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Bork

Alte Wanderwege werden wieder hergerichtet

Renato Kube, Gerd Kenzler und Karsten Solga (v.l.) bringen den alten Wanderweg am Obersee wieder auf Vordermann.

Renato Kube, Gerd Kenzler und Karsten Solga (v.l.) bringen den alten Wanderweg am Obersee wieder auf Vordermann.

Bork/Drewen. Ungemütlich und nasskalt präsentiert sich das Wetter zur Zeit. Doch davon lassen sich Karsten Solga, Gerd Kenzler und Renato Kube nicht abschrecken. Die drei sind als MAE-Kräfte beim Ostprignitz-Jugendverein beschäftigt und ihre Aufgabe besteht unter anderen darin, in Absprache mit der Stadt Kyritz den alten Wanderweg am Obersee zwischen Bork und Drewen bis hin nach Stolpe wieder in Ordnung zu bringen.

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Vor über 25 Jahren wurde der Obersee-Rundweg angelegt

Einst wurde das Wegesystem zu beiden Seiten des Obersees von der ASR erdacht, geplant und auch angelegt. Das ist nun bereits mehr als 25 Jahre her. Karsten Solga aus Kyritz war schon damals als Mitarbeiter in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) mit von der Partie. Der heute 55-Jährige kennt daher die inzwischen größtenteils zugewachsene Wegetrasse aller bestens.

Seit Mai 2017 ist Karsten Solga gemeinsam mit Gerd Kenzler aus Drewen nun schon als MAE-Kraft an den wilden Ufern des Obersees mit Harke, Spaten und Schippe zu Gange. Anfangs legten sie direkt in Bork Rundwege an, die den Backofen mit dem Badestrand verbinden. Auch im Dorf sorgen sie bis Heute für Ordnung.

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Mit wenigen Leuten viel erreicht

Doch den Rundweg am Seeufer behielten sie ebenfalls im Blick. Von Bork aus kämpften sie sich Meter um Meter auf dem zugewucherten Wanderweg voran. Zeitweise hatte das Trio Verstärkung bekommen. Doch Sparzwänge beim Jobcenter sorgten dafür, dass Träger, wie der Ostprignitz-Jugendverein weniger MAE-Stellen finanziert bekommen. Anja Büchner, Anleiterin der drei MAE-Kräfte, ist angesichts dieser Situation besonders Stolz auf sie. „Auf die Drei ist hundertprozentig Verlass, sie machen ihre Arbeit sehr gut“, so Anja Büchner.

Wegweiser am Wanderweg zwischen Bork und Stolpe.

Wegweiser am Wanderweg zwischen Bork und Stolpe.

Voll des Lobes sind auch die Wanderer und Radler, die den Uferweg besonders in der schönen Jahreszeit rege nutzen. „Doch auch jetzt kommen überraschend oft Wanderer vorbei, die darüber erstaunt sind, dass nur drei Leute die kilometerlange Trasse so schön hergerichtet haben“, berichtet Gerd Kenzler.

Drewen ist erreicht

Inzwischen haben sie die Gemarkung Drewen längst erreicht. Nächste strategische Ziele sind der Drewener Anglerhafen und das Pumpenhaus. Bis dahin sind es noch über zwei Kilometer. Noch bis Ende April haben Gerd Kenzler, Karsten Solga und Renato Kube Zeit. Dann endet zunächst ihre aktuelle Maßnahme. Die Chancen auf eine Verlängerung um ein weiteres Jahr stehen für sie als über 50-Jährige jedoch nicht schlecht.

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Von André Reichel

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