Straßenbau

Neuruppin schiebt Investitionen in Millionenhöhe vor sich her

Eigentlich wollte die Gemeinde Fehrbellin die schmale Straße zwischen Buskow und Langen ausbauen – auch den Teil, der Neuruppin gehört. Doch dafür reicht in Fehrbellin das Geld nicht.

Eigentlich wollte die Gemeinde Fehrbellin die schmale Straße zwischen Buskow und Langen ausbauen – auch den Teil, der Neuruppin gehört. Doch dafür reicht in Fehrbellin das Geld nicht.

Buskow. Die Buskower brauchen sich vorerst keine Hoffnung zu machen, dass die Straße aus ihrem Ort nach Langen in absehbarer Zeit ausgebaut wird. Das Projekt liegt weiter auf Eis, bestätigt Fehrbellins Bürgermeister Mathias Perschall jetzt auf Nachfrage.

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Die Straße gehört zum Teil der Stadt Neuruppin, zum Teil der Gemeinde Fehrbellin. Beide hatten 2019 eine Vereinbarung für den Ausbau geschlossen. Fehrbellin hatte der Fontanestadt damals angeboten, Planung und Bau für beide Gemeinden zu übernehmen. Neuruppin sollte lediglich seinen Anteil an den Baukosten beisteuern.

Doch schon kurze Zeit darauf haben die Fehrbelliner den Plan wieder aufgegeben. Vor etwa zwei Jahren hatte sich gezeigt, dass mit den erhofften Fördermitteln vorerst nicht zu rechnen ist, sagt Bürgermeister Perschall. Ohne Zuschuss kann sich Fehrbellin den Ausbau aber nicht leisten. Angesichts der leeren Kasse habe die Gemeinde sich deshalb entschieden, die Idee vorerst nicht weiter zu verfolgen.

Neuruppins Stadtverordnete wissen nicht, wie es mit dem Straßenbau weitergeht

Mathias Perschall will davon auch Neuruppins damaligen Bürgermeister Jens-Peter Golde informiert haben. Bis zu den Neuruppiner Stadtverordneten hat sich diese Nachricht aber offenbar nicht herumgesprochen.

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Der Stadtverordnete Siegfried Wittkopf (BVB/Freie Wähler) wollte jetzt im Neuruppiner Bauausschuss wissen, wie es um das Projekt denn steht. Immerhin seien damals für den Ausbau von Neuruppiner Seite mehr als 500.000 Euro im Haushalt eingeplant worden. Das Geld ist bis heute für das Projekt reserviert und kann bisher für nichts anderes ausgegeben werden.

Neuruppin schiebt Millionenprojekte von Jahr zu Jahr weiter

Dass Fehrbellin das Vorhaben längst aufgegeben hat, überrascht Wittkopf zwar. Er hat aber gleich eine neue Idee, wie Neuruppin das Geld sinnvoll ausgeben könnte: nämlich für die Sanierung der Straße von Gildenhall zum Potsdamer Platz.

Diese Strecke werden sicher viele Autofahrer als Umleitungsstrecke nutzen, wenn ab September der Seedamm wegen der Straßenbauarbeiten in Neuruppin gesperrt wird.

Die Straße von Buskow nach Langen ist nur ein Bauprojekt von vielen, für die Neuruppin in den vergangenen Jahr Geld eingeplant hat, das bis heute nicht ausgegeben werden konnte. Die Gründe, warum aus den Projekten bisher nichts wurde, sind verschieden.

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Neuruppin hat viel Geld, kann es aber nicht ausgeben

Insgesamt schiebt die Stadt mehr als 17,5 Millionen Euro für nicht umgesetzte Vorhaben vor sich her. Das Geld ist im Haushalt vorhanden, kann aber nicht anderweitig verwendet werden, solange die einmal beschlossenen Projekte nicht offiziell abgesagt wurden.

Weil die Stadtverordnete jedes Jahr neue Investitionen beschließen, kommt die Verwaltung kaum hinterher, die liegengebliebenen, alten abzuarbeiten. Die Menge des Geldes, das Neuruppin dadurch auf seinen Konten hat, ohne es ausgeben zu können, wird dadurch tendenziell immer größer, hatte der Kämmerer Sebastian Svenßon in der Vergangenheit mehrfach kritisiert.

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