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Rheinsberg

Polnische Azubis helfen im Arboretum

Konrad Rzany (l.) und Karol Brzozowiec besuchen im Südosten Polens eine Waldarbeitsschule – mehr als 800 Kilometer entfernt.

Konrad Rzany (l.) und Karol Brzozowiec besuchen im Südosten Polens eine Waldarbeitsschule – mehr als 800 Kilometer entfernt.

Rheinsberg. Gut 20 Stunden Anreise liegen hinter Konrad Rzany. Doch der Anblick des grün glitzernden Böbereckensees entschädigt ihn ein wenig dafür. Gemeinsam mit 15 anderen polnischen Forstlehrlingen ist Rzany derzeit Gast der Waldarbeitsschule Kunsterspring. Zusammen mit angehenden Forstwirten aus der Region übernahmen sie am Montag Pflegearbeiten im Arboretum im Forst Boberow.

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Im vergangenen Jahr hatte die Waldarbeitsschule Kunsterspring einen Kooperationsvertrag mit einer Forstschule im Südosten Polens geschlossen. Azubis aus Polen kommen zum inzwischen zweiten Mal nach Kunsterspring. Auch ein Gegenbesuch ist geplant – ein Termin steht jedoch noch nicht fest. Ziel des Projektes sei es, sich über die Ländergrenzen hinweg kennen zu lernen, sagt Ausbilder Karsten Peter. „Die Zusammenarbeit im Arboretum ist ein Anfang.“

Eine Rotbuche wurde gefällt

Gemeinsam befreiten die Azubis am Montag Freiflächen und Wege im Arboretum vom Winterlaub. „Hier ist viel Handarbeit zu machen“, sagte Peter. „Wir brauchen viele fleißige Helfer.“ Einige Bäume des vor mehr als 20 Jahren angelegten Arboretums seien zudem sehr groß geworden. Eine Rotbuche, die einem anderen Baum Licht wegnahm, musste deshalb gefällt werden.

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Am Vormittag hatten sich die polnischen Azubis die Waldarbeitsschule Kunsterspring angeschaut und sich über die Forstausbildung in Deutschland informiert. Rzanys erster Eindruck: „In Deutschland ist es vielleicht ein bisschen einfacher.“ An seiner Schule stünden auch Mathe und Physik auf dem Lehrplan. „Hier mehr Wald.“

Französische Azubis waren in Kunsterspring

Am Dienstag besuchen die Azubis gemeinsam ein Waldmuseum, am Mittwoch bricht Rzany zu einer weiteren Brandenburg-Station auf. „Ich war schon ein paar Mal in Berlin“, sagt er. „Einen brandenburgischen Wald kannte ich noch nicht.“

Vor wenigen Wochen waren bereits französische Azubis in Kunsterspring zu Gast gewesen. Zusammen mit angehenden deutschen Forstwirten hatten sie bei Rheinsberg Traubeneichen gepflanzt. In diesem Sommer werden Azubis aus Kunsterspring in die französischen Vogesen reisen und dort eine Waldarbeiterschule besuchen. „Es gibt viele Exkursionen“, sagt Peter. „Es ist ein tolles Programm.“

Tag der offenen Tür in der Waldarbeitsschule

Die Waldarbeitsschule Kunsterspring stellt sich am Sonnabend, 16. Juni, bei einem Tag der offenen Tür vor. Interessierte können sich ab 10 Uhr über die Forstwirtausbildung informieren. Einen Tag zuvor beginnen dort die Berlin-Brandenburger Waldarbeitsmeisterschaften.

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Von Frauke Herweg

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