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Kyritz

„Buntes Kleeblatt“ will Kyritz nicht Rechtsextremisten überlassen

Bei der Corona-Demo vom Sonntag in Kyritz war zu einer weiteren Demonstration am Freitag aufgerufen worden.

Bei der Corona-Demo vom Sonntag in Kyritz war zu einer weiteren Demonstration am Freitag aufgerufen worden.

Kyritz.In Kyritz formiert sich Widerspruch, nachdem am Sonntag beim "Spaziergang" gegen die Corona-Maßnahmen sowie im Internet zur Teilnahme an einer Demonstration "Gegen die Gewalt in unserer Stadt" aufgerufen worden war. Das Bündnis "Buntes Kleeblatt" will im Gegenzug am kommenden Freitag, dem 7. Januar, "ein Zeichen für eine bunte, vielfältige, demokratische und offene Gesellschaft" setzen.

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Das „Bunte Kleeblatt“ schreibt die bei der Corona-Demo angekündigte Veranstaltung der rechtsextremen Partei „III. Weg“ zu. Die Polizeidirektion Nord in Neuruppin bestätigt zwar, dass für Freitag eine Demonstration in Kyritz angemeldet sei, nennt den Initiator jedoch nicht.

Allerdings hatte der "III. Weg" in den vergangenen Wochen unter anderem mit Flugblättern Stimmung gegen ausländische Jugendliche, Stadtverwaltung und Behörden gemacht und unter anderem zu Patrouillen aufgerufen. Anlass war eine Reihe von Gewalttaten, die einer kleinen Gruppe junger Tschetschenen zugeschrieben und die seit Monaten intensiv öffentlich diskutiert werden.

Kyritzer Bündnis positioniert sich gegen Gewalt

Das Schüren von Angst und Gewalt dürfe nicht hingenommen werden, erklärt das „Bunte Kleeblatt“ dazu. „Wir sind die Vielen und wollen in einer offenen und demokratischen Gesellschaft leben und wir haben keinen Bock auf die Wenigen, die auf Hass, Extremismus und Spaltung setzen und sich damit viel Raum in der Öffentlichkeit und in den Medien verschaffen.“ Weder Gewalt noch Aufrufe zur Gegengewalt seien hinnehmbar. „Wir positionieren uns deutlich gegen diskriminierende Äußerungen und wollen zeigen, dass wir ein friedliches gewaltfreies Miteinander in Respekt und Freundschaft ohne Ausgrenzung, Ablehnung oder Gewalt, möchten.“

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Das „Bunte Kleeblatt“ hat daher für Freitag, den 7. Januar, seinerseits eine Kundgebung angemeldet. Treffpunkt werde um 19 Uhr das Gelände der evangelischen Kirchengemeinde an der Marktzeile sein. Teilnehmer werden aufgefordert, sich nach den aktuellen Hygienevorgaben zu richten.

Von Alexander Beckmann

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