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Schlösserstiftung

Coronazeit-Bilanz: Mehr einzelne Besucher im Schloss Rheinsberg als vor einem Jahr

Wegen Corona gab es auch am Schloss eine lange Zwangspause. Jetzt dürfen wieder Besucher in das Gebäude.

Wegen Corona gab es auch am Schloss eine lange Zwangspause. Jetzt dürfen wieder Besucher in das Gebäude.

Rheinsberg. Sanssouci, dem Neuen Palais oder dem Cecilienhof kann das Schloss in Rheinsberg zwar nicht das Wasser reichen. Im Ranking der anderen Häuser der Schlösserstiftung liegt das historische Gebäude der Prinzenstadt aber ganz vorne: Es verzeichnet mehr Besucher als Oranienburg, Königs Wusterhausen, Paretz oder Caputh. Und auch die Zahlen während der Coronakrise können sich in Rheinsberg sehen lassen.

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Insgesamt hat die Epidemie zu schweren Umsatzeinbußen bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten geführt. Sie rechnet mit rund fünf Millionen Euro weniger als noch 2019. Alleine das Minus bei Ticketverkäufen in Berlin und Brandenburg soll rund 600.000 Euro betragen.

Mehr Individualbesucher im Schloss Rheinsberg

In Rheinsberg hingegen ist der Erlös über Eintrittskarten sogar gestiegen, berichtet Stiftungssprecher Frank Kallensee. Zumindest bei Individualreisenden. Nahm die Stiftung im Juni vergangenen Jahres bei 3806 Gästen dort 23.970,00 Euro ein, waren es im Juni 2020 in diesem Bereich 29.004,00 Euro bei 4448 Besuchern.

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Insgesamt schreibt aber auch das Schloss am Grienericksee rote Zahlen. So lagen die Einnahmen im Juni des Coronajahres bei rund 45.700 Euro, während sie im Vorjahresmonat etwa 53.400 Euro ausmachten.

Das idyllische Schloss am Grienericksee.

Das idyllische Schloss am Grienericksee.

Das liegt vor allem daran, dass die Stiftung wegen der Pandemie aktuell keine Gruppenführungen anbietet. „Im Juni 2019 hatten wir 65 Gruppen mit insgesamt 1.391 Personen“, sagt Kallensee. Der Totalausfall sei aber durch die Zunahme im Individualbereich um 642 Personen abgefedert worden. „Die Entwicklung der Besuchszahlen ist eingedenk der coronabedingten Einschränkungen erfreulich“, resümiert der Sprecher.

Die Zunahme fällt dabei bei einer Gruppe besonders auf: bei Eltern mit ihren Kindern. Der Absatz der Familienkarten habe sich im Vergleich der Junimonate 2019 und 2020 fast verdoppelt.

Maximal 30 Personen dürfen ins Schloss

Normal läuft der Betrieb auch jenseits des Gruppenverbots in dem Mitte Mai nach der Corona-Zwangspause wiedereröffneten Rheinsberger Schloss immer noch nicht. Nur 30 Personen dürfen sich dort derzeit maximal aufhalten, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. „Wird dieses Limit überschritten, erfolgt ein vorübergehender Einlassstopp“, erklärt Kallensee. Auch für die einzelnen Räume gibt es jeweils Personenzahlbegrenzungen, auf die die Schilder und Mitarbeiter hinweisen.

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Für einen glatten Ablauf im Schloss und für die Einhaltung der Coronaregeln sorgen derzeit in Rheinsberg zwei Schlossführer und eine Kassenkraft, berichtet Kallensee. Für die Schlösserstiftung gilt: Alle 566 Mitarbeiter der Friedericus-Servicegesellschaft, die für Reinigung, Bewachung oder Besucherbetreuung der Objekte zuständig sind, sind im Einsatz. Betriebsbedingte Kündigungen oder Kurzarbeit habe die Stiftung bislang vermeiden können.

Online-Buchung für Rheinsberg nicht möglich

Nur bei den Saisonkräften gibt es Abstriche: Die Stiftung beschäftigt rund 15 Prozent weniger dieser Mitarbeiter als sonst, so der Sprecher. Genaue Zahlen für Rheinsberg in diesem Bereich liefert er dabei nicht.

Tickets für den Besuch des Rheinsberger Schlosses gibt es nur vor Ort. In Sanssouci kann man sie auch online reservieren. Die Stiftung biete den digitalen Kartenverkauf im ersten Schritt in denjenigen Häusern an, die besonders stark nachgefragt sind. „In Rheinsberg ist der Erwerb von Tickets an der Schlosskasse im Regelfall ohne lange Wartezeit möglich“, sagt Kallensee. Die Stiftung plane aber, ihr Angebot mittelfristig zu erweitern.

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Von Celina Aniol

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