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MAZ Land-Community

Stadt oder Dorf – wo lebt es sich besser? Das sind die Meinungen der MAZ Land-Community

Lebenswert ist es in Ostprignitz-Ruppin allemal. Aber wo gefällt es den Menschen besser, in der Stadt oder auf dem Land? Und warum?

Lebenswert ist es in Ostprignitz-Ruppin allemal. Aber wo gefällt es den Menschen besser, in der Stadt oder auf dem Land? Und warum?

Neuruppin/Kyritz/Wittstock. Fragt man Außenstehende beziehungsweise Urlauber, was sie an Nordwestbrandenburg im Allgemeinen und Ostprignitz-Ruppin im Speziellen schätzen, fallen in aller Regel die gleichen Begriffe: die Natur, das Wasser, die kleinen Ortschaften und die Nähe zur Ostsee in die eine Richtung und Berlin in die andere.

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Für die Menschen, die hier leben, vielleicht sogar hier aufgewachsen sind, stellt sich die Situation ein wenig anders dar: weite Wege zu den Supermärkten, den Ärzten oder den Wochenmärkten. Kaum vorhandener öffentlicher Personennahverkehr, eine fortschreitende Überalterung und die Ansicht, dass der Norden Brandenburgs vom Rest des Landes langsam aber sicher abgehängt wird. Stichwort: RB 73/74.

Diese Silhouette kennt jeder, der in OPR wohnt: Die Klosterkirche am Ruppiner See in Neuruppin. Foto: Soeren Stache

Diese Silhouette kennt jeder, der in OPR wohnt: Die Klosterkirche am Ruppiner See in Neuruppin. Foto: Soeren Stache

Sind die genannten Schwierigkeiten überzeugende Gründe für die Menschen auf dem Land, ihren Wohnort aufzugeben und in die Stadt zu ziehen? Oder ist es eher umgekehrt: wünschen sich die Stadtbewohner mehr von dem, was das Dorfleben ausmacht? Wir wollten es genauer wissen und haben die MAZ Land-Community gefragt.

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Stadt oder Land? Das sagt die MAZ-Community

Die MAZ hat gemeinsam mit tactile.news eine Community ins Leben gerufen, in der alle aus Ostprignitz-Ruppin mitmachen können, die was zu sagen haben.

Über einen Messenger-Dienst (Telegram, Signal oder Threema) oder auch klassisch per E-Mail findet ein reger Austausch mit der Redaktion statt. Wir freuen uns immer über neue Mitglieder in der Community!

Wenn Du mitmachen möchtest, dann schick eine E-Mail an justus.makollus@maz-online.de. Alles Weitere erfährst Du dann! Wir freuen uns auf Dich!

Dabei haben wir die Community je nach Wohnort in Stadt- und Landbewohner aufgeteilt. Bewohner von Gemeinden, wie beispielsweise Wusterhausen und Heiligengrabe, haben wir der Stadt zugeschlagen, da diese Strukturen größer sind als ein reines Dorf. Die Aufteilung dient lediglich der Vereinfachung.

Bodo Hergaß aus Freyenstein meint:

Ich bin ja ein alter Wittstocker und habe am Markt gewohnt, was toll war, da man, wenn man raus kam, gleich alles vor Ort hatte. Ich bin aber auch ein absoluter Berlin-Fan und nutze gern jede Möglichkeit, die Stadt und ihre ganzen Facetten zu entdecken. Wohnen würde ich aber nur am Rande mit guter Anbindung mit Öffentlichen. Das Leben im Zentrum wäre mir zu stressig.

Ostprignitz-Ruppin ist bei Pferdeliebhabern weithin bekannt. Ein Grund hierfür ist das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt in Neustadt. Foto: Falk Bandow

Ostprignitz-Ruppin ist bei Pferdeliebhabern weithin bekannt. Ein Grund hierfür ist das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt in Neustadt. Foto: Falk Bandow

Ute Belik aus Wustrauhat auf dem Land ihr Glück gefunden, bringt aber einen wichtigen Aspekt bei ihren Überlegungen mit ins Spiel: das Alter:

