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Erstes Hoffest der Bibliothek

Buntes Treiben im Hinterhof

Musikalisches Highlight waren die Wernikower Dompfaffen mit ihrem zum Teil äußerst humorvollen Liedern.

Musikalisches Highlight waren die Wernikower Dompfaffen mit ihrem zum Teil äußerst humorvollen Liedern.

Wittstock. So haben die Wittstocker ihre Bibliothek sicher noch nie erlebt. Statt in den bekannten Räumlichkeiten des Kontors, spielte am Montagabend auf dem Hof die Musik. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Wernikower Dompfaffen amüsierten gegen 18 Uhr die Besucher des ersten Hoffestes der Bibliothek mit ihren umgetexteten Liedern. So wurde aus „Living Next Door to Alice“ der britischen Rockband „Smokie“ „Ich hätt’ so gern ein Helles“, woraufhin die Dompfaffen im Chor riefen „Ein Helles, Georgia zapf ein Helles“.

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Damit war Georgia Arndt, Bibliotheksleiterin und Gastgeberin des Abends gemeint, die der Bitte prompt nachkam und die durstigen Sänger mit etwas Kühlem aus dem Fass versorgte. „In dieser Form haben wir auf dem Hof noch nie gefeiert“, sagte sie und freute sich über die vielen Gäste, die über den Hof und durch die Bibliothek streiften. Anlass für die Feier war, zum Welttag des Buches, die Einweihung des neuen Lesehofes. „Dort können Besucher auch draußen ihre Zeitung oder ihr Buch lesen“, erklärte die Bibliotheksleiterin.

Beim Glücksrad gab es attraktive Preise zu gewinnen

Beim Glücksrad gab es attraktive Preise zu gewinnen.

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Organisiert und initiiert wurde die Veranstaltung durch die Ortsgruppe Wittstock des Bibliotheksfördervereins. Dessen Mitglieder sowie die Bibliotheksmitarbeiter halfen an allen Ecken und Enden mit, beim Grillen, Getränkeausschank oder am Glücksrad. Letztes betreute unter anderem Julia Knieknecht, die in der Bibliothek ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. „Einmal drehen kostet 50 Cent“, informierte sie. Zu gewinnen gebe es neben Stiften auch Bücher und andere Preise.

Neue Sonnenschirme geplant

Das Geld sowie die Einnahmen aus Speisen und Getränken kamen dem Bibliotheks-Förderverein zugute, wie Georgia Arndt erklärte. Der wolle es unter anderem in weitere Sitzmöbel, Unterstellmöglichkeiten und Sonnenschutz investieren.

„Das ist eine gute Idee“, sagte Christa Ziegenbein aus Freyenstein zu der Neuigkeit. Etwas Sonnenschutz sei wünschenswert. Dennoch freue sie sich, dass der Hof nun auch Platz für Bibliotheksbesucher bieten werde.

Der Handarbeitskreis aus Freyenstein war auch dabei

Der Handarbeitskreis aus Freyenstein war auch dabei.

Gemeinsam mit anderen Frauen aus dem Handarbeitskreis „Heiße Nadel“ war Christa Ziegenbein am Montag zum Hoffest gekommen. Dort boten sie den Besuchern handgemachte Strickware an. Weitere Hobbykunsthandwerker waren der Einladung der Bibliothek ebenfalls gefolgt und so hatte der Hof an dem Abend den Charme eines kleinen Basars. So nutzte Silke Hartmann die Gelegenheit, ihre selbst gefertigten Ketten und anderen Schmuck anzubieten. „Das ist mein Hobby, die Utensilien bestelle ich mir meistens übers Internet“, sagte sie. Adressaten ihres Schmucks seien sonst oft die eigenen Verwandten. Bei Anlässen wie diesen könne sie sich aber auch mal einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

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Von der Künstlerin Eva Götzke, die an dem Abend ebenfalls mit einem Stand vertreten war, hatte Georgia Arndt zudem eine große Sparbüchse erhalten. „Gleichzeitig feiern wir heute auch den 6. Jahrestag, dass wir in das Kontorgebäude umgezogen sind“, informierte die Bibliotheksleiterin.

Wiederholung nicht ausgeschlossen

Bei Bier, Bratwurst und Gesang der Dompfaffen fühlten sich die Besucher sichtlich wohl. „Schön, dass wir den Bibliothekshof auf diese Weise mal kennenlernen“, sagte Besucherin Karin Thieme. Georgia Arndt zeigte sich von den vielen Gästen beeindruckt.

„Das Fest wurde so gut angenommen. Das schreit ja fast nach einer Wiederholung“, sagte die Bibliotheksleiterin. Ihre Chefin, Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben, die ebenfalls an der Feier teilnahm, wollte ihr in diesem Punkt nicht widersprechen.

Von Christian Bark

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