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Neuruppin

Tributeband Letz Zep begeisterte im Kulturhaus Stadtgarten

Tributeband Letz Zep begeisterte ein weiteres Mal im Neuruppiner Kulturhaus Stadtgarten

Tributeband Letz Zep begeisterte ein weiteres Mal im Neuruppiner Kulturhaus Stadtgarten

Neuruppin.Der Mann ist der Wahnsinn. Dieselbe Löwenmähne wie Robert Plant, die Rampensau von Led Zeppelin. Und Billy Kulke hat auch den Habitus seines berühmten Idols verinnerlicht wie kaum ein anderer. Große Gesten, ein lässiges Hüftzucken, ein spontanes Headbangen. Ketten, Armbänder, Ringe – wie das Original. Viel Eros – mal androgyn, mal voller Testosteron. Er schmollt wie eine Mischung aus Lindenberg und Jagger, er lockt die Fans, er flirtet, er hält sein Mikro wie seinen wertvollsten Besitz – fast küsst er es. Wie ein Magier beherrscht er die Bühne.

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Jede Geste sitzt perfekt, jeder Wimpernschlag. Und manchmal lässt er den Divenpanzer fallen und ein breites, glückstrahlendes Lächeln zieht über sein Gesicht. Der Mann geht in seiner Rolle auf. Und er kann singen, keine Frage. Seine Stimme ist wie gemacht für die Songs der legendären Band Led Zeppelin, Rocker vor dem Herren, Ikonen des Hard- und Bluesrocks und des damals aufkeimenden Heavy Metals.

Rund 750 Fans sind am Freitagabend ins Neuruppiner Kulturhaus Stadtgarten gekommen, um Letz Zep zu lauschen. Vor drei Jahren war die als beste Coverband gehandelte Truppe schon einmal da – die Vorschusslorbeeren fußen auf berufenem Urteil. Robert Plant selbst hat einst von einer Letz-Zep-Show gesagt: „I walked in and saw me“ – ich kam rein und sah mich. Letz Zep hat keine Mühe, die Fans in Wallung zu bringen. Zur guten Musik kommt eine gute Show.

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Letz Zep wird ihrem Ruf als Super-Coverband gerecht

Gitarrist Andy Gray geht nicht nur mit vibrierenden, glasklaren Gitarrenriffs und Supersoli dicht ran ans Vorbild: er hat auch eine Wallemähne wie sein Alter ego Jimmy Page und dessen Hang zu extrem fantasievoller Bühnenkleidung, die den Mädels im Saal feuchte Augen macht. Drummer Pete Tulloch trägt Stirnband wie sein Vorbild John Bonham, nach dessen Tod Led Zeppelin sich auflöste. Und er trommelt sich ähnlich ekstatisch die Seele aus dem Leib. Und auch Jack Lonergan, Bassist und Keyboarder, macht ordentlich Druck im Kessel – wie sein Vorbild John Paul Jones. Lonergans kristall-klirrendes Pianosolo in einem der Songs ist allererste Sahne.

Kein Wunder, dass die Fans Letz Zep vom ersten Song an zu Füßen liegen. „Good times, bad Times“ und auch „Since I’ve been loving you“ gehören zu den bekannteren Stücken der Band. Letz Zep ist ständig bemüht, das Repertoire um die ein oder andere Perle zu erweitern. So verwundert es nicht, dass viele der gespielten Songs weniger bekannt sind. „Vor drei Jahren haben sie einen bekannten Hit nach dem anderen gespielt – heute kenne ich die meisten nicht“, sagt ein Fan.

Guter Mix aus unbekannteren Songs und großen Hits

Trotzdem – der typische Sound von Led Zeppelin ist in jeder Note – ob rockig oder bluesig – spürbar. Und macht Spaß – auch für nichteingefleischte Fans. Irgendwann zum Ende hin kocht die Stimmung noch um einiges höher – dann kommen die großen Dauerbrenner: „Kashmir“, „Stairway to heaven“, „Whole lotta love“. Herrlich. Die Fans singen im Chor mit, wo immer sie können. Und Kulke heizt das Feuer noch an. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes die Treppe zum Himmel. Der Applaus am Ende spricht eine deutliche Sprache.

Von Regine Buddeke

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