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Ich habe meine Kindheit Jugend in Wernigerode verbracht, und das war toll. Danach bin ich in den Norden aufs Land gezogen. Dort habe ich 15 Jahre gewohnt. Später habe ich einige Jahre in Neuruppin gewohnt, bevor ich nach Wustrau gezogen bin.Ich könnte nie in einer Großstadt wohnen. Der Geruch, der Krach und der Dreck stoßen mich ab. Unser Dorf hat alles: Arzt, Zahnarzt, Laden, Physiotherapie, Kita und Schule. Und noch einen Bäcker! Mir fehlt nichts.Wenn mir etwas fehlt, bestelle ich es im Internet, ohne schlechtes Gewissen. Corona hat gezeigt, dass ich nicht mit dem Auto irgendwo hin fahren muss.Im Dorf kenne ich viele Leute. Das Angebot an Vereinen könnte größer sein, aber jeder findet etwas für sich, der möchte.Brauche ich Hilfe, kann ich hier jeden darum bitten. Ich kann mich spontan mit jemandem auf einen Kaffee oder Wein verabreden. Im Ort ist es sauber, weil jeder darauf achtet. Rundherum ist Natur in allen Formen. Ich kann stundenlang spazieren gehen, Rad fahren oder paddeln. Hier fühle ich mich wohl. Aber im Alter würde ich nicht gerne in einem Ort wohnen, wo der nächste Arzt oder Laden nur mit dem Auto zu erreichen ist. Denn die öffentlichen Verkehrsmittel helfen da niemanden weiter, der auf dem Land wohnt.

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Heidi Schäfer aus Sewekow verschwendet keinen Gedanken an ein Leben in der Stadt:

Ein Leben in einer Stadt wäre für mich nicht nur nicht attraktiv sondern auch nicht denkbar! Ich hab in Greifswald gewohnt – einige Jahre – später viele Jahre in Wittstock, aber es zog mich immer in meinen Heimatort zurück. Wenn die einen die Anonymität lieben und ein Dorf für sie zu eng und nicht attraktiv genug ist, dann kann ich gut damit umgehen zu wissen, was in meinem Umfeld läuft und auch damit, dass man im Dorf mehr "Aufmerksamkeit" erfährt, als in der Stadt.Ich liebe es, mit ein paar Schritten in der Natur zu sein, jeden zu kennen (wie in einem Kiez in der Stadt übrigens auch!) und auf das, was im Dorf passiert, Einfluss nehmen zu können. Die Frage ist doch, was brauche ich, um mich wohlzufühlen? Warum ziehen Leute auf die Dörfer? Weil sie Ruhe brauchen? Und nur Ruhe wollen – in Ruhe gelassen werden wollen – um morgens in die Stadt zu fahren und abends wieder einzufliegen und sich für nichts, was im Dorf passiert, zu interessieren?Im Dorf wird beobachtet, ob du bereit bist, in der Feuerwehr mitzumachen, wie du mit deinen Kindern umgehst, ob du beim Gassigehen mit deinem Hund eine Tüte dabei hast, beim Frühjahrsputz dabei bist. Wem das egal ist, der kann auch in einem Dorf zurecht kommen – dann kommt es allerdings darauf an, wie das Dorf mit diesen Leuten zurecht kommt.Es gibt in der Zwischenzeit den Begriff "Boulettendörfer" – von Berlinern oder aus anderen Gegenden Zugezogenen – "okkupierte" Dörfer, wo diese Neuen in ihrem neuen Zuhause, unter sich bleiben, weil sie sich nicht dazugehörig fühlen, nicht dazu gehören wollen oder einfach keinen Bock auf Dorfleben mit all seinen Facetten haben. Das sind Entwicklungen, die wir in den Dörfern im Auge behalten sollten.

Sie ist beliebt bei Touristen, Brautpaaren und Museumsgängern: Die Alte Bischofsburg in Wittstock, eines der Wahrzeichen der Stadt. Foto: Christamaria Ruch

Sie ist beliebt bei Touristen, Brautpaaren und Museumsgängern: Die Alte Bischofsburg in Wittstock, eines der Wahrzeichen der Stadt. Foto: Christamaria Ruch

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Nach Jahren des Stadtlebens fühlt sich Mareike Schumacher in Fretzdorf wohl. Wieder zurück? Eher nicht, wie sie sagt:

