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Feuerwache deutlich teurer

Kleinzerlang: Rheinsberg bemüht sich um Geld für Feuerwehranbau

Das Gebäude der Feuerwehr in Kleinzerlang entspricht nicht den aktuellen Standards. Die Stadt will einen Anbau errichten.

Das Gebäude der Feuerwehr in Kleinzerlang entspricht nicht den aktuellen Standards. Die Stadt will einen Anbau errichten.

Kleinzerlang. Sich umziehen direkt hinter dem Einsatzwagen? Dass das auf Dauer nicht geht, ist längst klar. Gehappert bei dem Ausbau des Kleinzerlanger Feuerwehrhauses hat es dennoch – und zwar mehrmals, weil der Stadt Rheinsberg immer wieder das nötige Geld fehlte. Jetzt könnte es aber klappen: Das Geld ist im Etat gebunkert – und auch sonst stehen die Zeichen auf Grün. Zumindest bei den Vorbereitungen für das Projekt.

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So hat die Kommune den Antrag auf Fördergeld nun beim Land abgegeben, berichtet Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow. Außerdem habe die Verwaltung auch schon einen Bauantrag beim Landkreis für den Anbau eingereicht. Sollte sie später tatsächlich die finanzielle Hilfe vom Land bekommen, könnte sie am Ende mit den Bauarbeiten schneller beginnen, lautet das Kalkül des Verwaltungchefs.

Kosten für Feuerwehranbau in Kleinzerlang stark gestiegen

Auf das Geld aus Potsdam ist Rheinsberg aber auf jeden Fall angewiesen – mehr denn je. Denn die Kosten für den Anbau sind exorbitant gestiegen: Rund 1,3 Millionen Euro werden dafür gebraucht, so lautet die aktuelle Schätzung. Vor einem Jahr ging die Kommune noch davon aus, dass 320 000 Euro reichen werden.

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Zum einen hänge das mit dem Preisboom in der Baubranche zusammen, erklärt Schwochow. Dieser betreffe alle Bereiche: also sowohl die Materialkosten als auch Ausgaben für Personal oder Transport.

Feuerwache in Kleinzerlang: neue Umkleiden und Stellplätze

Zum anderen haben die genauen nun Planungen ergeben, dass sich das alte Gebäude nicht so umbauen lässt wie gedacht. Stattdessen müsse neben das bestehende Gebäude ein eigenes Haus gesetzt werden. Darin soll Platz sein für die nach Geschlecht getrennten Umkleidekabinen sowie für zwei Fahrzeug-Stellplätze.

Zudem müssen alle Punkte, die von der Feuerwehr-Unfallkasse bemängelt werden, mitbedacht werden. Die technischen Finessen können teuer werden.

Rheinsberg rechnet mit geringerem Zuschuss

Auf der anderen Seite hat das Land die Förderung im Bereich der Feuerwehr-Infrastruktur seit einiger Zeit gekappt. Trat es früher für etwa 60 Prozent der Ausgaben ein, fällt der Zuschuss jetzt wegen der geänderten Richtlinie meistens deutlich niedriger aus. Bürgermeister Schwochow rechnet damit, dass die Hilfe höchstens 20 Prozent der Kosten decken wird.

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Er fürchtet auch, dass Rheinsberg bei der Fördergeldvergabe nicht zum Zuge kommen könnte. Denn viele Kommunen erneuern derzeit ihre Gerätehäuser oder bauen die Standorte für Brandschützer gleich neu, und hoffen dabei auf Zuschüsse aus Potsdam. Das Budget des Landes aber ist begrenzt: Wahrscheinlich können – wie in den Vorjahren – am Ende nicht alle Anträge bedient werden. „Der Druck auf das Förderprogramm ist riesengroß“, sagt Schwochow.

Vorplanung für Kleinzerlang ist da

Noch hofft die Verwaltung aber trotz allem, dass das Geld fließt. Denn ohne die Förderung werde es definitiv nicht gehen. Die dauerklamme Kommune, die viele offene Baustellen hat, könnte die Kosten nicht alleine stemmen: „Nur mit eigenen Mitteln ist das nicht machbar.“

So oder so: Der Baustart für das Projekt wird nicht mehr in diesem Jahr fallen. Dazu ist die Zeit zu knapp. Selbst wenn der Zuschuss genehmigt wird, müsste sich die Kommune erst in die weitere Planung hineinknien.

Sollte eine Absage kommen, hätte Rheinsberg bei der nächsten Runde der Fördergeld-Vergabe einen Vorteil. „Wir hätten dann die Vorplanung schon in der Schublade, die wir dann gleich ziehen können.“ Das würde vermutlich die Chance auf Hilfe erhöhen.

Bisher musste die Kommune schon bei diesem Schritt passen: Sie hatte nur die Idee und eine grobe Planung in petto. Jetzt hat sie erstmals für den Antrag eine professionelle Vorplanung erstellen lassen.

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Von Celina Aniol

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