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Wusterhausen

Dorfleben als Aufgabe

In Arbeitsgruppen widmeten sich die Tagungsteilnehmer diversen Aspekten der Daseinsvorsorge auf dem Land.

In Arbeitsgruppen widmeten sich die Tagungsteilnehmer diversen Aspekten der Daseinsvorsorge auf dem Land.

Wusterhausen.Die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum – also alle öffentlichen Bemühungen, um das Leben lebenswert zu erhalten – war am Freitag und Sonnabend Gegenstand einer Tagung in Wusterhausen.

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Unter der Überschrift „Zukunft Land: Wir machen das Dorf“ diskutierten auf Einladung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Regionalentwicklung Ostprignitz-Ruppin“ zeitweise bis zu 50 Besucher darüber, wie sich bürgerschaftliches Engagement speziell in den kleineren Orten im Sinne der Daseinsvorsorge stärken lässt. Vertreten waren Ehrenamtler ebenso wie kommunale Verwaltungen und die Politik bis hin zur Bundestagsabgeordneten.

Austausch und Unterstützung

„Es gibt einen großen Wunsch nach Netzwerkbildung in der Region und vielleicht auch nach einem zentralen Ansprechpartner“, schätzte Alexander Wipper vom Organisationsteam der Veranstaltung ein. „Es geht auch darum, wie sich kleine Initiativen unterstützen lassen.“

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Ein Teil der Tagung diente dem Erfahrungsaustausch. Blumenthaler präsentierten Projekte aus ihrem Dorf. Das „Dorfladen-Netzwerk“, das die Nahversorgung voranbringen will, stellte sich vor. Die Hochschule Neubrandenburg vermittelte ihre Erfahrung bei der Qualifikation von „Dorfmoderatoren“ und ein Gast aus der Region Elbe-Elster, erklärte, wie man dort lokale Initiativen über das Förderprogramm Leader unterstützt.

Genau so etwas soll es demnächst auch im Landkreis OPR geben. Frank Baumann vom Leader-Regionalmanagement OPR, kündigte ein Jahresbudget von 50 000 Euro an, mit dem lokale Projekte zur Daseinsvorsorge auf Antrag unterstützt werden sollen. Aber: „Der Aufruf wird sicherlich erst 2019 passieren.“

Ideen für künftige Initiativen

In Arbeitsgruppen diskutierten die Tagungsteilnehmer unter anderem darüber, nach welchen Kriterien die neue Förderung verteilt werden soll oder wie sich örtliche Ehrenamtler sonst noch unterstützen ließen: beispielsweise durch Qualifizierungsangebote oder durch spezielle Ansprechpartner für Fachfragen aller Art. „Wir müssen ja immer professioneller arbeiten“, sagte beispielsweise Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank. „Das geht ja runter bis zum Ortsvorsteher bei der Vorbereitung des Dorffestes.“

Die Ergebnisse der Tagung sollen Eingang in die künftige regionale Förderpraxis finden.

Von Alexander Beckmann

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