Gerade erst vor wenigen Tagen konnte ich genau diese Frage für mich persönlich beantworten. Hintergrund der Geschichte ist die, dass mein Mann und ich fast zehn Jahre in Großstädten wie Berlin und Halle gelebt haben. Und wir haben dort natürlich viele Freunde und Bekannte. Vor wenigen Tagen bin ich in die Gegend um Osterhausen-Halle-Eilenburg-Leipzig gefahren. Wobei Osterhausen eher Dorfcharakter hat und Eilenburg eher eine idyllische Kleinstadt ist. Übernachtet habe ich aber jeweils in Halle und Leipzig. Gerade in den Stunden in Leipzig ist mir aufgefallen, dass es im Moment nichts gibt, was mich in eine Großstadt ziehen würde. Ich mag es in meinem Garten zu arbeiten, das Vogelgezwitscher oder auch einfach mal die Ruhe. Und auch die kurze Distanz zum Wald finde ich toll. In ein paar Minuten bin ich im Wald und kann mich dort verlieren.Es hat aber auch circa anderthalb Jahre gedauert, ehe ich mich wieder an das Dorfleben gewöhnen konnte. Im Moment bin ich auf dem Land glücklich. Die Verbundenheit mit der Natur ist hier viel besser lebbar. Das Einfache und Ursprüngliche stehen hier im Vordergrund. Sicher habe ich das Großstadtleben mit all den neuen Eindrücken, dem stetigen Wandel und dem Fortschritt geliebt. In einer Großstadt kann man nun einmal viel mehr entdecken. Sich selbst besser ausleben (Sport, Schule, Freizeit, Ausbildung, Weiterbildung, Jobs). Das geht auf dem Land leider nicht. Das sind viele Dinge (Schulformen, Bandbreite an Vereinen, Ausbildungsplätze und so weiter) stark begrenzt.Aber im Moment benötige diese Auswahl nicht. Ich finde, Stadt-und Landleben kann gleichermaßen wundervoll sein. Man muss nur wissen, was man gerade sucht.

Sind Sie ein Stadt- oder Dorfmensch?

Die Geschichten aus der MAZ-Community haben uns neugierig gemacht: Sind Sie eher ein Stadtmensch oder fühlen sie sich auf dem Dorf wohler? Schreiben oder erzählen Sie uns, wo in OPR das Leben für Sie und Ihre Familie am schönsten ist!

Wir freuen uns auf Ihre E-Mails zu diesem Thema an neuruppin@maz-online.de mit dem Betreff „Stadt oder Dorf“, am liebesten mit einem Foto von Ihnen an Ihrem Lieblingsort. Oder Sie rufen uns unter Tel. 03391/45 75 12 an und erzählen einem Reporter von Ihrer Liebe zu Stadt oder Dorf.

Ebenfalls in beiden Welten zuhause war Joachim Pritzkow, der heute in Kränzlin lebt:

Ich bin auf dem Land geboren und somit eine typische Landratte. Von 1984 bis 1995 habe ich in Neuruppin gewohnt. Ursprünglich haben wir seinerzeit eine Neubauwohnung mit Fernheizung zugewiesen bekommen. Die haben wir aber gleich gegen eine Altbauwohnung mit Ofenheizung in der vierten Etage getauscht. Anschließend haben wir uns im Sommer sofort einen Garten gesucht.In der Stadt lebt doch jeder mehr oder weniger sein eigenes Leben. Ich bin es gewohnt, mit meinen Nachbarn einen relativ engen Kontakt zu pflegen. Das ist meiner Meinung nach in der Stadt nicht so gegeben. Wir haben zwar im Garten auch viele und auch gute Kontakte gepflegt, aber das ländliche Leben konnten wir so leider nicht wie gewünscht erleben. Deshalb haben wir im Herbst 1994 ein Baugrundstück in meinem Heimatdorf gekauft und sind dann schon zum Sommeranfang 1995 in unser neues Haus eingezogen.Auch wenn meine Frau direkt in Neuruppin groß geworden ist, gefiel es ihr hier von Beginn an. Hier fühlen wir uns sehr wohl. Hier haben wir viele Freunde und Bekannte. Natürlich haben wir auch einen Garten und bauen darin immer noch viel Obst und Gemüse für unseren Eigenbedarf an. Dieses Leben erfüllt uns vollkommen.Auf dem Land ist mehr die Gemeinschaft gefragt. Und das gefällt uns. Hier kenne ich die meisten Menschen seit meiner Kindheit. Deshalb werde ich meinen Heimatort wohl auch nicht mehr verlassen, es sei denn, dass mich gesundheitliche Einschränkungen dazu veranlassen.

