach-Stipendium und die Temnitzer Orgeltage sollen einander ergänzen und sich wechselseitig eine Bühne bieten. Indem zeitgenössische Kompositionen auf historischen Instrumenten präsentiert werden, wird die Orgel – die „Königin der Instrumente“ – in ihrer bleibenden Aktualität gefeiert.

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Beide diesjährigen Stipendiaten werden im Rahmen ihres Stipendiums vor Ort arbeiten und komponieren. Ihre Werke werden im Herbst 2023 uraufgeführt.

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Die Temnitzer Orgeltage werden in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Temnitz, den Ortskirchenräten sowie Musikern der Region veranstaltet, vom Amt Temnitz unterstützt und im Zusammenhang mit dem Titel „kultureller Ankerpunkt des Landes Brandenburg“ gefördert.

Nähere Informationen zu den Temnitzer Orgeltagen sind im Internet unter www.netzeband-kultur.de/temnitzer-orgeltage nachzulesen. Karten gibt es über die Tourist-Info Rheinsberg (033931 34940), online unter www.netzeband-kultur.de oder unter www.reservix.de

MAZ

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