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Kita Bienenkorb in Wittstock

Baulärm statt Bauklötze

Der Kindergarten (rechts) ist derzeit im Catharina-Dänicke-Haus (links) und in der Ratswaage (Mitte) untergebracht.

Der Kindergarten (rechts) ist derzeit im Catharina-Dänicke-Haus (links) und in der Ratswaage (Mitte) untergebracht.

Wittstock.Der evangelische Kindergarten „Bienenkorb“ in Wittstock ist seit Mitte Januar eine Baustelle. Bis Ende des Jahres wird die Einrichtung komplett umgebaut. Die Baukosten liegen bei 1,2 Millionen Euro, davon werden 600 000 Euro über das Förderprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2015 bis 2018“ der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) finanziert. Zielgruppe des Programms sind Träger von Tagesbetreuungsplätzen für Kinder bis zum vollendeten dritten Lebensjahr.

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Von bisher 40 Plätzen für Kinder ab zwei Jahre erhöht sich im „Bienenkorb“ dann die Kapazität auf 50. Davon stehen erstmals 20 Plätze für Kinder von ein bis drei Jahre bereit. Hinzu kommen 30 Plätze ab drei Jahre. Die Plätze für die Jüngsten sind ganz im Sinne des Förderprogramms der ILB und auch im Sinne der Nachfrage.

Matthias Puppe, Superintendent Kirchenkreis Wittstock-Ruppin

Matthias Puppe, Superintendent Kirchenkreis Wittstock-Ruppin

„Die Kindergartenleitung hat immer bedauert, dass die Kapazität ausgeschöpft ist; zugleich steigt die Nachfrage nach einem Kitaplatz“, sagt Superintendent Matthias Puppe. Er ist neben seinem Leitungsamt auch anteilig in der Gesamtkirchengemeinde Wittstock als Gemeindepädagoge tätig. Matthias Puppe betreut den Umbau des Kindergartens. Das Architekturbüro Kannenberg und Kannenberg aus Wittstock ist für die Planung zuständig. „2015 haben wir den Antrag auf Förderung gestellt, im Sommer vergangenen Jahres kam die Zusage“, sagt Matthias Puppe. Die Kommune begrüßt laut Puppe die Umbauarbeiten und Kapazitätserweiterung. Der Kindergarten „Bienenkorb“ ist Anfang dieses Monats in das benachbarte Catharina-Dänicke-Haus umgezogen. Dort werden die 40 Mädchen und Jungen während der Bauphase betreut. „Der Kindergarten nutzt fast die gesamte untere Etage und auch die Ratswaage“, sagt Matthias Puppe. Das bedeutet zugleich, dass „Kompromisse in der Nutzung des Catharina-Dänicke-Hauses in dieser Zeit eingegangen werden müssen. Die Anzahl der Veranstaltungen bleibt, aber alle müssen enger zusammen rücken“, sagt Puppe und wirbt um Verständnis.

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Der Kindergarten wird auf drei Etagen umgebaut und die Lücke zum Nachbarhaus geschlossen. Dort entsteht ein Anbau mit Fahrstuhl.

Der Kindergarten wird auf drei Etagen umgebaut und die Lücke zum Nachbarhaus geschlossen. Dort entsteht ein Anbau mit Fahrstuhl.

Die Kinder wurden bisher in der unteren Etage vom „Bienenkorb“ sowie in einem Teil der oberen Etage betreut. Eine 100 Quadratmeter große und bisher genutzte Wohnung in der oberen Etage ist aufgelöst und fließt als neuer Raum in den Kindergarten ein. Auch das Dachgeschoss wird zukünftig genutzt: Büros, Beratungsräume und Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter ziehen dort ein.

Die Lücke und Hofeinfahrt zwischen dem Kindergarten und dem Nachbarhaus in der Heiliggeiststraße wird geschlossen. Dort erfolgt ein Anbau mit Einbau eines Fahrstuhls, so dass alle Etagen barrierefrei zu erreichen sind. Der Anbau reicht bis zur Hofseite. An der Giebelseite in Richtung Heiliggeistkirche werden Fenster im Erdgeschoss und der oberen Etage eingebaut. Der Hof wird teilweise überbaut; im Objekt eine neue Gasheizung mit Brennwerttechnik eingebaut. Auch beim Brandschutz wird kräftig investiert. „Es gilt, sehr viele Auflagen zu erfüllen“, sagt Matthias Puppe. Der zweite Rettungsweg erstreckt sich vom Kindergarten bis zum Dänicke-Haus.

„Während der Bauzeit kann der Hof vom Kindergarten teilweise weiter genutzt werden“, sagt Puppe. Ansonsten bestimmten Bauzäune das Bild; sie schirmen die gefährlichen Bereiche ab. „Nach dem Umbau werden im Erdgeschoss 30 Kinder von drei bis sechs Jahre betreut und in die obere Etage ziehen 20 Kinder unter drei Jahre“, sagt Puppe. „Das gesamte Objekt wird aufgewertet und die Erzieher haben bessere Arbeitsbedingungen“, sagt Matthias Puppe. Mit der Kapazitätserhöhung besteht auch weiterer Bedarf an Fachpersonal.

Von Christamaria Ruch

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