Traumhaft schön, nicht nur bei Mondschein: Der Sielmann-Turm in der Kyritz-Ruppiner Heide. Foto: Frank Zerahn

Traumhaft schön, nicht nur bei Mondschein: Der Sielmann-Turm in der Kyritz-Ruppiner Heide. Foto: Frank Zerahn

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Katrin Ribbe aus Neustadt zieht es zwar nicht direkt in die Stadt. Aber wenn doch, kommt für sie nur eine ganz bestimmte infrage:

Wenn ich in einer Stadt wohnen müsste – wüsste aber nicht warum – wäre das Potsdam. Meine Schwester und einer meiner Söhne leben da im Kiez. Ich liebe Potsdam. Es ist dort heimelig und familiär.Ich hab immer das Gefühl, ich stell mich an die Straße und komm sofort mit Jemandem ins Gespräch. Und all die wunderschönen Bauten und Parks…I love it.

Den Reigen der Dorfbewohner schließt Michael Peter aus Gühlen-Glienicke. Ein Stadtleben wäre für ihn vorstellbar, aber nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen:

Ja, es wäre für mich denkbar in einer Stadt zu leben. Das Grundstück müsste dann aber auch die Attribute haben wie mein Grundstück in Gühlen-Glienicke. Wohnen und Arbeiten müssen vereint sein, ich bräuchte viel Platz und das Wasser dürfte nicht weit weg sein.Ein Mehrfamilienhaus oder Wohnblock würden für mich nicht infrage kommen. Ich könnte mir sogar vorstellen in einem Gewerbegebiet zu wohnen, wenn meine Vorstellungen erfüllt sind.

Dieses hübsche Gebäude beherbergt das Heimatmuseum und die Bibliothek in Wustrau.

Dieses hübsche Gebäude beherbergt das Heimatmuseum und die Bibliothek in Wustrau.

Von Ablehnung bis Darüber-Nachdenken bezüglich eines Lebens in der Stadt ist in den Ausführungen der Dorfbewohner alles vertreten. Wie sieht es auf der anderen Seite aus? Was sagen die Stadtbewohner zu einem Leben auf dem Land?

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Noch recht frisch sind die Eindrücke von Anne Lämmerhirt, die in Neuruppin lebt:

Ich bin tatsächlich erst im letzten Jahr aus Frankfurt am Main nach Neuruppin gezogen. Das war im ersten Moment ein totaler Kulturschock. Von der Rhein-Main-Metropole ins ländliche Neuruppin. Vom Westen (zurück) in den Osten, von Hektik zu Entspannung, von der Anonymität zur Gemeinschaft, von Beton zur Natur...ich könnte das noch ein bisschen weiterführen.Für mich war dieser Umzug wie ein Umzug aufs Land, dabei lebe ich hier in der mit Abstand größten Stadt im Landkreis. Auch wenn ich für mich persönlich einige Abstriche mache, fühle ich mich sehr wohl. Aber noch kleiner sollte mein Wohnort nicht sein, ich würde nicht "noch ländlicher" wohnen wollen. Insgeheim habe ich eine relativ romantische Vorstellung vom Landleben, die aber so gar nicht der Realität entspricht. Ich hätte keine Lust darauf jedes Mal ins Auto steigen zu müssen, um einkaufen zu können. Über den ÖPNV müssen wir in diesem Zuge nicht sprechen. Auch die ärztliche Versorgung ist oftmals auf dem Land ziemlich schwierig. Kulturelle Veranstaltungen oder Bildungsangebote sind auch relativ rar.Für mich sind all die aufgezählten Punkte hier in Neuruppin schon fast an der Grenze, aber das ist meine subjektive Wahrnehmung. Neuruppin ist eine lebenswerte Stadt und auch nach über einem Jahr hier bin ich immer noch im Entschleunigungs-Modus. Ich habe mehr Zeit, fange an, mir ein Netzwerk aufzubauen und mich in die Gemeinschaft zu integrieren, bin schnell in der Natur und habe am Ende des Monats mehr Geld im Portemonnaie. Läuft...

Annemarie Nippraschk, ebenfalls wohnhaft in Neuruppin, bringt ihre Vorstellungen von einem Leben auf dem Land auf den Punkt:

Dort lebenswert wäre es schon, nur mir würde die Vernetzung mit kurzen Wegen zu Freunden, Kultur, Stadt, Geschäften, Markt fehlen.

Für Klaus Ribbe aus Wusterhausen ist ein Netzwerk von Nahverkehr und ärztlicher Versorgung entscheidend:

Eigentlich wohnen wir ja schon ländlich, für mich wäre es daher nicht schlimm, in ein kleines Dorf umzuziehen. Probleme können dann natürlich auftreten, wenn man Rentner ist. Braucht man den ÖPNV zum Einkaufen sowie für die medizinische Versorgung? Ansonsten ist die Ruhe auf dem Dorf bestimmt auch nicht schlecht.

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Die Wittstocker Jugend trifft sich im Jugendclub Alte Schlosserei am Bahnhof. Foto: Christian Bark

Die Wittstocker Jugend trifft sich im Jugendclub Alte Schlosserei am Bahnhof. Foto: Christian Bark

Ein klares Plädoyer für ein Leben in der Stadt gibt Kai Goldschmidt aus Neuruppin ab.

Ich würde mein Haus in der Stadt ungern gegen ein Landleben tauschen. Eine Stadt wie Neuruppin hat aus meiner Sicht so viele Vorteile im Vergleich zum Leben auf dem Land. Übrigens würde ich keinen gut ausgebauten ÖPNV benötigen, da ich diesen nicht nutzen würde.Ich würde aufs Land ziehen, wenn ich in kompletter Alleinlage wohnen könnte und ein großes Grundstück hätte, mindestens 10.000 Quadratmeter. Ein Leben im Dorf hat für mich keine Vorzüge zu einer Stadt, sondern eher das Gegenteil, da die Annehmlichkeiten einer Stadt fehlen und trotzdem einem viele Menschen umgeben.Übrigens spiegelt das nach meinem Wissen auch den Trend in der Welt und in Deutschland wider. Die Menschen ziehen aus ländlichen Räumen in Ballungsräume.

Einen gesundheitlichen Aspekt hat ein Leben auf dem Land für Matthias Hartung aus Mechow bei Kyritz:

Ich bin nach meiner Berentung 2019 wieder aufs Land gezogen, weil ich hier weit sehen kann und auch gute Luft habe.

Eine der schönsten Badestellen in OPR befindet sich sicher in Binenwalde am Kalksee. Das Gewässer gilt als besonders klar, aber auch als besonders kalt. Foto: Henry Mundt

Eine der schönsten Badestellen in OPR befindet sich sicher in Binenwalde am Kalksee. Das Gewässer gilt als besonders klar, aber auch als besonders kalt. Foto: Henry Mundt

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Das letzte Wort der Stadtbewohner hat Jens Schröder, der in Fehrbellin wohnt:

Erst einmal bräuchte es eine ruhige Wohnlage, nicht an einer frequentierten Landstraße. Optimal wäre zudem ein freier Blick in die schöne Landschaft. Internet, Einkaufsmarkt,Gastronomie, Badestrand, Wald und so weiter, alles in der näheren Umgebung. ÖPNV alle halbe Stunde und das sieben Tage in der Woche zum nächsten Bahnhof! Das sollte reichen...Man darf ja mal träumen.

Welches Bild ergibt sich hieraus? Einige der Teilnehmer der MAZ Land-Community haben bereits Erfahrungen in der Stadt respektive auf dem Dorf gesammelt. Jeder hat für sich Vorteile oder auch Nachteile ausgemacht und eine Entscheidung getroffen. Eine klare Ablehnung ergibt sich aber nur bei den Wenigsten.

Durchaus im Bereich des Möglichen ist ein Umzug, sofern bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Nur einmal wurde überhaupt ein Wegzug aus Ostprignitz-Ruppin als Option genannt. Ein Indiz dafür, dass die Region lebens- und liebenswert ist. Und dann spielt es auch keine Rolle, ob man auf dem Land wohnt, oder in einer Stadt.

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